Newsticker zum Krieg in der UkraineTrump: Rohstoffabkommen wird am Freitag besiegeltUkraine unterzeichnet vorerst nur RahmenabkommenLawrow bleibt hart: Keine Friedenstruppen aus Europa für Ukraine
Die aktuellen Entwicklungen zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine gibt es hier im Newsticker.
Perfide Methoden: Wie Russland ukrainische Flüchtlinge enteignet
Historische Einordnung: Diese 11 Karten erklären den Ukraine-Krieg
Aktuelle Artikel: News und Hintergründe zum Krieg in der Ukraine
Laden Sie unsere News-App herunter und bleiben Sie mit Push-Nachrichten auf dem Laufenden.
Russland will keine eroberten Gebiete in der Ukraine aufgeben
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat am Montag eine Räumung von eroberten Gebieten in der Ukraine rundheraus abgelehnt. Daran werde nicht einmal gedacht, sagte Lawrow am Montag, einen Tag vor Beginn von Gesprächen über den Ukraine-Krieg zwischen Vertretern der USA und Russlands in Saudi-Arabien. Abweisend äusserte sich Lawrow auch zu einer möglichen Rolle der Europäer, «Ich weiss nicht, was sie am Verhandlungstisch zu tun haben», sagte er.
Auf die Frage, was er von den Gesprächen in Riad erwarte, sagte der Aussenminister, US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin hätten in ihrem Telefongespräch vereinbart, «die absolut unnormale Periode in den Beziehungen zwischen unseren Grossmächten hinter sich zu lassen», in der faktisch alle Kontakte mit Ausnahme einiger technischer und humanitärer Fragen eingestellt worden seien.
«Die Präsidenten waren sich einig, dass es notwendig ist, den Dialog über alle Fragen wieder aufzunehmen, die mit russischer und amerikanischer Beteiligung gelöst werden können», sagte Lawrow. Dabei sei es nicht nur um die Ukraine gegangen, sondern auch um die Lage im Nahen Osten und anderen Regionen der Welt.
Putin verlangt von der Ukraine, dass sie ihre Truppen aus den vier Regionen abzieht, die Russland im September 2022 völkerrechtswidrig zu seinem Staatsgebiet erklärt, aber bis heute nicht vollständig erobert hat. Zudem soll die Ukraine im Rahmen eines möglichen Friedensabkommens auf einen Nato-Beitritt verzichten – Forderungen, die Kiew zurückgewiesen hat.
Trump hatte nach einem längeren Telefongespräch mit Putin am vergangenen Mittwoch einen Kurswechsel in Bezug auf die Ukraine-Politik der USA angekündigt. Unterhändler sollten umgehend Gespräche über die Beendigung der Kämpfe beginnen, sagte Trump. Sein Verteidigungsminister Pete Hegseth stellte die Ukraine darauf ein, dass sie mit einem Verlust von derzeit russisch besetztem Territorium rechnen müsse. (DPA)
Macron telefoniert vor europäischem Ukraine-Gipfel mit Trump
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat vor der europäischen Krisensitzung zum Ukrainekrieg am Montag in Paris mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Macrons Büro nannte allerdings keine Einzelheiten.
Macron hat die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten EU-Länder und Grossbritanniens für Montag in den Élysée-Palast eingeladen, um zu besprechen, wie auf den Vorstoss der USA zur Beendigung des Ukrainekriegs zu reagieren ist. Zu den Eingeladenen gehören Deutschland, Grossbritannien, Italien, Polen, Spanien und Dänemark. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird dabei sein.
US-Vizepräsident J.D. Vance und andere US-Spitzenvertreter hatten vergangene Woche den Eindruck hinterlassen, sie näherten sich Positionen des Aggressors Russland an, währen sie ihren langjährigen europäischen Verbündeten die kalte Schulter zeigten. (DPA)
Selenski wirbt mit Nachdruck für europäische Friedenstruppe
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat vor dem Spitzentreffen in Paris mit Nachdruck für europäische Friedenstruppen geworben. «Ich finde, dass wir sehr stark vorangekommen sind bei der Frage eines Kontingents», sagte der Staatschef der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge Journalisten am Ende seines Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Stationierung von Friedenstruppen auf dem Territorium der Ukraine könnte dabei der erste Schritt zu der von ihm vorgeschlagenen Schaffung einer europäischen Armee sein. «Ich glaube, dass dies die erste Plattform für die künftigen Streitkräfte Europas ist, die im Falle eines unprovozierten Krieges durch Russland fähig ist, zurückzuschlagen», unterstrich Selenski.
