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US-Verbot naht
Jeff Bezos will Tiktok kaufen, sein Angebot werde aber nicht ernst genommen

Jeff Bezos und Kash Patel im Rotunda des US-Kapitols bei der Amtseinführung von Donald Trump für seine zweite Amtszeit als Präsident am 20. Januar 2025 in Washington, DC.
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Amazon hat laut einem Medienbericht sein Interesse am Kauf von Tiktok angemeldet. Der weltgrösste Online-Händler habe das Angebot in einem Brief an Vizepräsident J.D. Vance und Handelsminister Howard Lutnick unterbreitet, schrieb die «New York Times» unter Berufung auf informierte Personen. Verschiedene an den Verhandlungen beteiligte Akteure nähmen die Amazon-Offerte jedoch nicht ernst, hiess es einschränkend.

Tiktok hätte nach einem US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar von dem in China ansässigen Eigentümer Bytedance verkauft werden müssen – oder in den USA vom Netz gehen. Doch Präsident Donald Trump räumte eine Gnadenfrist von 75 Tagen ein, die am 5. April abläuft. Er stellte aber auch mehrmals eine Fristverlängerung bei Bedarf in Aussicht – obwohl es dafür in dem Gesetz keine Grundlage gibt.

Bezos nähert sich Trump an

Von Bytedance und Tiktok hiess es bisher, es sei unmöglich, nur den US-Teil der Kurzvideo-App zu verkaufen, weil dies die Plattform zerschlagen würde. Trump sagte, es gebe «verschiedene Wege, Tiktok zu kaufen» – und man werde den finden, der für die USA am besten sei. Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte in den vergangenen Monaten einen freundlicheren Kurs gegenüber Trump eingeschlagen – und erschien auch zu seiner Amtseinführung.

Amazon hätte mit der Cloud-Tochter AWS auf jeden Fall die nötige Infrastruktur, um eine Plattform in der Dimension von Tiktok zu betreiben. Der Konzern ist auch gross im Geschäft mit Videostreaming. Als weiterer Interessent für Tiktok gilt der Software-Konzern Oracle, den Bytedance bereits mit der Absicherung der Daten von US-Nutzern beauftragt hatte.

DPA/euc