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Ende einer Ära
Thomas Müller und FC Bayern trennen sich im Sommer

Thomas Müller von Bayern München feiert nach dem Bundesliga-Spiel gegen FC Augsburg in Augsburg am 4. April 2025.
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Die unglaubliche Erfolgsgeschichte von Thomas Müller und dem FC Bayern München endet in diesem Sommer. Der 35-Jährige und die Münchner verlängern den am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht, wie der Fussball-Weltmeister von 2014 in den sozialen Medien mitteilte. Wo Müller seinen weiteren Weg sieht, ist die spannende Frage. Möglicherweise reizt ihn ein Fussball-Abenteuer ausserhalb Bayerns, hier und da wurde über ein Engagement in den USA spekuliert.

Nach fast einem Vierteljahrhundert ist nach der Saison aber erst mal die einzigartige Profi-Laufbahn beim FC Bayern zu Ende. Müller ist seit dem 1. Juli 2000 beim FC Bayern – solch eine lange Zeit ist auf diesem Level eine Rarität. Die grossen Erfolge machen Müller zudem zu einem der erfolgreichsten deutschen Fussballer überhaupt.

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Trennung entspricht nicht Müllers «persönlichen Wünschen»

Der FC Bayern habe sich bewusst dafür entschieden, ihm keinen neuen Vertrag für die kommende Saison zu geben, erklärte der zweimalige Triple-Gewinner Müller. «Auch wenn dies nicht meinen persönlichen Wünschen entsprach, ist es wichtig, dass der Verein seinen Überzeugungen folgt. Ich respektiere diesen Schritt, den sich Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt nicht leicht gemacht haben.»

Müller war bei den Münchnern zuletzt meist nur noch als Einwechselspieler eingesetzt worden. Trotzdem wäre er gerne im Team des deutschen Rekordmeisters geblieben. «Auch nach all den Jahren habe ich, ungeachtet meiner Spielminuten, immer noch sehr viel Spass, mit den Jungs zusammen auf dem Platz zu stehen und gemeinsam für unsere Farben um Titel zu kämpfen. Diese Rolle hätte ich mir auch im nächsten Jahr gut vorstellen können.»

FC Bayern erklärt Müller-Aus mit Kaderplanung

Der FC Bayern München hat die Trennung von Thomas Müller im Sommer mit der Kaderplanung begründet und zugleich ein eigenes Abschiedsspiel für den 35-Jährigen angekündigt. Seine letzten Pflichtspiele für die Münchner werde der Weltmeister von 2014 bei der im Sommer stattfindenden Club-WM in den USA bestreiten, hiess es vom Verein.

Der deutsche Fussball-Rekordmeister wolle den Fokus auf die Zukunft richten, erklärte Sportvorstand Max Eberl die Entscheidung, die dem FC Bayern nicht leichtgefallen sei. «Die Gespräche, die wir mit Thomas geführt haben, verliefen von beiden Seiten offen und transparent.»

Bayern-Verantwortliche würdigen Müller

«Niemand gewann mehr deutsche Meisterschaften, und bisher 33 Titel sprechen Bände. Er reiht sich in die Riege der herausragendsten Persönlichkeiten des FC Bayern ein», würdigte Bayern-Präsident Herbert Hainer den Offensivspieler.

Mit der Trennung von Müller endet bei den Münchnern eine Ära. «Einen wie ihn wird es nie wieder geben, keine Frage, und er hat den FC Bayern von klein auf verinnerlicht. Diese Entscheidung war extrem schwer, das kann jeder nachvollziehen», sagte Sportdirektor Christoph Freund.

Rekorde, Rekorde, Rekorde

Nach den Vertragsverlängerungen mit Jamal Musiala, Joshua Kimmich, Alphonso Davies und Manuel Neuer heisst es für die Münchner Fans, Abschied von einem der grössten Stars der Vereinsgeschichte zu nehmen. Müller spielte ausser für den FC Bayern nur als Kind für den TSV Pähl. Mehr FC Bayern geht in einer Profikarriere nicht.

Ellenlang ist die Liste seiner Rekordzahlen. Der Weltmeister von 2014 ist nicht nur eine Club-, sondern auch eine Bundesliga-Legende. Müller ist der erste Spieler, der 350 Bundesliga-Siege bejubelt hat.

Durch seine weit über 700 Pflichtspiele für den FC Bayern ist er der Rekordspieler des Clubs. Zwölf deutsche Meisterschaften und sechs Pokalsiege sind hinter den zwei Champions-League-Triumphen besondere Titel-Marken für den so selten verletzt fehlenden Publikumsliebling. Eine solche Erfolgsstory hätte sicher niemand bei der ersten Einwechslung im Jahr 2008 mit 18 Jahren durch Jürgen Klinsmann erwartet.

Müller soll über Karriere hinaus im Verein bleiben

Lange hatte sich eine Vertragsverlängerung von Müller angebahnt, zuletzt mehrten sich aber die Anzeichen, dass die Karriere bei Bayern im Sommer vorbei sein könnte. Im Gegensatz zu seinem langjährigen Weggefährten gibt es kein weiteres Jahr bei seinem Herzensclub. Sportvorstand Max Eberl hatte zuvor erklärt, dass die Club-Ikone praktisch selbst über seine Zukunft entscheidet.

Der FC Bayern hofft, auf den 131-maligen Nationalspieler über das Karriereende hinaus bauen zu können. Seine Laufbahn könnte Müller nun woanders fortsetzen. Ein neuer Club in der Bundesliga kann ausgeschlossen werden. Ob ihn das Ausland reizt? Hin und wieder wurde über einen Wechsel in die USA spekuliert.

Müller ist aber erst mal auf seine weiteren sportlichen Ziele fokussiert. Eine herausragende Bedeutung hätte für ihn das zweite Finale am 31. Mai dieses Jahres. Vor 13 Jahren hatte er mit dem FC Bayern dramatisch gegen den FC Chelsea verloren.

DPA/nic