Selenski will Sicherheitsgarantie für die Ukraine
Möglich sei eine Plattform der «starken Länder», die dabei sein möchten. «Das ist sehr wichtig. Nicht diejenigen, die wir dazu zwingen, sondern diejenigen, die möchten», sagte der ukrainische Präsident. Denn es mache einen Unterschied, ob eine Armee freiwillig dabei ist oder dazu gezwungen werde. «Wir wollen Sicherheitsgarantien nicht nur auf dem Papier, sondern auf dem Boden, im Wasser, in der Luft, Flugabwehr, Flugzeuge, Schiffe», sagte Selenski.
In der französischen Hauptstadt wollen europäische Staats- und Regierungschefs am Nachmittag beraten, wie Europa auf den Kurswechsel der USA in der Ukraine-Politik reagieren soll. Erwartet werden neben Bundeskanzler Olaf Scholz die Staats- und Regierungschefs von Grossbritannien, Italien, Polen, Spanien, den Niederlanden und Dänemark. Zudem sind EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratspräsident António Costa sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit dabei. (DPA)
Selenski erkennt US-Russland-Gespräch zur Ukraine nicht an
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski will mögliche Absprachen zwischen den USA und Russland zum Krieg in seinem Land nicht hinnehmen. «Die Ukraine betrachtet jegliche Verhandlungen über die Ukraine ohne die Ukraine als solche, die kein Ergebnis haben», sagte Selenski im Gespräch mit Journalisten bei einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er erklärte, dass die Ukraine nicht über das amerikanisch-russische Treffen an diesem Dienstag in Saudi-Arabien unterrichtet sei und auch nicht daran teilnehmen werde.
«Und wir können keine Dinge oder Vereinbarungen über uns ohne uns anerkennen. Und wir werden solche Vereinbarungen nicht anerkennen», sagte der Staatschef der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge in Abu Dhabi.

In Riad treffen der russische Aussenminister Sergej Lawrow und sein US-Kollege Marco Rubio zusammen, um über eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen ihren beiden Ländern zu sprechen. Dabei soll es auch um mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine gehen.
Selenski am Dienstag auch in Saudi-Arabien
Selenski sagte, dass die USA und Russland Fragen ihres bilateralen Verhältnisses behandeln könnten, aber nicht das Schicksal der Ukraine. Er werde an diesem Dienstag auch in Saudi-Arabien sein und mit der Führung des Landes sprechen. Der Besuch habe aber nichts mit den Gesprächen Lawrows und Rubios zu tun, betonte der Ukrainer.
Der Leiter des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, hatte am Wochenende gesagt, dass es kein Treffen mit der russischen Seite geben werde, bis nicht ein Plan zur Beendigung des Krieges ausgearbeitet sei. Russland führt seit fast drei Jahren seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. (DPA)
Selenski reist zu Treffen mit Erdogan in die Türkei
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski reist zu einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Türkei. Bei dem Besuch am Dienstag in Ankara soll es um aktuelle regionale und globale Entwicklungen gehen, teilte der türkische Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun auf der Plattform X mit. Die Präsidialkanzlei in Kiew bestätigte den Besuch.
Selenski unternimmt derzeit eine Reihe von Auslandsbesuchen. Am Montag traf er in den Vereinigten Arabischen Emiraten Präsident Mohammed bin Sajid. Geplant ist auch ein Besuch in Saudi-Arabien. In Riad und Ankara werde es vornehmlich um Wirtschaftsthemen, aber auch um die Sicherheit im Schwarzen Meer gehen, sagte Ihor Brussylo, stellvertretender Präsidialamtschef, im ukrainischen Fernsehen. (DPA)
Kreml begrüsst Sondergipfel zur Ukraine in Paris
Russland hat den von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron anberaumten europäischen Sondergipfel zum Ukraine-Kurs in Paris begrüsst. Es sei gut, wenn – wie er es darstellte – über eine Beendigung des Konflikts und nicht mehr über seine Fortsetzung gesprochen werde, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland hat immer wieder kritisiert, dass der Krieg sich durch eine Lieferung westlicher Waffen an die Ukraine in die Länge ziehe.
