Reaktionen zum MeistertitelKlopps Tränen und Menschenmassen beim Stadion
Liverpools Trainer widmet seinen grössten Erfolg den Clublegenden. Die Fans versammeln sich vor dem Stadion – Distanzregeln bleiben unbeachtet.
Der Gewinn der Meisterschaft war erst einige Minuten alt, da erschien Jürgen Klopp bereits zum ersten Video-Interview. Er wurde von seinen Gefühlen völlig überwältigt. «Was soll ich sagen, es ist ein unglaublicher Moment», sagte der Coach unter Tränen nach seinem historischen Triumph mit dem FC Liverpool. «Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so fühlen würde.» Er erfüllte den Fans ihren grössten Traum und holte die englische Meisterschaft nach 30 Jahren zurück nach Anfield.
Diesen Erfolg widmete er der 69-jährigen Clublegende Kenny Dalglish, der sich im April mit dem Coronavirus infiziert hatte, die Krankheit aber gut überstand: «Ich weiss, wie viel Kenny uns unterstützt hat. Du musstest 30 Jahre warten, bis dein Club wieder Meister wurde.»
Klopp widmete den Titel mit Steven Gerrard einer weiteren Vereinslegende. Der Trainer der Glasgow Rangers, gratulierte auf Instagram. «Unglaubliche Leistung einer fantastischen Mannschaft von Topspielern, angeführt von einem Weltklasse-Trainer», schrieb Gerrard. «Lasst die Party beginnen.»
Distanzregeln um das Stadion waren Fehlanzeige
Die Fans nahmen die Worte des ehemaligen Mittelfeldspielers ein wenig zu wörtlich. Die Euphorie an der Merseyside kannte keine Grenzen. Trotz Versammlungsverbots strömten am späten Donnerstagabend Tausende Fans zum Stadion in Anfield und feierten den ersten Titel seit 30 Jahren dicht gedrängt und mit Pyrotechnik.
Gesitteter zu und her ging es bei der Feier der Spieler. Klopp und sein Team hatten das Spiel von Manchester City bei Chelsea gemeinsam auf der Terrasse eines Hotels in Liverpool geschaut. «Wir sind in einer Blase», sagte Klopp. «Abgesehen von dieser Feier machen wir heute Abend nichts. Wir fahren zum Trainingsgelände und dann nach Hause, das ist alles.» Ein Spieler hielt die Momente nach dem Schlusspfiff in einem Video fest.
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Besonders schön ist der Titel für Trent Alexander-Arnold. Der 21-Jährige spielt bei Liverpool, seit er sechs Jahre alt ist. Eine seiner liebsten Kindheitserinnerungen sind die feiernden Liverpool-Spieler auf einem Bus nach dem Champions-League-Sieg in Istanbul 2005, der Umzug führte direkt vor seinem Elternhaus durch. Letzte Saison gewann er die Champions League und stand selbst auf dem Bus, nun darf er sich auch Premier-League-Sieger nennen. «Wir sind stolz, davon haben wir immer geträumt. Natürlich sind die Umstände nicht so, wie wir es uns vor einigen Monaten vorgestellt haben, aber beklagen werden wir uns nicht», sagte er. Sein Abwehrkollege Andy Robertson fügte an: «Wir sind alle wie Brüder und haben in Klopp eine Vaterfigur. Er zeigt uns die richtige Richtung.»
Auch Klopps Captain ist überwältigt
Das letzte Wort gehört Jordan Henderson. «Ein wenig überwältigt» sei er, sagte der Liverpooler Captain, der die Trophäe nach dem letzten Heimspiel der Saison, Mitte Juli gegen Chelsea, in die Höhe stemmen darf. «Ich freue mich so sehr für all die Jungs, für die Fans, den gesamten Club, die Stadt. Und ich bin einfach so stolz auf das, was wir erreicht haben.» Er gab auch gleich die Richtung vor, die der englische Meister in den verbleibenden sieben Spielen einschlagen will: «Wir wollen jedes einzelne Spiel gewinnen und die Saison mit der höchstmöglichen Punktezahl beenden. Wir werden alles geben – und nächste Saison wollen wir noch mehr.»
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