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Die besten Schweizer Fotos

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Badefreuden am See
Dom Smaz – Mon Lac (L’Illustré)
Schweizer Geschichten, 2. Platz

Ein Unwetter zieht auf.

Die Fotoserie von Dom Smaz zeigt die schönsten Seiten des sommerlichen Genfersees, der zum Baden und zu vielen anderen Aktivitäten lädt. Die Bildreportage wurde von der Jury des Swiss Press Photo Awards in der Kategorie Schweizer Geschichten auf den 2. Platz gesetzt. Sie lobt: «Smaz’ Fotos unterstreichen die Sinnlichkeit des Badens und zeigen, wie der See uns formt, uns mit den Jahreszeiten verbindet. [...] Der See, dieser edle Liebhaber, umarmt all diese menschlichen Körper grosszügig und ohne Vorbehalte.»

Seiltanzen über dem See.
Sonnenbad am Genfersee.

Auf der Abwärtsspirale
Joël Hunn – Das Mädchen auf der Strasse (Das Magazin)
Porträt, 1. Platz

Draussen vor der Tür.

Alessia (Name geändert) ist jung, obdachlos und heroinsüchtig. Auf dem Land aufgewachsen, lebt sie seit drei Jahren in der Stadt Bern. Mobbing in der Schule, Krach mit dem Vater, selbstschädigendes Verhalten, stationäre Klinikaufenthalte... Alessias Lebensgeschichte ist eine einzige Abwärtsspirale. Anfang 2020 spritzt sie sich zum ersten Mal Heroin, das sie bisher «nur» geraucht hat. Die Bildreportage von Joël Hunn erschien im «Magazin» und bekam von der Jury des Swiss Press Photo Awards den ersten Platz in der Kategorie Porträt. Da sich die junge Frau nicht fotografieren lassen wollte, entschied sich Hunn zu einem assoziativen Porträt mit Reportagebildern, die Alessias Stimmungen indirekt einfangen und eine «gewisse Schwere» aufweisen, wie Hunn seine Bilder beschreibt.

Ein diffuser Vorhang legt sich über die Welt.
Blick hinaus in die dunkle Stadt.

Konzert in den Alpen
Anthony Anex – Tourné des Refuges Zermatt (Keystone-SDA, verschiedene Medien)
Alltag, 2. Platz

Aufstieg zur Gornergrathütte.

Die französische Musikgruppe «Tournée des Refuges» tritt im September am Zermatt Music Festival auf – in der Monte Rosa Hütte auf 2883 Metern über Meer. Auf der mehrstündigen Wanderung hinauf queren der Produktionsleiter und die vier Musiker mit ihren Instrumenten auf dem Rücken den Gornergletscher. «Tournée des Refuges» geht auf eine Initiative von Gaspard Panfiloff zurück, der seit 2013 mit seiner Band Wandertouren in Frankreich, Italien, der Schweiz, aber auch in Israel und La Réunion organisiert, um Konzerte ausserhalb der Städte zu organisieren und Kunst und körperliche Anstrengung zu verbinden. Der Berner Fotograf Anthony Anex begleitet die Gruppe bei ihrer Wanderung über den Gornergletscher. Seine Reportage wurde mit dem 2. Platz in der Kategorie Alltag ausgezeichnet.

Die Monte Rosa-Hütte liegt 2883 M.ü.M. und ist mit einer Fotovoltaik-Anlage ausgerüstet.
Konzert für Alpinisten zwischen den Holzbalken des Essraums.

Die Hoffnung stirbt zuletzt 
Niels Ackermann – New York, Ukraine (T Magazine, Le Matin Dimanche, 24Heures, Migros Magazin)
Ausland, 3. Platz

Die Simpsons warten auf den Schulbus.

Am 1. Juli 2021 erhielt Nowhorodske seinen historischen Namen zurück: Nju Jork nannten deutsche Siedler ursprünglich den Ort, den sie 1892 gegründet hatten. 1951 erhielt die kleine Stadt den Namen Nowhorodsk, was letztes Jahr rückgängig gemacht wurde. Mit der amerikanischen Metropole hat die Siedlung im Oblast Donezk im Osten der Ukraine indes wenig gemein. Nur gerade vier Kilometer von der Frontlinie zu den von den Separatisten beherrschten Gebieten entfernt, versuchten die Menschen in der Kleinstadt nach acht Jahren Krieg und trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage, die Hoffnung nicht zu verlieren. Die Reportage von Niels Ackermann entstand Mitte letzten Jahres und wurde von der Jury des Swiss Press Photo Award mit dem 3. Platz in der Kategorie Ausland ausgezeichnet.