Die in Frankreich und Grossbritannien diskutierte Frage einer möglichen Entsendung europäischer Friedenstruppen in der Ukraine nannte Peskow «schwierig», weil es sich um Streitkräfte aus Nato-Mitgliedsstaaten handele. Für einen solchen Einsatz gebe es Regeln, betonte er. «Aber bisher gibt es keine konkreten Erörterungen dazu», sagte Peskow. Russland hatte seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor fast drei Jahren unter anderem auch begonnen, um ein Streben des Landes in die Nato zu verhindern. (DPA)
Lawrow sieht keinen Platz für EU bei Ukraine-Gesprächen
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow sieht keine Notwendigkeit für die Teilnahme von EU-Vertretern bei den Gesprächen für eine Lösung des Ukraine-Konflikts. «Ich weiss nicht, was sie am Verhandlungstisch zu suchen haben», sagte Lawrow angesichts von Forderungen aus der EU, an den Gesprächen beteiligt zu werden. Lawrow sagte vor seinem ersten Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio an diesem Dienstag in Saudi-Arabien, dass die Europäer in der Vergangenheit mehrfach an Verhandlungen beteiligt waren, ohne dass sie zu einer Lösung beigetragen hätten.
Russland wirft dem Westen vor, 2014 zum Sturz des moskaufreundlichen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch beigetragen zu haben. Zudem beklagt Moskau, dass das Minsker Abkommen zur Waffenruhe im Gebiet Donbass vor zehn Jahren unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs auch geschlossen worden sei, um die Ukraine militärisch zu stärken.
Russland lehnt territoriale Zugeständnisse an die Ukraine ab
Lawrow lehnte es ab, der Ukraine im Zuge möglicher Verhandlungen territoriale Zugeständnisse zu machen. Bei seinem Treffen mit Rubio wolle er sich vor allem die US-Vorstellungen anhören, sagte der Minister. Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hätten bei ihrem Telefonat in der vergangenen Woche über die Notwendigkeit gesprochen, die «absolut nicht normale Zeit in den Beziehungen der beiden Grossmächte hinter sich zu lassen».
Es gehe um eine Wiederaufnahme des Dialogs zu allen Fragen, darunter neben der Ukraine auch um die Lage im Nahen Osten und in anderen unruhigen Weltregionen, sagte Lawrow. Russland werde auf die Vorschläge der US-Seite reagieren. Lawrow, der in Riad von Putins aussenpolitischen Berater Juri Uschakow begleitet wird, erklärte, dass anschliessend weitere Schritte besprochen würden. Laut Kreml geht es bei den Gesprächen auch um die Vorbereitung eines möglichen Treffens Putins und Trumps in Saudi-Arabien. (DPA)
Selenski parallel zu US-Aussenminister Rubio am Golf
Parallel zum Besuch von US-Aussenminister Marco Rubio in Saudi-Arabien ist der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski ebenfalls an den Golf gereist. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) traf er Präsident Mohammed bin Sajid, wie die Staatsagentur WAM berichtete. Mohammed sagte demnach in Abu Dhabi, die Emirate bemühten sich um eine friedliche Lösung des «Konflikts in der Ukraine», ohne Angreifer Russland in der Passage direkt zu erwähnen.
Selenski bezeichnete das Gespräch mit Mohammed, das sich unter anderem um die Rückkehr von Ukrainern aus russischer Gefangenschaft gedreht habe, als «bedeutungsvoll». «Die Vermittlung der VAE hat viele Menschenleben gerettet», schrieb Selenski bei X. Die Emirate haben in dem Krieg den Austausch Hunderter Gefangener zwischen Russland und der Ukraine vermittelt.
Hier wird Inhalt angezeigt, der zusätzliche Cookies setzt.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
Die beiden Staatschefs unterzeichneten in Abu Dhabi ein Abkommen über die zollfreie Einfuhr fast aller ukrainischen Güter in die VAE sowie emiratischer Güter in die Ukraine. Ziel ist nach emiratischen Angaben unter anderem eine schnellere Erholung der ukrainischen Wirtschaft. «Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit, die Leben rettet und unseren Ländern hilft, stärker zu werden», schreibt Selenski.
Während Selenskis Besuch in den Emiraten hielt sich US-Aussenminister Rubio im benachbarten Saudi-Arabien auf, der dort am Dienstag den russischen Aussenminister Sergej Lawrow treffen will. Bei den Gesprächen in Saudi-Arabien werden weder Vertreter der Ukraine noch der Europäer mit am Tisch sitzen. (DPA)
Russische Drohnen verursachen Schäden bei Kiew
Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit einem grossen Schwarm Drohnen angegriffen. Im Umland der Hauptstadt Kiew war die Flugabwehr im Einsatz und schoss mehrere unbemannte Flugobjekte ab, wie der Militärgouverneur des Gebiets, Mykola Kalaschnyk, mitteilte.
