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Newsticker zum Krieg in der Ukraine
Tote nach russischem Raketenschlag auf Krywyj Rih
Putin-Berater trifft Trump-Berater offenbar im Weissen Haus
Nach drohnenfreier Nacht neue russische Angriffe auf Ukraine

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Aktuelle Artikel: News und Hintergründe zum Krieg in der Ukraine

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Bislang grösste Drohnenattacke im Süden Russlands gemeldet

Die südrussischen Städte Saratow und Engels sind nach Angaben der dortigen Regionalverwaltung Ziel des bislang grössten Drohnenangriffs seit Beginn des Ukraine-Kriegs geworden. Bei der nächtlichen Attacke seien mehr als 30 Häuser beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region Saratow, Roman Busargin, laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Alle Rettungsdienste seien mobilisiert worden. Videos auf X zeigten eine grosse Explosion; angeblich in der Nähe des Militärflugplatzes Engels-2. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

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Das russische Verteidigungsministerium hatte laut Tass zuvor mitgeteilt, dass im Verlauf der Nacht in verschiedenen Regionen des Landes mehr als 130 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien – mehr als 50 davon in Saratow, 40 in Woronesch sowie Dutzende weitere in den Regionen Belgorod, Rostow, Kursk, Lipezk und über der Schwarzmeer-Halbinsel Krim.

Unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump haben Russland und die Ukraine zwar zugesagt, vorübergehend die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen einzustellen. Der Minimalkompromiss ist aber auf Ziele dieser Art begrenzt und der Zeitpunkt des Inkrafttretens unklar. Beide Länder überziehen sich immer wieder mit Attacken von Kampfdrohnen, wobei die Opfer in der Zivilbevölkerung und die Schäden an der Infrastruktur in der Ukraine ungleich grösser sind als in Russland. (DPA)

Europäer beraten über Unterstützung für Ukraine

Unter dem Eindruck der Telefondiplomatie von US-Präsident Donald Trump im Ukraine-Krieg beraten heute die europäischen Staaten über ihre Unterstützung für das von Russland angegriffene Land. Während in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem Gipfel zusammenkommen, beraten in London Militärvertreter aus europäischen und mit ihnen verbündeten Ländern über einen möglichen Truppeneinsatz in der Ukraine zur Absicherung eines Friedensabkommens.

Unterdessen geht der Krieg in der Ukraine weiter. Nach Angaben aus Kyjiw wurde das Land in der Nacht erneut zum Ziel eines russischen Grossangriffs mit Kampfdrohnen. In der östlichen Landeshälfte herrschte Luftalarm, laut der ukrainischen Luftwaffe flogen die Drohnen aus verschiedenen Richtungen ein. Über der Frontstadt Kupjansk im Osten warfen russische Flugzeuge etwa 20 Gleitbomben ab, wie die Verwaltung des Gebietes Charkiw mitteilte. Ein Mann sei getötet worden. Infrastrukturobjekte wie zivile Gebäude wurden getroffen.

Unter Vermittlung Trumps haben Russland und die Ukraine zwar zugesagt, vorübergehend die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen einzustellen. Der Minimalkompromiss ist aber auf Ziele dieser Art begrenzt und auch noch nicht in Kraft.

EU-Aussenbeauftragte will grosses Munitionspaket

Beim Spitzentreffen in Brüssel, dem wohl letzten regulären EU-Gipfel für den scheidenden deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), werden keine weitreichenden Beschlüsse erwartet. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas will aber zumindest erreichen, dass die Ukraine auf die Lieferung von zwei Millionen Schuss Artilleriemunition hoffen kann. Für eine Initiative von Militärhilfezusagen in Höhe von 20 bis 40 Milliarden Euro hatte Kallas in den vergangenen Wochen nicht ausreichend Unterstützung erhalten.

