AboBayern-Stürmer Thomas Müller«Wenn das Wort ‹vegan› auftaucht, legen einige erst mal die Ohren an»
Der Fussball-Weltmeister über die deutsche Esskultur, gesunde Ernährung und die neue Art, Tore zu schiessen.

Die Nebenräume eines Kaufhauses in der Münchner Innenstadt, der Blick fällt auf den Viktualienmarkt mit seinen Obst-, Käse- und Wurstständen. Thomas Müller hat gerade einen Werbedreh abgeschlossen, für ein Start-up, für das er auch als Investor tätig ist: Greenforce, einen Produzenten veganer Lebensmittel. Müller, 33, steckt sein Geld jetzt also in veganes Rührei, veganes Hack und vegane Weisswürste – und das als Ur-Bayer im Kader des vom Metzgersohn und Wurstmagnaten Uli Hoeness erfundenen FC Bayern München. Das legt ein Gespräch über bewusste Ernährung nahe – und darüber, wie weit sich die Bayern-Offensive, die seit Sommer ohne Robert Lewandowski auskommen muss, bereits gefunden hat.