Schäden gab es demnach an vier Orten rund um Kiew. In einem Industriebetrieb habe es gebrannt, weiter seien eine Lagerhalle und mehrere Privathäuser beschädigt worden. Die Rede war von einem verletzten Mann. Auch in der Grossstadt Charkiw im Osten des Landes sowie in Sumy im Nordosten gab es regionalen Angaben zufolge Gebäudeschäden.
Nach Zählung der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee 147 Kampfdrohnen iranischer Bauart und Drohnenattrappen ohne Sprengstoff ein. 83 Drohnen seien abgefangen worden. Bei 59 Attrappen sei die Ortung verloren gegangen. Sie werden meist mit elektronischen Mitteln ausgeschaltet.
Russisches Militär zählt 90 ukrainische Drohnen
Diese Militärangaben sind im Detail nicht überprüfbar, geben aber jeweils einen Eindruck vom Ausmass der Attacken. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, 90 Drohnen eines ukrainischen Gegenangriffs seien geortet und abgefangen worden. Über dem Asowschen Meer sei eine Lenkrakete vom Typ Neptun abgeschossen worden.
Telegramkanäle nannten die Raffinerie von Ilski im südrussischen Gebiet Krasnodar als ein Ziel der Ukrainer. Schäden an der Raffinerie wurden nicht gemeldet. Allerdings wurde die Pumpstation einer Ölpipeline getroffen, die deshalb nach Angaben der Betreiber nur mit verminderter Leistung arbeiten kann. (DPA)
Kreml schickt Aussenminister Lawrow zu Gesprächen nach Saudi-Arabien
Russland entsendet Aussenminister Sergej Lawrow zu den Verhandlungen mit den USA über die Wiederaufnahme bilateraler Beziehungen und den Krieg in der Ukraine. Auch Präsident Wladimir Putins aussenpolitischer Berater Juri Uschakow werde noch am Montag nach Saudi-Arabien reisen, teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit. Inhaltlich werde es um die Wiederherstellung der Beziehungen zwischen den USA und Russland sowie vorbereitende Gespräche über eine Friedenslösung für die Ukraine und ein Treffen zwischen Putin und US-Präsident Donald Trump gehen. (AP/DPA)
US-Aussenminister Rubio in Saudi-Arabien eingetroffen
Bei seiner Reise durch den Nahen Osten ist US-Aussenminister Marco Rubio in Saudi-Arabien eingetroffen. Geplant ist ein Treffen mit Kronprinz Mohammed bin Salman und Aussenminister Faisal bin Farhan, wie der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete. Abends sollte dem Sender zufolge auch der russische Aussenminister Sergej Lawrow eintreffen zu Gesprächen mit Rubio über Russlands Krieg in der Ukraine.
Rubio hatte vorab gesagt, dass er sich zusammen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz in Saudi-Arabien mit Vertretern Russlands treffen wolle. Bei den Gesprächen in Saudi-Arabien werden weder Vertreter der Ukraine noch der Europäer mit am Tisch sitzen.
Wegen des Krieges zuletzt kaum noch Kontakte
Wegen des Kriegs in der Ukraine waren die Beziehungen zwischen den USA und Russland in vergangenen Jahren fast zum Erliegen gekommen. Vergangene Woche hatte US-Präsident Donald Trump dann überraschend den russischen Staatschef Wladimir Putin angerufen und über eine mögliche Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gesprochen. Die beiden vereinbarten den Beginn von Verhandlungen und auch ein persönliches Treffen. Rubio und Lawrow telefonierten ebenfalls miteinander.
Zusätzlich zur Ukraine dürfte es bei Rubios Besuch in dem Königreich auch um den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump gehen, die Palästinenser aus dem Gazastreifen in andere Länder umzusiedeln. Die arabischen Staaten der Region wie Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien lehnen solche Pläne strikt ab.
Zuvor hatte Rubio an der Münchner Sicherheitskonferenz teilgenommen und dann in Israel unter anderem Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen. Nach seinem Stopp in Saudi-Arabien ist auch ein Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. (SDA)
Starmer: Grossbritannien ist bereit für Friedenstruppe
Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich am Vorabend eines Krisentreffens europäischer Ukraine-Unterstützer «bereit und willens» gezeigt, nötigenfalls auch Friedenstruppen in das von Russland angegriffene Land zu entsenden. In einem Gastbeitrag für den «Telegraph» schrieb Starmer, Grossbritannien könne bei der Arbeit an Sicherheitsgarantien für die Ukraine eine «führende Rolle» übernehmen. Das bedeute im Falle des Kriegsendes auch, Truppen vor Ort zu stationieren, falls das nötig sein sollte. Es ist das erste Mal, dass Starmer sich derart konkret dazu äusserte.

