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Unablässiger Regen
Flut im Outback, Wasserfälle am Uluru, Monsterwellen in Sydney: Australien kämpft mit Wetterextremen

Menschen beobachten riesige Wellen am Bronte Beach in Sydney am 1. April 2025, verursacht durch hohe Dünung und starken Wind.
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Riesige Wellen gepaart mit einer gewaltigen Springflut haben an berühmten Stränden der australischen Metropole Sydney Schäden verursacht. Betroffen war auch der weltberühmte Bondi Beach, wo die Naturgewalten in der Nacht Glastüren in einem Surfclub zum Bersten brachten, wie der Sender ABC unter Berufung auf Einsatzkräfte und Augenzeugen berichtete. Die Wellen an dem Strand erreichten demnach eine Höhe von fünfeinhalb Metern.

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Auch der für seine vielen Surfspots bekannte Cronulla Beach im Süden der Grossstadt ist schwer betroffen, hier wurde unter anderem die Strandpromenade beschädigt. In anderen Vororten von Sydney wurden Häuser überschwemmt und Strassen überflutet. Mehrere Strände wurden vorsichtshalber geschlossen.

«Noch nie solche Wellen gesehen»

«Das war das Schlimmste, was ich bisher erlebt habe», sagte eine Anwohnerin der ABC. Die Wellen seien hüfthoch auf ihr Grundstück geströmt. «So hohe Wellen habe ich noch nie gesehen.» Ein Sprecher der örtlichen Notdienste berichtete, mehrere Gebäude hätten evakuiert werden müssen. Manche Experten glauben, dass das Naturphänomen noch mit dem tropischen Zyklon Alfred in Zusammenhang steht, der im März Überschwemmungen und Stromausfälle an der Ostküste verursacht hatte.

Menschen beobachten, wie grosse Wellen am 1. April 2025 auf einen Gehweg am Bronte Beach in Sydney treffen, während die Ostküste Australiens von starken Wellen und Winden getroffen wird. (Foto von DAVID GRAY / AFP)

Ein Spezialist für Küstenerosion des nationalen Meeresforschungsinstituts, Stephan Soule, sagte der ABC, es werde einige Zeit brauchen, die Schäden zu reparieren. «Es wird eine Weile dauern, besonders angesichts der Sandmenge, die wir verloren haben.»

Schlimmste Fluten seit 50 Jahren in Queensland

Bei den schlimmsten Überschwemmungen seit 50 Jahren steht im australischen Bundesstaat Queensland ein riesiges Gebiet im Outback unter Wasser. Die Regionalregierung teilte mit, die betroffene Region sei mittlerweile zweimal so gross wie der australische Bundesstaat Victoria – das sind rund 450’000 Quadratkilometer und entspricht in etwa der Grösse Schwedens.

Eine Luftaufnahme zeigt ein Anwesen in der Nähe von Jundah, Südwest-Queensland, das am 29. März 2025 von Überschwemmungen betroffen ist. Grosse Flächen des australischen Outbacks sind überflutet.

Nach Angaben von Queenslands Landwirtschaftsminister Tony Perrett kamen in den Fluten mindestens 100’000 Nutztiere ums Leben oder wurden von den Fluten mitgerissen. Für Farmer und die Agrarindustrie sei dies ein enormer Verlust: «Die Zahlen werden voraussichtlich noch weiter steigen. Das ist in vielen Fällen ihre Lebensgrundlage, die ihnen vor der Nase weggespült wurde», sagte der Minister.

Vorausgegangen waren extrem heftige Regenfälle. Viele Flüsse traten über die Ufer. Das Hochwasser sei schlimmer als eine verheerende Flut im Jahr 1974, berichteten örtliche Medien. Besonders schlimm betroffen war der Ort Thargomindah, etwa 1100 Kilometer westlich von Brisbane.

Luftaufnahme von überfluteten Häusern in Jundah, Queensland, am 29. März 2025. Die Flut erstreckt sich über eine weite Landschaft.

Zahlreiche Häuser und die Strassen stehen völlig unter Wasser. Mehr als 200 Anwohner hätten sich in der Nacht am örtlichen Flughafen in Sicherheit gebracht, berichtete die Nachrichtenagentur AAP. Viele Betroffene hätten in ihren Autos oder in Campervans geschlafen.

«Das Ausmass der Verwüstung ist unfassbar», zitierte AAP Queenslands Premierminister David Crisafulli. Meteorologen sagten zudem weitere Regenfälle voraus, sodass die Wassermassen noch steigen könnten.

Wasserfälle am Uluru

In Zentralaustralien haben die heftigen Regenfälle der letzten zwei Wochen vielen Einwohnerinnen und Einwohnern Erleichterung gebracht. Nach einem glühend heissen Sommer erfreuen sich die Menschen etwa am Anblick der seltenen Wasserfälle am Uluru, wie ABC am Mittwoch berichtet. Bilder und Videos zeigen den mit Wasser gefüllten Todd River, der durch Alice Springs fliesst.

Nahaufnahme einer roten Felsformation mit sichtbaren Erosionsspuren und Rissen.

Die Behörden erwarten dem Bericht zufolge, dass die Überschwemmungen im Gebiet der zentralen Wüsten, entlang der Mac-Donnell-Ranges und rund um die Outback-Stadt Alice Springs der ab Mittwoch nachlassen. Doch nach wie vor seien in weiten Teilen Zentralaustraliens immer noch mehr als 100 Strassen unpassierbar.

DPA/oli