Donald Trump und die PinguineFünf Memes, die den Zoll-Hammer mit Humor erklären
Der US-Präsident beendet faktisch den Freihandel, schickt die Börse ins Jammertal – und das Internet lacht über schräge Vögel.

Die gute Nachricht vornweg: Als Donald Trump und seine Leute ihre Grossoffensive in der Handelsdiplomatie vorbereiteten, gelang es ihnen, die Schweiz, Schweden und Swaziland auseinanderzuhalten. Amerika ist zu seiner alten Grösse zurückgekehrt!
Spott erntet das Weisse Haus diesmal wegen anderer Weltgegenden. Es plante Zölle gegen die Heard and McDonald Islands, einen der abgelegensten Orte der Erde, mitten im Indischen Ozean. Dort wohnt kein einziger Mensch. Aufrecht gehen dort nur Pinguine, und diese denken nicht daran, ihren frischen Fang für Trumps frittierten Fischburger herzugeben.
Dankbar hat die Internetgemeinde die Vorlagen aufgenommen. Zahllos sind die Memes über den Auftritt von Handelskrieger Trump. Diese fünf Beispiele illustrieren den denkwürdigen Tag in der Zeitgeschichte – und machen ihn mit etwas Humor leichter verdaulich als einen Fischburger.
Trump eröffnet einen Handelskrieg

Ab dem 5. April wollen die USA auf Warenimporte aus praktisch allen Ländern Zölle von 10 Prozent schlagen. Ausgenommen sind lediglich wenige Güter wie seltene Metalle oder Medikamente – zumindest vorerst. Ab dem 9. April sollen dann auch zusätzliche Zölle auf ausgewählte Länder zum Tragen kommen. Ob diese wirklich eingeführt werden und wie die Welt auf Trumps Zölle reagiert, ist offen. Sollte der Handelsstreit eskalieren, wären zumindest die Pinguine aus der «Madagaskar»-Filmreihe vorbereitet.
Die Zoll-Alchemie von Donald Trump
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Als Donald Trump seine Zölle verkündete, rieb sich die Welt die Augen. Wie nur ist er auf diese Zahlen gekommen? Sie standen in keinem Zusammenhang zu real existierenden Zöllen. Erst Stunden später lüftete das Weisse Haus das Geheimnis: Die US-Regierung teilte schlicht das Handelsdefizit durch die Importe.
Dabei war sich Trumps Umfeld nicht zu schade, eine ausgeklügelt wirkende Formel aufzustellen, bei der bei genauerem Hinschauen alle komplex aussehenden Parameter wieder weggekürzt werden können. Gleichwohl unterliefen der Regierung Fehler. Auf Schweizer Produkte würden 31 Prozent Zuschlag fällig, sagte der Präsident. In seinem Dekret aber betragen die Trump-Zölle 32 Prozent.

Trump ist unerbittlich mit den Ärmsten
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Das Nilpferd und die Giraffe aus dem Zeichentrickfilm «Madagascar» sind geschockt: Mit 47 Prozent will Donald Trump ihrem Land einen der höchsten Zolltarife aufbrummen. Die Insel vor der afrikanischen Ostküste ist eines der ärmsten Länder der Welt, die Bevölkerung kann sich amerikanische Produkte kaum leisten. Sie ist angewiesen auf ihre Exporte in die USA, den zweitwichtigsten Absatzmarkt. Dorthin exportiert sie ihre weltberühmte Vanille, billige Kleider und strategisch wichtige Rohstoffe wie Titan, Kobalt und Nickel.
Angriff auf die unschuldigen Pinguine
Donald Trump drohte am Mittwoch mit Zöllen gegen Inseln und Territorien, mit denen die USA kaum oder gar keinen Handel betreiben, etwa dem British Indian Ocean Territory. Die einzige Siedlung auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist eine Militärbasis – eine US-amerikanisch-britische.
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Den Pinguinen von den unbewohnten Heard and McDonald Islands befiehlt Trump: «Zahlt die Zölle.» Die Vögel watscheln davon: «Wir verlagern unsere Geschäfte an einen anderen Ort.» Dieses Meme macht sich auch über Trumps Behauptung lustig, die Zölle würden von den exportierenden Ländern bezahlt. In Wahrheit müssen die amerikanischen Importeure die Abgabe entrichten, viele dürften die Zusatzkosten auf die Kunden überwälzen. Aber wenn in den USA die Fischburger teurer werden, stört das die Pinguine auf den Heard and McDonald Islands nicht.
Die Dreistigkeit von Donald Trump
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Sympathische Pinguine eignen sich auch bestens, um den rüpelhaften Stil des US-Präsidenten hervorzuheben. Unvergessen bleibt, wie sich Donald Trump über Wolodymyr Selenskyj lustig machte, als der ukrainische Präsident im Weissen Haus keinen Anzug trug. Es war der Auftakt zu einem diplomatischen Eklat vor laufenden Kameras. Ähnlich aggressiv geht der US-Präsident nun mit Zöllen gegen enge Partner wie die EU, Japan und die Schweiz vor. Genauso gegen die Pinguine im Indischen Ozean. Nun kursieren Memes von einem Pinguin im Oval Office, im Streit mit Trump und Vizepräsident J. D. Vance – obwohl das Tier im Frack gekommen ist.
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