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Trattoria La Leonessa
Auf sieben Tellern durch Neapel

Eine Tagliata di Manzo, also ein geschnittenes Rinds-Ribeye, mit Rucola und Parmesansplitter ist nur ein Gang von vielen.
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Vor wenigen Wochen wurde die Trattoria La Leonessa im alten Wädenswiler Dorfkern eröffnet. Der Andrang auf den ehemaligen «Leue» scheint gross. An diesem Freitagabend sind die wenigen Tische im kleinen Restaurant alle besetzt. Eine Gruppe, die nicht reserviert hat, muss wieder gehen. Sie nimmt es gelassen.

Klein ist auch die Karte, wie in einer Trattoria üblich. Chefkoch Jon Gebru, der in Neapel aufgewachsen ist, will wenig Speisen anbieten, diese dafür gut machen, wie er erklärt. Auf der Karte befindet sich auch das Angebot einer Tavolata ab zwei Personen zum Teilen. Serviert werden einige Überraschungen, die der Chefkoch zusammenstellt. Auswählen können Gäste nur, ob sie die Menüs mit Fleisch, Fisch oder vegetarisch wollen. Wir entscheiden uns für die Fleischvariante. Für 60 Franken pro Person sind die Erwartungen gross. Der Hunger ist es allerdings auch.

Alles beginnt mit einem Nüsslisalat mit Kürbis und Ei. Dabei wird es aber nicht bleiben.

Es beginnt mit einigen Antipasti. Innert wenigen Minuten steht ein Nüsslisalat mit angebratenem Kürbis, Ei, und knusprigen Croûtons sowie zwei Bruschette auf dem Tisch. Ein Teller mit einer Portion Parmigiana stellt sich unter den Antipasti als das Highlight raus. Die mit Tomatensauce, Mozzarella und Parmesan überbackene Aubergine ist zart und geschmacksintensiv.

Die Aubergine wurde mit Tomatensauce, Parmesan und Mozzarella überbacken.

Es folgen die Primi Piatti und damit gleich eine «Spezialität des Chefs»: Ziti (röhrenförmige Teigwaren) mit geschmortem Rindfleisch. Die Pasta ist Millimeterarbeit, al dente par excellence. Das Fleisch zerfällt regelrecht auf der Gabel. Einzig der Salzgehalt ist etwas zu gut gemeint.

Eine der Spezialitäten des Küchenchefs: Ziti alla Genovese.

Es folgt nun, wenig überraschend, die Secondo Piatto: Eine riesige Tagliata di Manzo – also ein geschnittenes Ribeye-Steak – wird mit Rucola und Parmesan sowie Bratkartoffeln serviert. Die Garstufe des Fleisches ist perfekt, wenn man es noch etwas blutig mag.

Die Garstufe kann man sich nicht aussuchen. Wer das Fleisch nicht ganz durch mag, kommt bei diesem Ribeye aber auf seine Kosten.

Um satt zu werden, hätte dies eigentlich schon gereicht. Aber die hausgemachten Fleischbällchen mit Tomatensauce müsse man noch probieren, meint der Kellner. Die fünf kleinen Hacktätschli stellen sich als Glücksfall raus. Sie sind weich und passen wunderbar zur würzigen Tomatensauce.

Die italienische Tricolore auf einem Teller: Fleischbällchen mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum.

Eigentlich ist der Bauch unterdessen schon mehr als voll. Man hofft auf etwas Leichtes zum Dessert. Doch schon werden ein dickes Stück Schokoladentorte mit Rahm und Himbeeren sowie eine Tobleronemousse serviert.

Auch das noch: Ein feuchtes Stück Schokoladenkuchen mit Himbeeren und Rahm. Es ist zu gut, um es stehen zu lassen.

Der feuchte Kuchen und das caramellige Mousse sind denn leider auch zu gut, um es stehen zu lassen. Unter dem Motto «was Mousse, das muss» geht auch das noch runter. Den offerierten Limoncello nehmen wir mit letzter Kraft gerne an – vielleicht hilft er ja bei der Verdauung.

Trattoria La Leonessa, Türgass 16, Wädenswil. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag jeweils mittags und abends, am Samstag nur abends. Sonntag und Montag geschlossen. Weitere Informationen: www.laleonessa-waedi.ch.