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Vertrag nach Bührle-Kontroverse
Stadt Zürich gibt dem Kunsthaus mehr Geld – und erhöht die Auflagen

Die Sammlung Bührle im Chipperfield-Bau vergrössert die Ausstrahlung des Zürcher Kunsthauses: Eine Besucherin und ein Besucher betrachten ein Bild im Erweiterungsbau.
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Mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus im Herbst 2021 wurde der Subventionsbeitrag um 4,5 Millionen Franken auf 12,87 Millionen Franken jährlich erhöht. Wie der Zürcher Stadtrat am Donnerstag mitgeteilt hat, enthält der neue Vertrag aber auch klare Verpflichtungen zur Provenienzforschung und zum Umgang mit deren Ergebnissen.

Wie schon der neue Leihvertrag zwischen Kunstgesellschaft und Bührle-Stiftung enthält auch der neue Subventionsvertrag ein Bekenntnis zu den Richtlinien der Washingtoner Konferenz für den Umgang mit Raubkunst aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Keine Raubkunst ausstellen

Die Kunstgesellschaft soll sich dabei am Begriff «NS-verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter» orientieren. Im Kunsthaus sollen keine Werke ausgestellt werden, bei denen es deutliche Hinweise auf NS-verfolgungsbedingten Entzug gibt, worunter etwa Raubkunst und Fluchtgut fallen.

Im Subventionsvertrag ist zudem festgehalten, dass die bisherige Provenienzforschung zu den Werken der Sammlung Bührle einer unabhängigen externen Evaluation unterzogen wird.

Auch wird im Papier die kulturelle Teilhabe gestärkt. Das Kunsthaus wird verpflichtet, seine Leistungen einem möglichst breiten Publikum aus verschiedenen Kreisen der Gesellschaft zugänglich zu machen. Und es soll sich «zu einem inklusiven Zugang» bekennen, wie der Stadtrat mitteilt.

Kunsthaus ist einverstanden

Der Vorstand der Zürcher Kunstgesellschaft hat dem neuen Vertrag laut Mitteilung bereits zugestimmt. Die Genehmigung seitens der Stadt fällt in die Zuständigkeit des Gemeinderats. Dieser wird an einer der kommenden Sitzungen darüber entscheiden.

Der neue Subventionsvertrag zwischen der Stadt und der Kunstgesellschaft wurde aufgesetzt, nachdem das Kunsthaus im neuen Chipperfield-Bau drei grosse Dauerleihgaben (Sammlung Bührle, Sammlung Looser und Sammlung Merzbacher) übernommen hat. Das erweitert den Gesamtbetrieb des Hauses naturgemäss. Der bisherige Vertrag stammte aus dem Jahr 1988.


SDA/pu