AboInterview zu Machetenangriff«Psychisch Erkrankte werden manchmal zu früh aus den Kliniken entlassen»
Ein 34-Jähriger verletzt in St. Gallen fünf Personen – darunter ein Baby – mit einer Machete. Ein besonders brutaler Gewalttäter? Die forensische Psychologin May Beyli ordnet ein.

Ein psychisch erkrankter, 34-Jähriger verletzt fünf Personen in St. Gallen mit einer Machete – darunter ein dreimonatiges Baby, eine schwangere Frau und einen Rentner. Im Mai verletzt ein 43-jähriger Mann in Zofingen im Kanton Aargau sechs Menschen mit verschiedenen Gegenständen. Auch er war «psychisch auffällig». Ebenfalls im Mai attackiert ein 19-jähriger Mann in einem Park in Männedorf ZH mehrere Personen und tötet eine Joggerin, die er nicht kennt. Auch bei ihm heisst es: «Psychisch vorbelastet». Und im Februar bedrohte ein Mann in Yverdon im Zug die Passagiere mit einer Axt und nahm Geiseln. Die Polizei erschoss ihn. Es hiess später, er habe «eine krankhafte Obsession» gehabt. Haben Gewaltdelikte im öffentlichen Raum zugenommen? Die forensische Psychologin May Beyli gibt Auskunft.