Showtime in Rosa und Blau.
Soldaten tarnen ihren Lastwagen.

Nackter Protest 
Nora Rupp – Cabanes des possibles (Wochenzeitung WOZ)
Aktualität, 2. Platz

Die Besetzer verstehen ihren Protest gegen Lafarge-Holcim als einen Kampf für das Leben.

Im Oktober 2020 besetzen Klimaaktivistinnen und -aktivisten den Mormont im Kanton Waadt. Auf dem Hügel errichten sie die erste «Zone à défendre» (ZAD) der Schweiz. Ihr Protest richtet sich gegen den Zementproduzenten Lafarge-Holcim, der hier, wo seltene Orchideen blühen und archäologische Stätten zu finden sind, einen Steinbruch betreibt – und ausbauen will. Die Besetzung endet im März 2021, als nach einer juristischen Auseinandersetzung und trotz politischer Vermittlungsversuche die Polizei das Lager räumt. Die Lausanner Fotografin Nora Rupp, die sich als Teil der Protestbewegung versteht, erhält für ihre Reportage in der Wettbewerbskategorie Aktualität den 2. Platz.

Baumhaus für Langzeit-Besetzer.
Skulpturen aus dem Ton, den Lafarge-Holcim auf dem Mormont abbaut.

Stumpen machen Männer
Sasi Subramaniam – Rauchende Tradition (Glarner Nachrichten)
Schweizer Geschichten, 3. Platz

Kleiner Mann, was nun? Oder: Die nächste Runde geht an mich!

Dies ist keine Propaganda für die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Ta- bakwerbung» (Abstimmung im Februar 2022), sondern eine Fotoreportage von der kantonalen Viehschau in Appenzell vom Oktober 2021. Hier auf dem Brauereiplatz ist es Tradition, dass nicht nur Erwachsene rauchen, sondern auch Kinder einen Zigarillo oder eine brennende «Krumme» im Mundwinkel haben. Sasi Subramaniam hat für seine Porträtserie den 3. Platz in der Kategorie Schweizer Geschichten erhalten.

Nicht ohne meine Pfeife.
Zum Zigarillo noch ein «Gnägi»-Leibchen, wie die Shirts der Schweizer Armee genannt werden.

Vogelperspektive
Valentin Flauraud – Va jouer dehors (Le Temps)
Sport, 2. Platz

Basketball als Schattenspiel in Lausanne.

«Geh und spiele draussen!» So lautet eine beliebte Aufforderung von Eltern an ihre Kinder. Doch wo kann man sich im urbanen Umfeld sportlich betätigen? Fotos, die für eine Artikelserie in «Le Temps» aus der Luft aufgenommen wurden, zeigen es: Menschen, die in Lausanne Basketball spielen, in Portalban Kitesurfen oder sich im Skatepark in Genf austoben. Valentin Flauraud erhielt für diese Bilder den 2. Preis in der Kategorie Sport.

Flugbereit: Kitesurfer in Delley-Portalban im Kanton Freiburg.
Ein ganzer Park für einen Skater. 

Flüchtlingselend
Klaus Petrus – Spuren der Flucht (Das Lamm)
Ausland, 1. Platz

Versteck in einem verfallenen Getreidehaus.

Klaus Petrus dokumentiert seit 2016 Fluchtrouten durch den Balkan. Dabei stellt er fest, dass die Gewalt der Grenzpolizei gegen Migrantinnen und Migranten omnipräsent ist. Die Flüchtlinge müssen sich immer wieder verstecken, gefährliche Wege einschlagen und sind teilweise gezwungen, jahrelang in feindlichem Gebiet zu überleben. Klaus Petrus hat mit seiner Reportage in der Kategorie Ausland den ersten Platz gewonnen. 

Baltan, der sich seit zwei Jahren auf der Flucht befindet, und Milan (rechts) sind Freunde geworden.
Eine iranische Familie überquert eine Staatsgrenze auf eigene Faust.