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Elektromobilität in der EU
Deutschland und Frankreich wollen E-Lastwagen fördern

Der weltweit erste MAN eTruck fährt auf einer Strasse in Leipzig, umgeben von herbstlichen Bäumen. Der LKW, im Besitz von Dräxlmaier, transportiert Batterien emissionsfrei für den Porsche eMacan.
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Bei der Umstellung des Strassengüterverkehrs auf einen klimaneutralen Antrieb raten deutsche und französische Experten zu einer Konzentration auf batterieelektrische Lastzüge. Diese seien aufgrund ihrer Marktreife die zentrale Technologie, um schnell zu einem abgasfreien Strassengüterverkehr zu gelangen, empfehlen der deutsch-französische Rat der Wirtschaftsexperten (FGCEE) sowie der französische Rat für Wirtschaftsanalyse (CAE).

Bei anderen emissionsarmen Antriebstechniken wie Brennstoffzellen-Lkw und Oberleitungs-Hybrid-Lkw gebe es technische Hürden und eine mangelnde Marktreife. Diese Techniken sollten zwar weiterentwickelt werden, der Aufbau einer Infrastruktur für diese Alternativen mit öffentlicher Förderung sei im Moment aber nicht sinnvoll.

Länderübergreifendes Ladenetz

Stattdessen sollten die beiden EU-Schwergewichte Deutschland und Frankreich sich beim Ausbau der Lademöglichkeiten für E-Lastwagen abstimmen und diese gemeinsam vorantreiben. Dies könne Einfluss auf die EU-weite Strategie für einen abgasfreien Strassengüterverkehr haben und die Umstellung weg von Diesel-Lastzügen beschleunigen. Auch böte dies Herstellern und Flottenbetreibern die nötige Planungssicherheit für zukünftige Investitionen.

Aus Sicht des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) wäre es falsch, sich regulatorisch einseitig auf einzelne Technologien festzulegen. «Gerade beim Schwerlastverkehr wird die Brennstoffzellen-Technologie neben der Elektromobilität einen wichtigen Beitrag zum klimaneutralen Verkehr leisten können», sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. 

Mitarbeiter des chinesischen Elektro-Lkw-Startups Windrose arbeiten an einer Montagelinie für Elektro-Lkw in einer Fabrik in Suzhou, Provinz Jiangsu, China, aufgenommen am 18. November 2024. Chinesische Unternehmen stärken ihre Position im Elektrofahrzeugsektor.

«Unsere Branche ist in diesem Bereich führend», betonte sie. Einseitige Festlegungen schadeten der Industrie, der Wertschöpfung und somit auch den Arbeitsplätzen: «Für die Autoindustrie steht fest: Batterieelektrische Antriebe, flankiert von Wasserstoff – sowohl für den Einsatz in der Brennstoffzelle als auch im Wasserstoffmotor – sind zentral für den Weg zur Klimaneutralität.»

Kritik an CO₂-Grenzwerten in der Schweiz

In der Schweiz läuft derzeit eine Diskussion um die CO₂-Grenzwerte für die Autobranche. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) für das laufende Jahr von einem deutlichen Wachstum beu den Elektroautos aus.

Dafür sind laut Uvek gerade auch die von der Autobranche kritisierten strengeren CO₂-Grenzwerte verantwortlich. Ganz anderer Ansicht ist Auto-Schweiz: Der Branchenverband fordert den Bundesrat auf, die CO₂-Verordnung massiv zu entschärfen. Die darin enthaltenen strengeren Emissionszielwerte gelten seit Anfang Jahr und liegen im Schnitt 15 Prozent tiefer als im Vorjahr. Auto-Schweiz-Präsident Peter Grünenfelder zufolge sind die Ziele unerreichbar. Es drohten jährliche Sanktionen in dreistelliger Millionenhöhe und damit der Verlust von Stellen und Betriebsschliessungen, sagte Grünenfelder Anfang Februar dieser Redaktion.

DPA/oli