Alle ESC-Beiträge bekanntDas sind die Favoriten im Eurovision-Rennen
Bis zum Eurovision Song Contest 2025 sind es noch ein paar Wochen, dennoch geben die Wettbüros schon Prognosen. Ein erster Überblick darüber, wer dieses Jahr gute Chancen auf den Sieg hat.

- Die Schweiz hat gemäss Wettbüros kaum Chancen.
- Starke Balladen sind dieses Jahr beliebter als tanzbare Songs.
- Schweden, Österreich und Frankreich gehören laut Wettquoten zu den Favoriten.
Alle 37 teilnehmenden Nationen haben ihren Beitrag für den diesjährigen Eurovision Song Contest in Basel bekannt gegeben. Die Schweiz liegt im Ranking der Wettbüros auf Platz 22 mit einer Gewinnchance von nur einem Prozent – aber das kann ja noch werden. Hier werfen wir einen Blick auf die fünf Beiträge mit der höchsten prognostizierten Gewinnchance.
Dieses Jahr fällt auf: Gefühlvolle Balladen scheinen besonders gut anzukommen. Und es wurden bemerkenswert viele Beiträge in der eigenen Landessprache eingereicht, nur 14 der 37 Beiträge sind englisch. In den Top 5 sind ausserdem gleich drei Beiträge zumindest teilweise auf Französisch gesungen.
Schweden
Schweden hat die Rangliste der Wettbüros bereits angeführt, bevor der Beitrag für den ESC veröffentlicht war. Jetzt ist bekannt: Die Überraschungssieger KAJ werden in Basel mit ihrem Song «Bara bada bastu» antreten. Das Comedy-Trio konnte sich am schwedischen Vorentscheid Melodifestivalen entgegen allen Erwartungen gegen Måns Zelmerlöw durchsetzen, der vor zehn Jahren am ESC in Wien zum Sieger erkoren wurde.
Die Wettbüros prognostizieren heute eine 25-prozentige Gewinnchance für Schweden und den Song, dessen Titel übersetzt «Einfach in die Sauna gehen» bedeutet. Der Name ist Programm, tiefgründiger wird es auch in den Strophen nicht. Wenn Handorgeln auf elektronischen Bass treffen und der Text sich einfach merken lässt, hat man einen potenziellen Après-Ski-Hit geschaffen – das könnte am Eurovision Song Contest grundsätzlich gut funktionieren. Und sympathisch scheinen die drei auch zu sein, was beim Publikumsvoting sicherlich von Vorteil sein könnte.
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Österreich
Auch Österreich hat laut Wettquoten gute Aussichten auf einen Sieg in Basel, aktuell mit einer prognostizierten Gewinnchance von 22 Prozent. Kein Wunder, denn JJ hat eine derart gut trainierte Stimme, dass man seinen Ohren kaum traut. Der 23-Jährige hat das Singen an der Opernschule der Wiener Staatsoper gelernt und erreicht als Countertenor Höhen, von denen viele männliche Berufskollegen nur träumen können. Sein Eurovision-Beitrag «Wasted Love» beginnt als Ballade und steigert sich zu einem flamboyanten Techno-Finale, dazwischen verschmelzen Oper und Pop. Eine Kombination, die für die Schweiz am letzten Eurovision Song Contest erwiesenermassen hervorragend funktioniert hat.
Bisher gibt es noch keine Liveperformance von «Wasted Love», die erahnen lässt, wie die Umsetzung am Eurovision Song Contest aussehen könnte. JJ verrät in einem Interview aber, dass er allein auf der Bühne stehen werde, damit das Publikum seine «vulnerabelste Seite» zu sehen bekomme. Die Geschichte seiner vergeudeten Liebe solle, ähnlich wie im Musikvideo, mit Wasserelementen in Szene gesetzt werden.
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Frankreich
Louane hat für die Premiere ihres ESC-Beitrags ganz gross aufgetischt: Im Stade de France performte sie ihren Song «Maman» in der Halbzeitpause des Rugbyspiels zwischen Frankreich und Schottland. Obwohl Frankreichs Beitrag als letzter bekannt gegeben wurde, stürmte er die Rangliste der Wettquoten und steht momentan mit 12-prozentiger Gewinnchance auf Platz drei von 37.
In der emotionalen Ballade besingt die 28-Jährige, wie ihre eigene Tochter ihr hilft, über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen. Louane hat ihre beiden Eltern früh verloren und singt in «Maman»: «Ich habe aufgehört, die Jahre zu zählen. Und auch wenn ich die Zeit anhalten wollte, nun ist sie es, die mich Mama nennt.» In der Kommentarspalte unter dem Youtube-Beitrag erntet Louane viel Respekt für ihre Leistung: «Wenn du den Mut hast, auf einer fliegenden Plattform vor 80’000 Zuschauern aufzutreten, glaube ich, dass die ESC-Bühne ein Klacks wird für dich.»
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Israel
Der diesjährige Beitrag Israels trägt den Titel «New Day Will Rise» und handelt von Zusammenhalt und Hoffnung. Seine Interpretin, Yuval Raphael, verarbeitet darin – wenn auch implizit – das Trauma ihrer ganzen Nation, und ihr eigenes. Sie musste miterleben, wie das Nova Festival von Hamas-Kämpfern angegriffen wurde, und überlebte nur mit Glück, indem sie sich in einem Bunker unter Leichen tot stellte.
Auch hier gibt es erst ein Musikvideo und keine Liveperformance, die Aufschluss über den Auftritt in Basel geben könnte. Das Lied überzeugt jedoch mit Yuvals kraftvoller Stimme und einer Geschichte, die Emotionen weckt auf drei Sprachen: Englisch, Französisch und Hebräisch.
Ihre Chance, den ESC zu gewinnen, liegt laut aktuellen Quoten der Wettbüros bei 7 Prozent.
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Niederlande
Auf Platz 5 des Wettbüro-Rankings stehen mit 5-prozentiger Gewinnchance die Niederlande mit «C’est la vie» von Claude. Ein zumindest zu Beginn eher traurig anmutender Popsong, der von den Höhen und Tiefen des Lebens erzählt. Er beginnt mit sanftem Piano, die Melodie kommt einem irgendwie bekannt vor. Ab dem ersten Refrain wird «C’est la vie» schliesslich – in gewohnter ESC-Manier – mit tanzbarem Bass unterlegt.
Das Musikvideo zeigt den Sänger, der in den Niederlanden übrigens schon einen Nummer-eins-Hit landete, und einen Jungen, der sein jüngeres Ich darstellt. In den Kommentaren wird darum gebeten, er solle auch den Buben nach Basel mitnehmen. «Er macht das Video so stark und emotional. Ich würde euch gerne zusammen tanzen sehen», schreibt ein User.
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