Spitzenmilitärs beraten über Truppe zur Friedenssicherung

Bei dem Treffen der Militärvertreter in London wiederum werden neben britischen und französischen Offizieren auch Vertreter der deutschen Bundeswehr erwartet. Es handele sich um eine Fortsetzung früherer Gespräche im Kreis einer «Koalition der Willigen», sagte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums. Die Frage sei, welche Optionen es für einen möglichen Einsatz gebe und was einzelne Länder beitragen könnten.

Grossbritannien und Frankreich sind bereit, Bodentruppen zur Friedenssicherung in die Ukraine zu entsenden, pochen aber auf eine Absicherung durch die USA im Fall einer Eskalation. Dazu liess sich Trump bislang nicht bewegen. Moskau lehnt die Stationierung von Soldaten aus Nato-Staaten in der Ukraine bislang kategorisch ab.

Trump schlägt US-Übernahme ukrainischer Kraftwerke vor

US-Präsident Donald Trump hat seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyi die Übernahme der Eigentümerschaft ukrainischer Kraftwerke durch die USA vorgeschlagen. Das solle die Sicherheit der Anlagen gewährleisten, teilte das Weisse Haus nach einem Telefonat der beiden Präsidenten am Mittwoch mit. (DPA)

Selenskyi: Gespräch mit Trump war «positiv, sehr substanziell und offen»

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi bezeichnet das Telefonat mit Donald Trump als «positiv, sehr substanziell und offen». Auf X teilt er ein Statement zum Gespräch. «Wir waren uns einig, dass die Ukraine und die Vereinigten Staaten weiter zusammenarbeiten sollten, um ein wirkliches Ende des Krieges und einen dauerhaften Frieden zu erreichen», schreibt er. Und: «Wir glauben, dass gemeinsam mit Amerika, mit Präsident Trump und unter amerikanischer Führung noch in diesem Jahr ein dauerhafter Frieden erreicht werden kann.»

Trump habe Einzelheiten seines Gesprächs mit Putin geteilt. Selenskyi schreibt: «Einer der ersten Schritte zur vollständigen Beendigung des Krieges könnte die Einstellung der Angriffe auf die Energieversorgung und andere zivile Infrastrukturen sein.» Die Ukraine sei bereit, diesen Schritt umzusetzen.

Der ukrainische Präsident gibt an, dass die amerikanische Seite auch einen bedingungslosen Waffenstillstand an der Frontlinie vorgeschlagen habe. Auch das würde die Ukraine akzeptieren. «Wir werden weiter daran arbeiten, dies zu erreichen. Wir sind der Meinung, dass solche Schritte notwendig sind, um die Möglichkeit zu schaffen, dass während des Waffenstillstands ein umfassendes Friedensabkommen vorbereitet werden kann.»

Trump: «Ich habe ein sehr gutes Telefonat mit Selenskyi geführt»

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi und US-Präsident Donald Trump haben miteinander telefoniert. Trump schreibt dazu auf «Truth Social»: «Ich habe gerade ein sehr gutes Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyi geführt. Es dauerte etwa eine Stunde. Ein Grossteil des Gesprächs bezog sich auf das gestrige Telefonat mit Präsident Putin, bei dem es darum ging, die Wünsche und Bedürfnisse Russlands und der Ukraine aufeinander abzustimmen.»

Donald Trump sitzt im Oval Office während eines Treffens mit Mark Rutte, dem NATO-Generalsekretär, am 13. März 2025 in Washington, D.C.

Der US-Präsident verkündet: «Wir sind auf dem richtigen Weg.» Eine weitere Erklärung zum Telefonat solle folgen.

Donald Trump und Wolodymyr Selenskyi telefonieren

Nach dem Eklat im Weissen Haus haben der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi und US-Präsident Donald Trump erstmals wieder miteinander telefoniert. Das Gespräche habe am Vormittag (US-Zeit) begonnen, teilte das Weisse Haus am Mittwoch mit.

