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Video

Heygen im Test
Sprach-KI: Und schon kann ich Chinesisch

Ein KI-Hype jagt den nächsten. Was vor einer Woche noch faszinierend war, sieht nach ein paar Tagen schon wieder alt aus, weil ein anderes Unternehmen eine noch beeindruckendere Anwendung aus dem Hut zaubert.

Es herrscht Goldgräberstimmung in der Branche, und jeder versucht jeden zu übertrumpfen. Im Kern liegen all diesen neuen Tools zwei Entwicklungen zugrunde: Wir haben nun ausreichend Rechenleistung und Software, um enorme Datensätze oder eben auch Videos zu durchforsten, zu analysieren und auszuwerten.

Synchronsprecher aus dem Internet

Genau darauf basiert auch der Hype der Stunde: Heygens Videoübersetzer. Statt einen Text bei Deepl zur Übersetzung hochzuladen, kann man bei Heygen ein komplettes Video hochladen.

Das Tool macht dann drei Sachen: Es übersetzt, imitiert die Stimme in der neuen Sprache und passt die Mundbewegungen an.

Im ersten Test sind die Ergebnisse erstaunlich. Wenn man sich selbst plötzlich Sprachen sprechen hört und sieht, die man nicht ansatzweise kann, ist das unbestritten faszinierend.

Noch spannender ist es aber, wenn man sich eine Sprache sprechen sieht, die man zwar kann, aber nicht sehr gut. In meinem Fall ist das Französisch. So gut wie mit Heygen habe ich in meinem Leben nie Französisch gesprochen.

Unsichtbare Finger

Aber klar, die Illusion ist nicht perfekt. Wenn die Hände beim Gestikulieren zu nah ans Gesicht kommen, gerät die Software in Schwierigkeiten und Finger können kurz unsichtbar werden.

Auch ist die eigene Gestik dann nicht immer perfekt auf den Inhalt abgestimmt, weil die Software nur auf Mund und nicht Handbewegungen achtet.

Dennoch braucht es wenig Fantasie, um sich nun eine Zukunft vorzustellen, in der Filme künftig per Software und nicht mit professionellen Sprechern synchronisiert werden.

Gratis ist das Tool übrigens nicht. Es gibt verschiedene Abo-Modelle. Aber einen 30-Sekunden-Clip kann man bei der Erstanmeldung für einen ersten Gratistestlauf nutzen.