Dreister DiebVorhang half in der Not
Ein 20-Jähriger wurde in Horgen zum Dieb, nachdem er sich verletzt hatte. Sein Problem hätte er anders lösen können.

Nicht alle Tage wird ein Vorhang als Diebesgut gemeldet. Die Besitzer eines Hauses in Horgen werden ebenfalls nicht schlecht gestaunt haben, als die Textilie plötzlich nicht mehr vor dem Fenster hing.
Der Grund für den Diebstahl des Vorhangs im Wert von 100 Franken ist ebenso ungewöhnlich wie das Diebesgut selbst. Wie aus einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis hervorgeht, hielt sich im September um ca. 23.30 Uhr ein stark alkoholisierter 20-Jähriger vor der Liegenschaft in Horgen auf. Seine Begleitperson schubste ihn so, dass er gegen eine Fensterscheibe der Liegenschaft prallte. Dieser Aufprall war so heftig, dass die Scheibe zersplitterte und der junge Mann sich an der Hand verletzte.
Weil der Beschuldigte wohl stark blutete, griff er durch die kaputte Fensterscheibe, riss den Vorhang herunter und nutzte ihn als Verband. Anschliessend entfernte sich der 20-Jährige von dem Gebäude.
Offensichtlich kam er nicht weit, denn für den Diebstahl und weil er kurz zuvor einen Joint geraucht hatte, wurde er mit einer Busse von 500 Franken bestraft. Ein Eintrag im Strafregister bleibt ihm erspart.
Vielleicht kommt er das nächste Mal auf die Idee, ein eigenes Kleidungsstück als Verband zu verwenden, statt den Vorhang fremder Personen zu stehlen.
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