Selenskyi hoffte nach eigenen Angaben, mehr Einzelheiten über das jüngste Telefonat Trumps mit Kremlchef Wladimir Putin zu erfahren, und wollte über die Zukunft der Ukraine sprechen. «Heute werde ich Kontakt mit Präsident Trump haben. Wir werden die Details der nächsten Schritte mit ihm besprechen», sagte Selenskyi auf einer Pressekonferenz in Helsinki mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb. (SDA)

Russland steht laut Putin vor Kursk-Rückeroberung

Nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin stehen die russischen Truppen unmittelbar vor der völligen Rückeroberung der Region Kursk an der Grenze zur Ukraine. «Unsere Truppen haben kürzlich eine Reihe stürmischer und ziemlich verwegener, effektiver Operationen durchgeführt und schliessen jetzt die Zerschlagung der gegnerischen Gruppierung im Gebiet Kursk ab», sagte der russische Präsident auf einer Sitzung der Sicherheitsorgane.

Russische Truppen haben in der vergangenen Woche die Kleinstadt Sudscha zurückerobert – die grösste Ortschaft, die die Ukrainer bei ihrem Gegenstoss im vergangenen Sommer im westrussischen Kursk einnehmen konnten. Die Ukrainer halten seither nur noch wenige Orte nahe der Grenze unter eigener Kontrolle. Kiew hat Äusserungen Putins über angeblich Tausende eingekreiste ukrainische Soldaten ebenso zurückgewiesen wie Berichte über den vollständigen ukrainischen Rückzug aus der Region. (DPA)

Selenskyi: Noch am Mittwoch Gespräch mit Trump geplant

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi plant nach eigenen Angaben noch am Mittwoch ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump. Dabei hoffe er, mehr Einzelheiten über das jüngste Telefonat Trumps mit Kremlchef Wladimir Putin zu erfahren, sagte Selenskyi auf einer Pressekonferenz in Helsinki mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb. «Heute werde ich Kontakt mit Präsident Trump haben. Wir werden die Details der nächsten Schritte mit ihm besprechen.»

Das Weisse Haus teilte zuvor mit, dass Putin im Telefonat mit Trump einer Aussetzung russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur zugestimmt habe. Dies stehe aber «sehr im Widerspruch zur Realität», sagte Selenskyi. Er verwies auf eine neue Serie von russischen Drohnenangriffen auf sein Land in der Nacht zum Mittwoch.

Selenskyi ergänzte, dass eine der schwierigsten Streitfragen bei künftigen Verhandlungen mit Moskau jene zu möglichen territorialen Zugeständnissen Kyjiws sein werde. «Für uns ist die rote Linie die Anerkennung von vorübergehend besetzten ukrainischen Gebieten als russisch. Das werden wir nicht mitmachen», betonte er. (DPA)

«Nullnummer»: Deutscher Minister kritisiert Trump-Putin-Deal

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat Kremlchef Wladimir Putin im «ZDF-Morgenmagazin» vorgeworfen, mit der Ukraine «ein Spiel zu treiben». Für Pistorius ist die Abmachung zwischen Trump und Putin, 30 Tage lang Angriffe auf die Energieinfrastruktur auszusetzen, viel zu wenig. «Es ist eigentlich nichts. Denn es sagt zu, ausgerechnet die Infrastruktur weniger anzugreifen, die in der Ukraine am besten geschützt ist. Also es ist eine Nullnummer, wenn Sie so wollen.»

Boris Pistorius spricht in der 214. Sitzung des Deutschen Bundestages zur Grundgesetzänderung im Reichstagsgebäude, Berlin, 18. März 2025.

