AboSkandal in ÖsterreichStadler Rails Prestigedeal droht das Aus
Der Bahnbauer sollte für 70 Millionen Franken die weltweit ersten Schmalspurzüge mit Wasserstoffantrieb für die Zillertalbahn ins Tirol liefern. Deren Chef wurde nun jedoch als falscher Akademiker entlarvt.

Im September 2020 schien alles auf Schiene. Eine hochrangige Delegation mit Politikern und Managern aus dem österreichischen Bundesland Tirol besuchte das Werk des Schweizer Bahnbauers Stadler Rail im Thurgau, um dort einen kleinen, aber für Stadler sehr prestigeträchtigen Auftrag zu fixieren: Die Züge der vor allem für den Tourismus bedeutenden Zillertalbahn sollten einen zukunftsweisenden Antrieb bekommen. Aber nicht, wie sonst üblich, durch Strom aus der Oberleitung. Denn diese, fürchteten die Tiroler Touristiker, werde das Landschaftsbild stören.