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Machtkampf in Georgien
Präsidentin legt Veto ein gegen umstrittenes Gesetz

epa10248948 Georgian President Salome Zourabichvili speaks at joint press-conference with Moldovan President Maia Sandu (not seen), during her official visit in Chisinau, Moldova, 17 October 2022.  EPA/DUMITRU DORU
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Nach der Verabschiedung des umstrittenen Gesetzes zu «ausländischer Einflussnahme» in Georgien hat Staatschefin Salome Surabischwili ihr Veto dagegen eingelegt. «Heute lege ich ein Veto ein (…) gegen das Gesetz, das im Wesen russisch ist und unserer Verfassung widerspricht», sagte die Präsidentin am Samstag in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung. Die regierungstreuen Abgeordneten im Parlament in Tiflis verfügen allerdings über eine ausreichende Mehrheit, um das Veto der Präsidentin zu überstimmen.

Am Dienstag hatte das georgische Parlament das umstrittene Gesetz verabschiedet. Demnach müssen sich Organisationen und Medien, die zu mindestens 20 Prozent aus dem Ausland finanziert werden, in der ehemaligen Sowjetrepublik künftig als Organe registrieren lassen, welche die «Interessen ausländischer Mächte verfolgen». Kritiker sehen darin Parallelen zum Gesetz gegen «ausländische Agenten» in Russland, das es den dortigen Behörden ermöglicht, massiv gegen kritische Medien und Organisationen vorzugehen.

Seit Wochen kommt es wegen des Gesetzes in Georgien zu Massenprotesten. Auch international hatte die Verabschiedung des Gesetzes Kritik ausgelöst. Die EU, die UNO und die Nato riefen die Regierung in Tiflis zum Kurswechsel auf.

Georgien ist seit Dezember offiziell EU-Beitrittskandidat. Mit dem neuen Gesetz ist eine europäische Zukunft für das Kaukasusland aber kaum vorstellbar.

SDA/nlu