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Erste Fälle dieser Art
Drei Festnahmen in der Schweiz wegen Besitz von KI-Kinderpornos

Symbolbild mit pornografischen Inhalten auf einem Smartphone.
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Drei mutmassliche Käufer von KI-generierter Kinderpornografie sind in der Schweiz vorläufig festgenommen worden. Die verbotenen kinderpornographischen Inhalte stammen von einem Hauptbeschuldigten in Dänemark.

Der Hauptbeschuldigte hatte die kinderpornografischen Inhalte auf gängigen Social-Media-Plattformen wie Tiktok, Youtube, X und Discord angeboten, wie das Bundesamt für Polizei Fedpol am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Den Zugang zu hunderten von Bildern erhielten die Käufer mit monatlichen Zahlungen eines einstelligen Betrags.

Fedpol war 2024 über das europäische Polizeiamt von den dänischen Behörden informiert worden, dass sich mögliche Käufer der kinderpornographischen Inhalte in der Schweiz befinden. Anhand der zugestellten Informationen der dänischen Behörden hat das Fedpol die mutmasslichen Täter identifiziert. Sie wurden je von der Polizei Basel-Landschaft, der Luzerner Polizei und der Stadtpolizei Zürich festgenommen.

Hauptverdächtiger bereits zuvor festgenommen

Unter Führung von Dänemark griffen die Ermittler in 19 Ländern zu und nahmen 25 Verdächtige fest. Weitere Festnahmen würden folgen, teilte die europäische Polizeibehörde mit. 33 Häuser wurden demnach durchsucht und 173 Computer beschlagnahmt. Auch Ermittler in mehreren deutschen Bundesländern waren beteiligt.

Der Hauptverdächtige ist Europol zufolge ein Däne, der bereits im November 2024 festgenommen worden war. Er betrieb die online Plattform, auf der er das von ihm mit Hilfe von KI produzierte Material verbreitete. Weltweit konnten Nutzer Mitglied der Plattform werden und den sexuellen Missbrauch von Kindern sehen.

«Operation Cumberland»

Die Aktion mit dem Namen «Operation Cumberland» ist nach Angaben von Europol einer der ersten Fälle mit KI-generiertem Material zum sexuellen Missbrauch von Kindern. Die Ermittlungen bei diesen Verbrechen seien sehr schwierig.

Die Bilder seien sehr einfach herzustellen, sagte Europol-Chefin Catherine De Bolle. «Das trägt zur Zunahme von Bildmaterial mit sexuellem Missbrauch von Kindern bei». Für Ermittler werde es allein schon durch die Fülle des Materials immer schwieriger, Täter oder Opfer zu identifizieren.

Täuschend echt

Der sexuelle Missbrauch von Kindern online ist Europol zufolge eine der bedrohlichsten Formen des Cybercrimes in der EU. Die KI-Modelle seien inzwischen so weit entwickelt, dass die Bilder kaum von echten zu unterscheiden seien.

Mit Hilfe von KI können Europol zufolge die Kinder künstlich geschaffen werden. Aber KI werde auch genutzt, um Fotos von lebenden Kindern zu verändern und für Szenen vom sexuellen Missbrauch zu nutzen. Mit diesen Aufnahmen würden Kinder und Jugendliche auch erpresst.

SDA/DPA/sme