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Präsidentenwahl in Frankreich
Kaufkraft ist Hauptthema – vor Gesundheit und Umwelt

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Auf Rang drei: Jean-Luc Mélenchon von der linkspopulistischen Partei La France insoumise, hier während einer Wahlveranstaltung in Marseille. (27. März 2022)
Laut Umfragen auf Rang eins: Amtsinhaber Emmanuel Macron von der liberal-konservativen Partei La République en Marche, hier während einer Wahlveranstaltung in Dijon. (28. März 2022)
Auf Rang zwei: Marine Le Pen von der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National, hier während einer Wahlveranstaltung auf der Karibikinsel Guadeloupe. (27. März 2022)
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Bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich in knapp zwei Wochen ist die Kaufkraft das überragende Thema für die meisten Wählerinnen und Wähler. Für 58 Prozent von ihnen gehört das Thema zu den drei wichtigsten, teilte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos am Montag in Paris mit. Auf Platz zwei folgt das Gesundheitssystem (27 Prozent) und auf Platz drei die Umwelt (25 Prozent), danach kommen die Immigration und die Rente (je 24 Prozent), der Ukraine-Krieg (23 Prozent) und soziale Ungleichheit (19 Prozent). Nur für acht Prozent der Befragten spielt die Corona-Pandemie noch eine grössere Rolle, auch die Arbeitslosigkeit (neun Prozent) interessiert angesichts der wiederanziehenden Wirtschaft in Frankreich nur mässig.

Für die Wahl zeichnet sich unterdessen ein geringeres Interesse als für den Präsidentschaftsentscheid vor fünf Jahren ab. 75 Prozent äusserten sich laut Ipsos interessiert, 18 Prozent mässig interessiert und 7 Prozent nicht interessiert. Das Interesse liegt damit um vier Prozentpunkte unter dem zum gleichen Zeitpunkt vor der Wahl 2017.

Ukraine-Krieg lenkt von Kampagnen ab

Die hauptsächlich genannten Gründe für fehlendes Interesse sind der Eindruck «seit Langem immer dasselbe zu hören» (41 Prozent), der Ukraine-Krieg, der es schwierig macht, sich für die Kampagne zu interessieren (26 Prozent) sowie fehlende Spannung und ein erwartbarer Wahlausgang (22 Prozent). Mit jeweils 21 Prozent ausserdem genannt werden ein polemischer, aggressiver Wahlkampf sowie Themen abseits der eigenen Lebenswirklichkeit – «die Kandidaten reden nicht genug über die Themen, die uns beschäftigen».

Aus dem begrenzten Interesse leiten die Meinungsforscher eine geringere Wahlbeteiligung beim ersten Wahlgang ab als vor fünf Jahren, als diese bei 77,7 Prozent lag. Möglicherweise wird sie nur auf dem Niveau der bislang niedrigsten Wahlbeteiligung von 2002 liegen – damals betrug sie 72 Prozent.

Was den Ausgang des ersten Wahlgangs am 10. April angeht, bestätigen die Ipsos-Daten die jüngsten anderen Umfragen. Auf Rang eins rangiert Amtsinhaber Emmanuel Macron (28 Prozent), gefolgt von der Rechten Marine Le Pen (17,5 Prozent) und dem Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon (14 Prozent). Der Rechtsextreme Éric Zemmour liegt laut Ipsos auf Platz vier (11,5 Prozent), danach kommen die Konservative Valérie Pécresse (10 Prozent), der Grüne Yannick Jadot (7 Prozent), der Kommunist Fabien Roussel (3,5 Prozent) und die Sozialistin Anne Hidalgo (2 Prozent).

SDA/oli