Schweizerische Gesundheitsbefragung 36 Prozent greifen zu Schmerzmitteln – trotzdem geht es den meisten gut
Vor 30 Jahren nahmen deutlich weniger Menschen in der Schweiz Medikamente ein. Rückenschmerzen und Schwäche sind die Hauptprobleme.
2022 haben 55 Prozent der Bevölkerung sieben Tage vor der Befragung ein Medikament eingenommen. Besonders der Verbrauch von Schmerzmitteln zeigte nach oben: Griffen 1992 noch 12 Prozent zu Schmerzmitteln, waren es 2022 bereits 36 Prozent.
Das geht aus der «Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2022» hervor, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag veröffentlichte. Ein Viertel der Bevölkerung ab 15 Jahren litt in den vier Wochen vor der Befragung an starken körperlichen Beschwerden, ein Drittel schlief schlecht.
Die Medikamenteneinnahme stieg innert 30 Jahren stetig an: 1992 hatten noch 38 Prozent sieben Tage vor der Erhebung ein Medikament eingenommen. Im Berichtsjahr waren es über die Hälfte. Frauen nahmen häufiger Medikamente als Männer. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Medikamente Einnehmenden und erreicht bei über 75-Jährigen 86 Prozent.
85 Prozent der Befragten schätzten 2022 ihren Gesundheitszustand dennoch als gut oder sehr gut ein. 46 Prozent litten aber an Schwäche und 45 Prozent an Rückenweh.
SDA/aeg
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