Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Russische Hackergruppe verdächtigt
Nach Cyberangriff: Britische Kliniken brauchen dringend Blutspenden

An employee controls the blood of a female voluntary blood donator who lies on a stretcher in the blood transfusion center of the Swiss Red Cross in Berne, Switzerland, and donates blood, pictured on April 30, 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine Mitarbeiterin des Blutspendedienst des Rotes Kreuzes in Bern, Schweiz, kontrolliert am 30. April 2008 das Blut einer Frau, die auf einer Bahre liegt und Blut spendet. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.
BotTalk

Der britische Gesundheitsdienst NHS bittet nach einer Cyberattacke auf mehrere Krankenhäuser dringend um Blutspenden. Der Angriff, hinter dem eine russische Hackergruppe stecken soll, führe dazu, dass die Blutgruppe von Patienten nicht so schnell wie gewohnt getestet werden könne, hiess es in einer Mitteilung am Montag. 

Der NHS rief daher dringend zu Spenden der Blutgruppen 0 negativ und 0 positiv auf. Menschen mit der Blutgruppe 0 negativ gelten als sogenannte Universalspender. Ihr Blut kann allen Patienten verabreicht werden und ist daher gerade bei Notfällen gefragt, wenn keine Zeit ist, um einen Test durchzuführen. 0 positiv ist die am häufigsten auftretende Blutgruppe und daher ebenfalls begehrt.

«Patientensicherheit ist unsere absolute Priorität. Wenn Krankenhäuser die Blutgruppe eines Patienten nicht kennen oder nicht zur Verfügung haben, ist es sicher, Blut der Gruppe 0 zu verwenden», sagte der medizinische Direktor des Blutspendediensts NHSBT, Gail Miflin.

Hacker sollen es auf Geld abgesehen haben

Der Cyberattacke mit einer Ransomware in der vergangenen Woche betrifft mehrere grosse Krankenhäuser in London, darunter das King’s College Hospital, das St. Thomas’ Hospital und das Evelina London Children’s Hospital. Konkret wurde der Dienstleister Synnovis angegriffen, der für die Krankenhäuser Laboruntersuchungen durchführt.

Hinter dem Angriff soll Behörden zufolge die russische Hackergruppe Qilin stecken, die es auf Geld abgesehen haben soll. Bei Angriffen mit sogenannter Ransomware werden Daten verschlüsselt, für deren Freigabe ein Lösegeld gefordert wird.

DPA/lop