«Ich sage das nicht leichtfertig», schrieb der Premier in dem Beitrag, der am Abend vor dem heutigen Gipfeltreffen europäischer Staats- und Regierungschefs in Paris veröffentlicht wurde. Er sei sich der Verantwortung bewusst, die damit einhergehe, dass britische Soldatinnen und Soldaten möglicherweise in Gefahr geraten.
«Aber jede Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit der Ukraine hilft, die Sicherheit unseres Kontinents und die Sicherheit dieses Landes zu gewährleisten», schrieb Starmer. Das Ende des seit Februar 2022 währenden Krieges, wenn es denn komme, dürfe nicht nur eine Pause sein, ehe der russische Präsident Wladimir Putin seine Truppen wieder angreifen lasse.
Starmer schrieb, er werde «in den kommenden Tagen» US-Präsident Donald Trump treffen. Europa und die Vereinigten Staaten müssten in der Ukraine-Frage weiter eng zusammenarbeiten, betonte der britische Premier. Nach Angaben von Diplomaten wird es in Paris auch um die Frage gehen, was die Europäer zu einem möglichen Friedensdeal beitragen können. Die Möglichkeit, eine Friedenstruppe zu entsenden, war insbesondere in Frankreich und Grossbritannien in den vergangenen Wochen immer wieder diskutiert worden. (DPA)
Rubio: Ukraine und Europa müssen an Verhandlungen teilnehmen
US-Aussenminister Marco Rubio hält eine Beteiligung der Ukraine und Europas an Friedensverhandlungen im Russland-Konflikt für unerlässlich.
«Wenn es echte Verhandlungen gibt – da sind wir noch nicht – aber wenn es dazu kommt, dann muss die Ukraine beteiligt werden, weil sie es sind, die überfallen wurden. Und die Europäer müssen beteiligt werden, weil auch sie Sanktionen gegen Russland und Putin verhängt haben und weil sie zu diesen Bemühungen beigetragen haben», sagte Rubio in der CBS-Sendung «Face The Nation».
Damit schlägt Rubio im Vergleich zu früheren Aussagen der Trump-Regierung, die Verhandlungen mit Wladimir Putin unter Ausschluss der Ukraine und anderer Europäer in Aussicht gestellt hatten, neue Töne an.

Rubio befindet sich derzeit in Israel, wo er unter anderem Ministerpräsident Benjamin Netanyahu traf. Anschliessend reist er nach Saudiarabien, um sich mit russischen Vertretern zu treffen. Rubio sagte in dem Interview nicht, wer der russischen Delegation angehören wird und wann genau das Treffen stattfinden soll.
Bei den Gesprächen in Saudiarabien werden weder Vertreter der Ukraine noch der Europäer mit am Tisch sitzen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte zuvor im US-Fernsehen gesagt, er werde keine Friedenslösung akzeptieren, an der die Ukraine nicht mitgewirkt habe. (DPA)
Selenski: Lösung ohne Ukraine-Beteiligung inakzeptabel
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat deutlich gemacht, dass er keine Friedenslösung akzeptieren werde, wenn sein Land nicht an den Gesprächen beteiligt werde. Auf eine Frage, ob er einen Deal akzeptieren könne, der ohne die Ukraine ausgehandelt wurde, sagte Selenski im Interview des US-Senders NBC: «Nein!».
Hier wird Inhalt angezeigt, der zusätzliche Cookies setzt.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien. «Worte sind nicht genug», sagte er. Eine solche Garantie könnte die Mitgliedschaft seines Landes in der Nato sein. Dies wäre die günstigste Lösung für alle Seiten.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte in der zurückliegenden Woche gesagt, die Vereinigten Staaten glaubten nicht, dass eine NATO-Mitgliedschaft für die Ukraine ein realistisches Ergebnis einer Verhandlungslösung sei. Auch Präsident Donald Trump hatte sich ähnlich geäussert.
