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iPad Mini mit A17 Pro im Test
Apples Mini-Dilemma

Kein anderes iPad wird so gemütlich aktualisiert wie das iPad Mini.
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In Kürze:
  • Das iPad Mini bleibt ein Nischenprodukt mit leichter Verbesserung zur Vorgängerversion.
  • Primärer Unterschied ist der A17-Pro-Prozessor, der Apple Intelligence ermöglicht.
  • Der neue Bildschirm hat den Jelly-Effekt der Vorgängerversion reduziert.
  • Es ist ausserdem mehr Speicherplatz verfügbar, jedoch ist der neue Apple Pencil Pro erforderlich.

Bei keinem anderen Apple-Gerät prallen so unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche aufeinander wie beim iPad Mini. Auf der einen Seite sind jeweils die Technikfans, die sich einen kleinen Wundercomputer mit dem Neusten vom Neuen und Besten vom Besten an Technik wünschen.

Auf der anderen Seite die Firmenkunden, die einfach einen kleinen und möglichst günstigen Computer wollen. Etwa um eine Lagerhalle zu managen oder um in einem Restaurant Bestellungen aufzunehmen.

Keine Revolution, aber besser

Am Ende sind mit dem iPad Mini immer alle ein bisschen unzufrieden. Als 2012 das erste Mini vorgestellt wurde, war es zwar günstiger als das normale iPad, aber halt auch nicht ganz so gut. Im Verlauf der Jahre und Versionen wurde es besser und teurer und teurer.

Heute kostet das iPad Mini (ab 500 Franken) mehr als das grössere iPad (ab 350 Franken) und kann fast so viel wie das etwas teurere iPad Air (ab 600 Franken) – aber dann doch nicht so viel wie ein iPad Pro (ab 1000 Franken).

In der neusten Ausführung ist das iPad Mini kein revolutionäres Gerät. Es ist und bleibt ein Mini. Es ist aber in entscheidenden Bereichen besser als der Vorgänger von 2021.

Prozessor – bereit für KI

Die spannendste Neuerung ist der A17-Pro-Prozessor. Der steckte letztes Jahr noch im iPhone 15 Pro. Im iPad Mini kommt der Prozessor (mit einem Grafik-Kern weniger, was aber nur Prozessor-Profis interessiert) nun erneut zum Einsatz. Die Vermutung liegt auf der Hand, dass Apple hier die überzähligen Prozessoren vom letztjährigen iPhone noch verwertet. Das ist betriebswirtschaftlich schlau und bietet mehr als genug Leistung für nahezu alle Anwendungen. Der entscheidende Grund für diesen Prozessor: Er kann Apple Intelligence. Damit ist das iPad Mini aktuell das günstigste Gerät im Apple-Sortiment, das für die künstliche Intelligenz parat ist.

Bildschirm – ohne Jelly-Effekt

Beim Bildschirm des iPad Mini von 2021 beklagten sich manche Leute über den sogenannten Jelly-Effekt. Wenn man schnell durch lange Listen wischte, war die linke Hälfte des Bildschirms etwas schneller als die rechte, was zu einem Schwabbeleffekt führte. Mit speziellen Test-Websites kann man den Effekt besser sichtbar machen.

Mit solchen Tests sieht man Jelly Scrolling. Allerdings nicht auf Fotos. Links das neue rechts das etwas ältere iPad Mini.

Selbst wäre mir das beim iPad Mini von 2021 nicht aufgefallen, aber wenn ich mich darauf konzentriere, sehe ich es inzwischen tatsächlich auch. Beim neuen iPad Mini konnte ich den Effekt nicht mehr sehen. Auch wenn Apple nichts dazu sagt, war ihnen die schlechte Presse um den Jelly-Effekt hoffentlich peinlich, sodass sie das Display stillschweigend verbessert haben.

Speicher – Upgrade für User

Löblich, das neue Mini startet nun mit 128 GB Speicherplatz. Dazu gibts noch 256 und 512 GB. Das ist zeitgemäss und freut Privatanwender. Firmenkunden dürften dagegen einer günstigeren Option mit weniger Speicher nachtrauern, da sie meist nur eine App (wenn überhaupt) nutzen.

Stift – Augen auf beim Stiftkauf!

Wie schon das neue iPad Air und Pro braucht nun auch das Mini den neuen Apple Pencil Pro. Der ist in der Bedienung und den Funktionen dem Pencil 2 noch mal deutlich überlegen. Aber natürlich ist es frustrierend, dass man Pencil 2 mit dem Mini nicht weiter nutzen kann. Also Augen auf beim Stiftkauf!

Insgesamt handelt es sich beim neuen Mini um eine kleine, aber löbliche Verbesserung. Optisch ist es vom Vorgänger nicht zu unterscheiden, abgesehen von den Farben und dem Schriftzug. Spektakuläre Neuerungen wie dünnere Ränder, bessere Display-Technologien, Wasserdichtigkeit, Gesichtserkennung, Telefonfunktionen oder leistungsfähigere M-Prozessoren gibt es nicht.

Da das Design gleich geblieben ist, passen auch die Hüllen vom Vorgänger-iPad.

So gesehen werden auch beim neuen iPad Mini wieder alle ein bisschen enttäuscht sein. Aber eben nur ein bisschen. Denn anders als das iPhone Mini gibt es das iPad Mini weiterhin.

Bei den Smartphones findet man bei Apple und der Konkurrenz heute praktisch keine kleinen Geräte mehr. So gesehen muss man froh sein, dass Apple am Mini-Tablet festhält. Auch wenn es wohl nie das Wunder-Mini-Tablet werden wird. Dazu ist der Markt einfach zu klein.

Fazit

Das neue iPad Mini ist ein bisschen besser als der Vorgänger. Wer aber noch den Vorgänger oder den Vorvorgänger hat, dürfte kaum in Versuchung kommen, ein neues Mini zu kaufen. Man braucht sich aber auch nicht zu sorgen, dass Apple das Mini aus dem Sortiment wirft. Es dürfte uns nun sicher ein paar weitere Jahre erhalten bleiben. Mindestens bis Apple ein Falt-iPhone oder Falt-iPad lanciert.