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Meinung

Gastrokolumne
Hier brät man sein Fleisch gleich selbst

Das Rinderfilet wird vom Kèchenteam der Villa Sunneschy nur sehr kurz angebraten und muss dann vom Gast auf dem heissen Stein zu Ende gebraten werden.
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Es zischt und raucht ganz leicht, als ich mein Filet auf die glatte marmorierte Fläche neben dem Teller lege. In der Villa Sunneschy in Stäfa ist selbst Braten angesagt. Zumindest bei mir, denn ich entscheide mich an diesem Abend für ein Rindsfilet auf dem heissen Stein. «Hormonfrei» und aus den USA, wie die Karte verrät.

Die Garstufe meines Rindsfilets kann ich also kaum kritisieren. Nur so viel: Für «medium rare» ist mehr Geduld erforderlich als gedacht. Das Fleisch ist saftig, aber ich hätte es noch ein wenig zarter erwartet. Ob es an der Grillmeisterin oder an der Qualität liegt? Mit schön knusprigen und geschmacksintensiven Trüffel-Fries sowie Chimichurri, Trüffel- und Kräuterbutter kostet das Gericht 52 Franken. Dazu gönne ich mir mit dem Grillgemüse eine zusätzliche Beilage (9.50 Franken) bestehend aus Aubergine, Peperoni und Zucchini.

Die Tagliatelle werden mit Trüffel und Cherry-Tomaten serviert.

Meine Begleitung hat Tagliatelle mit Trüffel und Cherrytomaten geordert. Der schwarze Trüffel ist hauchdünn gehobelt und die Pasta wird in einem sämigen Rahmsösschen kredenzt (34.50 Franken). Doch das Highlight bekommen wir schon zu Beginn unseres Essens serviert, eine Karotten-Mango-Suppe (14.50 Franken). Die Konsistenz ist geradezu samtig, die Aromen intensiv, ohne dass eine der beiden Zutaten dominiert: ein wahrer Suppentraum.

Dieser Salat mit Himbeervinaigrette vereinigt zahlreiche Wildkräuter.

Knackig mit zahlreichen Geschmacksrichtungen fällt die zweite Vorspeise aus, ein Wildkräutersalat mit Himbeervinaigrette. Die Sauce ist dabei leider etwas zu essiglastig. Nicht helfen kann uns die Kellnerin bei der Frage, um welche Kräuter es sich handelt. Fenchelkraut und Spinat erkennen wir so, während sich Schafgarbe und Malve per App identifizieren lassen.

Die Villa Sunneschy liegt nahe am Seeufer im Kehlhof.

Sehr süss und sehr fein präsentiert sich das Dessert: Cheesecake-Creme mit Passionsfrucht, Cookie Crumble und Saisonfrüchten, in diesem Fall Beeren (14.50 Franken). Einzig das Cookie Crumble suchen wir vergebens unter den Cremebergen. Ein grosser Pluspunkt der Villa Sunneschy ist die Lage am Kehlhof mit einem wunderbaren Blick auf den See. Dank eines ausgezeichneten alkoholfreien Hugos (10.50 Franken) kommt da bei uns der Sommer zurück.

Villa Sunneschy, Seestrasse 156, Stäfa. Geöffnet von Dienstag bis Samstag von 9 bis 22 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr. Mehr Infos: www.sunneschy-villa.ch