Selenski befürchtet russischen Zugriff auf Bodenschätze
«Wenn wir keine Sicherheitsgarantien bekommen, dann glaube ich, dass ein Wirtschaftsabkommen nicht funktioniert. Es muss alles fair sein», sagte Selenski. Ein Zugriff Russlands etwa auf die in der Ukraine gelegenen Bodenschätze wäre aus seiner Sicht gefährlich. Seltene Erden könnten etwa nicht nur für Mobiltelefone oder Elektroautos genutzt werden, sondern auch zum Bau von Raketen.
Ohne starke Garantien drohe eine russische Rückkehr in die Ukraine, sagte Selenski. Es gebe Geheimdienstinformationen, dass Russland vor allem auf dem Gebiet von Belarus Trainingsmassnahmen für 150’000 Soldaten durchführt. (SDA)
Schwere Kämpfe bei Kursk
Russische und ukrainische Truppen haben sich erneut schwere Kämpfe in der westrussischen Region Kursk geliefert. Der Generalstab in Kiew berichtete von mehreren russischen Angriffen mit Artillerieunterstützung, ohne jedoch konkrete Ortsangaben zu machen. Die ukrainischen Streitkräfte hatten bei Kursk vor wenigen Tagen bei überraschenden Vorstössen neue Geländegewinne erzielt.

Die bei Kursk kämpfende ukrainische Brigade «Magura» berichtete von einem starken Gegenangriff einer Einheit der russischen Marineinfanterie. «Eine Kolonne von mehr als einem Dutzend Panzern und etwa einer Kompanie von Feinden der russischen 155. Elite-Brigade von Marineinfanterie wurde mit roten Siegesbannern in den Kampf geworfen», zitierten ukrainische Medien aus dem Gefechtsbericht.
Doch die russische Einheit sei in ein Minenfeld geraten und von einem Drohnenschwarm attackiert worden. Die Panzer und Soldaten seien schliesslich Opfer der Drohnen geworden. Die «Ukrainska Prawda» veröffentlichte dazu in ihrer Online-Ausgabe ein Video eines Gefechts, das die Zerstörung zahlreicher Panzer auf einem verschneiten Feld zeigen soll. Bericht und Video konnten von unabhängiger Seite nicht verifiziert werden. (DPA)
USA blitzen bei Selenski mit Angebot zu seltenen Erden ab
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat ein US-Angebot zur Ausbeutung seltener Erden abgelehnt. Er habe seine Minister angewiesen, den Vertrag nicht zu unterzeichnen, da er die Interessen seines Landes nicht genügend schütze, sagte er der Nachrichtenagentur AP.
Ein ukrainischer Regierungsvertreter erklärte, das Abkommen habe keine spezifischen Sicherheitsgarantien geboten. Der Vorschlag war offenbar Teil von Selenskis Gesprächen mit US-Vizepräsident J.D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz gewesen. Geplant war, seltene Erden als Kompensation für bisherige und zukünftige US-Hilfen zu liefern.
Selenski betonte: «Für mich ist die Verbindung zwischen einer Art von Sicherheitsgarantie und einer Art von Investition sehr wichtig.» US-Sicherheitsratssprecher Brian Hughes meinte, Selenski entscheide kurzsichtig. Verbindliche wirtschaftliche Beziehungen zu den Vereinigten Staaten seien die beste Garantie gegen künftige Aggressionen.
Die Ukraine arbeitet laut ukrainischen Quellen an einem Gegenvorschlag, den sie den USA bald vorlegen will. (DPA)
Ukraine-Treffen europäischer Länder findet am Montag in Paris statt
Paris hat bestätigt, dass europäische Staats- und Regierungschefs schon am Montag in der französischen Hauptstadt über die Pläne von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beraten wollen. Das Treffen auf Einladung von Präsident Emmanuel Macron bestätigte der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot im Interview des Senders France Inter. Wer konkret an den Beratungen teilnehmen wird, sagte der Minister nicht. Bei dem Treffen wird es nach Angaben von Diplomaten um die Frage gehen, was die Europäer zu einem möglichen Friedensdeal beitragen können.
Seit dem Telefonat zwischen Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin gibt es in Europa und der Ukraine Sorgen, die Europäer könnten bei einer Vereinbarung über einen Friedensschluss aussen vor bleiben. Befürchtet wird, dass Trump die Europäer nicht am Verhandlungstisch will – aber erwartet, dass sie die Lasten bei der Umsetzung einer Friedenslösung schultern. (DPA)
Zehntausende nach Drohnenangriff in Südukraine in der Kälte
In der Grossstadt Mikolajiw im Süden der Ukraine sind Behördenangaben zufolge durch den russischen Beschuss eines Heizkraftwerks über 100’000 Menschen von der Wärmversorgung abgeschnitten. «Dies ist ein weiterer klarer Beweis dafür, dass Russland gegen unsere Bevölkerung und gegen das Leben an sich Krieg führt», schrieb Präsident Wolodimir Selenski auf X.
