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Unwetter setzten Vogelwelt zu
Vogelwarte Sempach rettet nach Hagelstürmen verletzte Weissstörche

Diese beiden Störche wurden von der Pflegestation erfolgreich aufgepäppelt.
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Nach den heftigen Hagelstürmen der vergangenen Wochen sind in der Pflegestation der Vogelwarte Sempach mehrere verletzte Weissstörche abgegeben worden. Das Pflegeteam päppelte die Störche auf, konnte aber nicht alle retten.

Seit Anfang Juli wurden der Pflegestation der Vogelwarte Sempach insgesamt acht durch Hagel verletzte Weissstörche der Pflegestation abgegeben, wie Martina Schybli, Mediensprecherin der Vogelwarte, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die Hagelkörner verletzten die Störche am Kopf oder an den Flügeln.

Vier der abgegebenen Störche waren laut Schybli so schwer verletzt, dass sie erlöst werden mussten. Die anderen vier Störche hätten sich gut erholt und konnten nach erfolgreicher Pflege inzwischen wieder freigelassen werden. Störche sind bei Gewittern besonders gefährdet, weil ihre Horte exponiert sind. Die verletzten Störche stammten aus Sempach, Wauwil und aus dem Luzerner Seetal.

Die Hagelstürme aber setzten nicht nur den Weissstörchen zu – auch die Graureiher beim Besucherzentrum der Vogelwarte waren teilweise vom intensiven Hagel betroffen. Ein Teil der Jungvögel starb, sagte Schybli. Der Pflegestation wurden auch mehrere verletzte Krähen, Amseln und Mäusebussarde abgegeben.

«Verletzte Wildvögel sind ein Fall für eine Pflegestation», sagte Schybli. Grosse Vögel könnten allerdings sehr wehrhaft sein. Findet man einen verletzten Weissstorch, so soll man die Wildhut oder die Polizei kontaktieren, damit diese den Vogel fachkundig einfangen und ihn in eine Pflegestation bringen kann. Auch die Vogelwarte berät, wie vorgegangen werden soll. Kleinvögel kann man selbst in eine Pflegestation bringen.

SDA/anf