«Star the Reindeer»Beliebtes Rentier in Alaska tot – möglicherweise vergiftet
Für «Star the Reindeer» konnte nichts mehr getan werden. Dem Tier wurde vermutlich Desinfektionsmittel ins Gesicht gesprüht.

Ein aus Fernsehshows und Paraden bekanntes Rentier in den USA ist am Dienstag eingeschläfert worden. Star lebte im US-Bundesstaat Alaska in einem Gehege am Stadtrand von Anchorage und wurde vermutlich vor einigen Wochen vergiftet, als sich jemand unerlaubt Zutritt zum Gehege des Rentiers verschafft hat, wie der Besitzer, Albert Whitehead, mitteilte.
Anfang Januar war zum ersten Mal jemand in das Gehege eingebrochen. Später bekam das achtjährige Tier Magenprobleme, verlor an Gewicht und litt an einer Lungenentzündung. Ende Februar war Star einem Mann nach einem weiteren Einbruch in sein Gehege durch das offene Tor gefolgt und in der Innenstadt umhergeirrt, bis die Polizei das zutrauliche Tier fand. In der darauffolgenden Nacht sei die Situation noch ernster geworden, als Whitehead auf einer Überwachungskamera entdeckte, dass jemand dem Rentier eine unbekannte Substanz ins Gesicht sprühte. Er vermute, dass es sich dem Geruch nach um ein Desinfektionsmittel gehandelt habe. Die Polizei ermittelt in dem Fall.
«Er fing an, sich zu erholen», sagte Whitehead. Dann sei es dem Rentier aber wieder schlechter gegangen und «wir beschlossen, dass es nicht möglich war, ihn zu retten». Die Ergebnisse einer Obduktion sollen in ein paar Wochen mehr Aufschluss geben.
Das Rentier ist das siebte, das dort unter dem Namen Star gehalten wird. Die Tradition begann in den 1950er Jahren, Whitehead übernahm 2002. Star hatte viele Besucher, wurde täglich spazieren geführt. Das Rentier war bei Paraden zu sehen, wurde von Schulkindern besucht und trat in TV-Shows auf. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Rentiers beträgt etwa 15 Jahre.
DPA/roy
Fehler gefunden?Jetzt melden.