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Meinung

Ein Maskottchen bricht den Code
Als hätte E.T. Nachwuchs bekommen

Niedliche Cartoon-Figur namens Lumo vor einem rosa Hintergrund, mit einem markanten orangefarbenen Haarbüschel. Text: ’Eurovision Song Contest Basel 2024’.
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Die journalistische, aber auch die Social-Media-Betrachtung, und damit meist Niedermachung, von Maskottchen von Grossereignissen ist ja ein eigenes Genre geworden.

Am ärgsten betroffen war davon wahrscheinlich das Maskottchen zur Fussball-WM 2006 in Deutschland. Goleo dürfte das meistgeschmähte Maskottchen der neueren Zeit sein – und Goleo sucht vermutlich heute noch seine Hose.

Dieses Textchen reiht sich nicht ganz nahtlos in dieses Genre ein. Zwar hat Lumo – das ESC-Maskottchen, gerade der Weltöffentlichkeit vorgestellt – wie Goleo auch keine Hose an, was wirklich, in Anbetracht des grossen Goleo-Dissens damals, eine mutige Entscheidung der Berner Designerin Lynn Brunner war. Jedoch ist Lumo ein wirklich niedliches Geschöpf.

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Es weckt ein paar Erinnerungen. Die erste ist eine ausserterrestrische: Lumo kann – das zeigt seine Ikonografie – kaum vom Planeten Erde stammen. Lumo sieht ein wenig aus wie E. T., nur nicht erwachsen, sondern niedlich, frisch geschlüpft, ein «E.T.chen». Man traut Lumo irgendwie auch zu, die legendäre Police-Zeile «I’m a legal alien» zu summen. Oder dass sich Lumo aus dem Kleiderschrank eines anderen nicht (mehr) von dieser Welt stammenden Geschöpfs bedient hat, bei Ziggy Stardust, David Bowies androgynen Rockstar-Alien.

Lumo ist nämlich irgendwie erleuchtet, schimmert blau rundherum – vielleicht also ja doch ein Hosenanzug? Aus metaphysischem Material? Und apropos andere Welten: ein wenig Nemo-Kindchenschema hat Lumo auch.

Elliot, gespielt von Henry Thomas, fährt in einer Szene aus Steven Spielbergs Film ’E.T. – Der Ausserirdische’ auf einem Fahrrad, mit E.T. in einem Korb vorne, umhüllt von einer Decke.

Ach so, halt, Verwirrung: Nemo, der Fisch aus dem Disney-Film, nicht ESC-Nemo! Denn Nemo aus der Schweiz ist doch, sind wir ehrlich, auch nicht weit entfernt.

Einerseits stünde die Figur Lumo für Licht und Energie, sagte seine Erschöpferin – und stand das vergangenes Jahr Nemo, namentlich übrigens in der gleichen Galaxie wie Lumo zu Hause, nicht irgendwie auch? Anderseits Lumo, das E.T.chen, sieht ein wenig wie ein Junge aus, könnte aber auch ein Mädchen sein, nonbinär also. Und damit bricht Lumo wirklich auch diesen Code.