Hier wird Inhalt angezeigt, der zusätzliche Cookies setzt.
An dieser Stelle finden Sie einen ergänzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter übermittelt werden, können Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.
Es handle sich um einen gezielten Angriff, «um die Menschen bei Minustemperaturen ohne Wärmeversorgung zu lassen und eine humanitäre Katastrophe zu verursachen», schrieb Regierungschef Denis Schmihal bei Telegram. Der Angriff erfolgte demnach bereits in der Nacht. Die Schäden konnten aber auch am Folgetag zunächst nicht behoben werden.
Zur Überbrückung haben die örtlichen Behörden Aufwärmpunkte eingerichtet. In der Stadt seien 67 solcher Einrichtungen aufgebaut worden, zudem sei begonnen worden, drei mobile Heizkraftwerke in Gesundheitseinrichtungen in Betrieb zu nehmen, teilte Schmihal mit. (DPA)
Lesen Sie hier, wie Russland mit Angriffen auf die Infrastruktur versucht, die Ukraine zu schwächen.
«Amerika zuerst ist niemals Amerika allein» – Sicherheitskonferenz geht in den Endspurt
Die Sicherheitskonferenz in München geht heute in ihren dritten und letzten Tag. Die europäische Sicherheitsarchitektur, ein schnellerer EU-Beitritt der Balkan-Staaten und die Wettbewerbsfähigkeit Europas stehen auf dem Programm des internationalen Treffens. Doch bestimmendes Thema dürfte auch heute das sein, was gleich am ersten Tag der Konferenz – am Freitag – geschah: die umstrittene Rede von US-Vizepräsident J.D. Vance.
Politiker wie die deutschen Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und Friedrich Merz und der ukrainische Präsident WolodimIr Selenski forderten, dass Europa und die Ukraine an den Gesprächen zwischen den USA und Russland über ein mögliches Ende des Krieges beteiligt werden müssten. «Keine Entscheidungen über die Ukraine ohne die Ukraine, keine Entscheidungen über Europa ohne Europa», mahnte Selenski.
Merz pochte auf die Einbeziehung Europas in diese Gespräche. «Es ist absolut inakzeptabel, dass Russland und die Vereinigten Staaten von Amerika ohne die Ukraine und ohne die Europäer am Verhandlungstisch verhandeln», sagte er. Es müsse «alles in unserer Macht Stehende» getan werden, um das Land für die Verhandlungen in eine gute Position zu bringen.
Kellog: Trump macht es nicht alleine
Der US-Sondergesandte der US-Regierung für Russland und die Ukraine, Keith Kellogg, antwortete darauf am Samstagabend ausweichend, ohne die Rolle der Europäer konkret zu benennen. Auf die Frage, ob Europa bei Verhandlungen mit am Tisch sei, antwortete Kellogg: «Definieren Sie am Tisch.»
Er sagte, es sei aber falsch zu denken, US-Präsident Donald Trump werde das allein machen. «Wir haben das nie, er hat das nie gesagt. Es ist alles eine Definition von Begrifflichkeiten», sagte Kellogg. «Amerika zuerst ist niemals Amerika allein», sagte der Sonderbeauftragte.
Doch mit dem Ende der Sicherheitskonferenz könnte schon sehr bald ein neues, internationales Treffen folgen. In Antwort auf den von US-Präsident Donald Trump eingeschlagenen Kurs zu einer möglichen Beendigung des Ukraine-Kriegs wollen EU-Staats- und Regierungschefs sich kurzfristig auf einem Sondergipfel beraten. Der polnische Aussenminister Radoslaw Sikorski teilte auf X mit, bevor er den Post später zurückzog: «Wir müssen unsere Stärke und Einigkeit zeigen.» (DPA)
Verhandlungen über Frieden nehmen an Fahrt auf
Die Verhandlungen über Frieden in der Ukraine nehmen Fahrt auf: In der kommenden Woche wollen unter anderem US-Aussenminister Marco Rubio und ranghohe Vertreter Russlands in Saudiarabien Berichten zufolge über ein Ende des russischen Angriffskriegs sprechen. Darüber hinaus soll in dem arabischen Land ein Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin vorbereitet werden. Die europäischen Staats- und Regierungschefs wollen wohl ebenfalls in der kommenden Woche zu einem Sondergipfel in Paris zusammenkommen.

