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Wirtschaft zur Burg in Meilen
Eine himmlische Suusercreme zum Abschluss

Das 350-jährige Riegelhaus oberhalb von Meilen mit der Wirtschaft zur Burg.
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Am See unten in Meilen hüllt dichter Nebel die Landschaft ein. Doch schon eine kurze Autofahrt später taucht die Sonne den oberhalb von Meilen gelegenen Weiler Burg in ein herbstliches Licht. Die dunkelgelben Weinrebenblätter ranken sich wie gemalt an der Fassade des über dreihundertjährigen roten Riegelhauses entlang – schon die Ankunft bei der Wirtschaft zur Burg in Meilen lässt einen durchatmen.

Drinnen ist in drei gemütlichen holzgetäferten Stuben mit grünen Kachelöfen weiss aufgedeckt. Die Stuben sind gut besucht an diesem Mittag zum «Burg-Lunch», wie das Lokal sein Mittagsmenü bezeichnet.

Das gratinierte Markbein wird als halbierter Knochen serviert.

Meine Begleitung entscheidet sich gleich sehr erfreut für gratiniertes Markbein (22 Franken) zur Vorspeise. Ein Klassiker, der wieder öfter in den Menükarten erscheint. Ich wähle die Pilzcremesuppe (Teil des 2-Gang-Menüs für 58 Franken).

Das gratinierte Markbein erfüllt alle Erwartungen. Es ist butterweich und fein gewürzt. Die Pilzcremesuppe wird aus einem Krug in den Suppenteller gegossen – eine schöne Art, die Suppe zu servieren. Sie ist geschmacklich perfekt, und die aussen knusprigen und innen weichen Croutons machen sie besonders.

Bis zu den Hauptgängen dauert es etwas lange. Wenig Zeit sollte man für den «Burg-Lunch» nicht mitbringen. Dafür ist die Atmosphäre in dem historischen Haus mit Blick auf die nebenan in der Sonne weidenden Rinder angenehm entschleunigend.

Die Kartoffelknödel haben eine angenehme Grösse.

Als Hauptgänge haben wir Kartoffelknödel gefüllt mit Berg-Schafkäse gewählt sowie Zürichsee-Wels-Filet Müllerin mit gerösteten Mandeln. Die Knödel sind etwas trocken. Doch das Eierschwämmli-Ragout passt gut dazu. Die Beilagen des Fischs, der Pilaw-Reis und das Wirzgemüse, schmecken ausgezeichnet.

Der Wels aus dem Zürichsee überzeugt nicht.

Den Fisch dagegen lässt meine Begleitung stehen. Der Wels hat eine besondere und ungewohnte Konsistenz. Er wirkt zudem ungenügend gekocht. Wir erklären unsere Bedenken – und weil wir keinen anderen Hauptgang mehr möchten, wird uns ein Dessert offeriert.

Die geschäumte Suusercreme mit Traubensorbet erinnert an das italienische Dessert Zabaione.

Beide Desserts – geschäumte Suusercreme mit Traubensorbet (10 Franken, im Menü) und der Eiskaffee Burg (16 Franken) – sind himmlisch und haben als «Minidessert» eine perfekte Grösse. Eigentlich wäre nach so viel Schlemmen ein Spaziergang beim Weiler Burg das Richtige. Das planen wir nächstes Mal ein.

Wirtschaft zur Burg, Auf der Burg 15, 8706 Meilen, wirtschaftzurburg.ch, Telefon: 044 923 03 71, Montag und Dienstag Ruhetag.