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Meinung

Kommentar zu jüngsten Urteilen
Diese Richter schonen Trump zu sehr

FILE - Republican presidential candidate former President Donald Trump speaks at a campaign rally, March 2, 2024, in Richmond, Va. A lawsuit settlement offers new details about how two attorneys for former President Donald Trump orchestrated a plan for fake electors to file paperwork falsely saying the Republican won Wisconsin in a strategy to overturn Democrat Joe Biden?s 2020 victory there and in other swing states. The agreement settles a civil lawsuit filed by Democrats against the attorneys and the fake electors. (AP Photo/Steve Helber, File)
Donald Trump
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Donald Trump darf zu den Vorwahlen in Colorado antreten: Dieses jüngste Urteil des US Supreme Court zu dem starken Mann der Republikaner ist schlüssig. Die Richter fällten es einstimmig, um ihre Unparteilichkeit zu bekräftigen. Allerdings haben sie dieses Ziel verfehlt, unter anderem, indem eine Mehrheit der Richter viel weiter ging. Sie schränkten die Möglichkeiten ein, Trump für den 6. Januar 2021 noch zur Verantwortung zu ziehen.

Die fünf Männer wollen Chaos nach dem Wahltag vorbeugen und eine Verfassungskrise verhindern, falls ein von Demokraten kontrollierter Kongress dem gewählten Präsidenten Trump die Amtseinsetzung verweigern sollte. Allerdings haben die fünf Richter dabei Trump und seinen Helfern faktisch eine politische Amnestie ausgestellt. Selbst bereits verurteilte Komplizen könnten sich bis auf weiteres bedenkenlos in den Kongress wählen lassen.

Juristisch mag es auch schlüssig sein, dass sich die Richter nicht mit der Frage befassten, ob Trump wegen des versuchten Staatsstreichs als Aufständischer gelten sollte. Doch insgesamt ist das Verhalten des Gerichts fragwürdig. Eben erst hat es für die strafrechtliche Aufarbeitung des Capitol-Sturms weitere Hürden aufgestellt. Es entschied, erst Ende April das Argument zu prüfen, Trump geniesse Immunität für seine Taten. Das Gericht hat damit Zweifel geschürt, ob die Amerikaner je erfahren werden, ob Trump vor dem Recht als Verbrecher gilt. Es entsteht das Bild eines Gremiums, das dem orangen Jesus seine Grenzen nicht entschieden genug aufzeigt – bis es zu spät ist.