Sie befürchten, dass Europa bei Friedensgesprächen zwischen den USA und Russland ausgeschlossen werden könnte. Laut «Politico» sollen in Saudiarabien in der kommenden Woche keine Vertreter Europas an den Gesprächen teilnehmen. Auch die Ukraine werde keine Vertreter dorthin entsenden, berichtete das US-Magazin unter Berufung auf einen ukrainischen Beamten.
Dazu lesen Sie das Interview: «Trump will den Deal unter allen Umständen. Auch auf Kosten der Ukraine»
Der US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, hatte auf der Sicherheitskonferenz in München zu der von europäischen Verbündeten geforderten Beteiligung an Verhandlungen ausweichend geantwortet. Frühere Verhandlungen seien gescheitert, weil zu viele Parteien beteiligt gewesen seien, zitierte ihn der britische Sender BBC. Die Ukraine und EU-Länder pochen darauf, dass sie bei der Suche nach einer Friedenslösung mit am Verhandlungstisch sitzen müssen.
Neben Rubio sollen an dem Treffen in Saudiarabien nach Angaben der US-Sender CNN und Fox News von US-Seite der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz sowie der Nahost-Sondergesandte Steve Witkoff dabei sein. Wer von russischer Seite nach Saudiarabien kommen soll, war zunächst nicht klar. Das Treffen solle in den kommenden Tagen stattfinden, berichteten «Politico» und CNN unter Berufung auf US-Beamte.
Zuvor hatten Rubio und sein russischer Kollege Serge Lawrow erstmals nach Amtsantritt der neuen US-Regierung miteinander telefoniert. «Es wurden regelmässige Kontakte, darunter auch zur Vorbereitung eines russisch-amerikanischen Gipfels auf höchster Ebene vereinbart», teilte das Aussenministerium in Moskau mit.
Dazu lesen Sie: Die Ukraine ist für die Amerikaner nur noch eine Fussnote
Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen sich kurzfristig auf einem Sondergipfel beraten. Ein Treffen für heute oder Montag in Paris wurde aber vom Élysée-Palast zunächst nicht bestätigt. Dies hatte der polnische Aussenminister Radoslaw Sikorski zunächst auf der Plattform X mitgeteilt, den Post aber später zurückgezogen. Auch andere Medien nannten Montag oder kommende Woche als Termin für den geplanten Gipfel.
Der Élysée-Palast teilte lediglich mit: «Es gibt laufende Gespräche zwischen führenden europäischen Politikern über ein mögliches informelles Treffen, aber noch nichts Festgelegtes.» Bei der Münchner Sicherheitskonferenz hatte Sikorski von einer Einladung zu einem Treffen in Paris durch Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron gesprochen.
Zur Sicherheitskonferenz in München lesen Sie: Es wächst die Sorge vor einem perfiden Plan
Der britische Premierminister Keir Starmer wird laut britischer Nachrichtenagentur PA zu dem Gipfel in Paris erwartet. Er sagte, dies sei ein «einmaliger Moment für unsere nationale Sicherheit» und es sei klar, dass Europa eine grössere Rolle in der Nato übernehmen müsse. Das Vereinigte Königreich werde sich dafür einsetzen, dass die USA und Europa zusammenhielten, sagte er und fügte hinzu, man dürfe nicht zulassen, dass Spaltungen in der Allianz von «äusseren Feinden» ablenkten.
Ende Februar wolle Starmer bei einem Besuch von US-Präsident Trump in Washington die Ansichten der europäischen Staats- und Regierungschefs erörtern, berichtete der britische Sender BBC. Ein weiteres Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski werde nach seiner Rückkehr aus Washington erwartet.
Selenski hatte deutlich gemacht, dass Europa bei möglichen Friedensgesprächen seines Landes mit Russland mit am Verhandlungstisch sitzen müsse. Europa, die USA und die Ukraine müssten vor jeglichen Verhandlungen eine einheitliche Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie mit einem klaren Aktionsplan koordinieren, sagte er. (DPA)
Dazu lesen Sie den Kommentar: Selenski warnt die Europäer: «Sind Sie bereit?»
Weitere Artikel zum Thema
US-Vizepräsident in München: J. D. Vance bleibt Erklärungen schuldig
Sicherheit gegen Rohstoffe: Was bekommt die Ukraine für ihre Bodenschätze?
AFP/DPA/SDA/Redaktion Tamedia
Fehler gefunden?Jetzt melden.