Der SPD-Politiker verwies darauf, dass die russischen Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine auch nach diesem «angeblich richtungsweisenden und grossartigen Telefonat mit US-Präsident Donald Trump» nicht nachgelassen hätten. Er bezeichnete auch die Forderung des Kremls, dass der Westen keine weiteren Waffen und Geheimdienstinformationen mehr an die Ukraine liefern soll, als «inakzeptabel». Aus Sicht von Pistorius zielen die Bedingungen Putins für eine Waffenruhe vor allem darauf ab, die Ukraine zu schwächen, damit er weiter aufrüsten könne. (mab)

EU-Kommission präsentiert Aufrüstungsstrategie

Die EU muss sich nach Einschätzung der Europäischen Kommission umgehend auf die reale Möglichkeit eines grossangelegten Krieges mit Russland vorbereiten. «Die Geschichte wird uns Untätigkeit nicht verzeihen», warnt die Behörde unter der Leitung von Ursula von der Leyen in einem neuen Strategiepapier zur Zukunft der europäischen Verteidigung.

Sollte Russland seine Ziele in der Ukraine erreichen, werde das Land seine territorialen Ambitionen darüber hinaus ausdehnen. Als möglicher Zeitraum dafür wird das Jahr 2030 genannt.

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Hintergrund der neuen Strategie sind insbesondere auch die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, nach denen die atomare Supermacht USA künftig nicht mehr bedingungslos als Garant für Frieden in Europa zur Verfügung zur stehen wird.

«Die Sicherheitsarchitektur, auf die wir uns verlassen haben, kann nicht länger als selbstverständlich angesehen werden», erklärte von der Leyen zur Vorstellung des sogenannten Weissbuches. Man müsse jetzt die eigenen Fähigkeiten stärken und in Verteidigung investieren.

Investitionsbedarf in dreistelliger Milliardenhöhe

Um Russland und andere aggressive Akteure wirkungsvoll abzuschrecken, ist es auch Sicht der EU-Kommission nun notwendig, so schnell wie möglich bestehende militärische Fähigkeitslücken in sieben Schlüsselbereichen zu schliessen. Zu diesen gehören nach dem neuen Strategiepapier die Luftverteidigung und Raketenabwehr, aber auch Artilleriesysteme, Drohnen und militärische Transportkapazitäten.

Nach Vorstellung der Kommission sollten die EU-Staaten beim Kauf eng kooperieren und mindestens 40 Prozent der benötigten Güter gemeinsam bestellen.

Um die Aufrüstung zu finanzieren, sind nach bereits vor zwei Wochen veröffentlichten Vorschlägen der Kommission unter anderem EU-Kredite in Höhe von 150 Milliarden Euro sowie Ausnahmen von den strengen EU-Schuldenregeln vorgesehen. So sollen in den kommenden vier Jahren insgesamt 800 Milliarden Euro mobilisiert werden. Die EU-Kommission will zudem auch Auflagen und Vorschriften für die Rüstungsindustrie lockern. (DPA)

(Lesen Sie zum Thema: «Die EU ist auf dem Weg, eine Verteidigungsunion zu werden».)

Trump lässt EU über Ukraine-Verhandlungen im Dunkeln

Die EU hat von den USA bis zum Mittwochvormittag keine Auskünfte zum Verlauf der Ukraine-Verhandlungen von Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin erhalten. Es werde nun versucht, Gespräche zu organisieren, um Informationen aus erster Hand zu erhalten, sagte die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas der Deutschen Presse-Agentur und anderen Nachrichtenagenturen in Brüssel.

Man sei allerdings bereits in Kontakt mit den Ukrainern gewesen. Diese haben sich bislang zurückhaltend zu dem Telefonat geäussert, mit dem Trump Putin zu einer Waffenruhe im russischen Krieg gegen die Ukraine bewegen wollte. Die bislang von russischer und US-amerikanischer Seite öffentlich gemachten Informationen zu den Beratungen wertete Kallas als Beleg dafür, «dass Russland eigentlich keine Zugeständnisse machen will». Die Frage sei jetzt, was als Nächstes passieren werde.

Die russischen Forderungen nach einem Stopp westlicher Militärhilfe für die Ukraine hält Kallas für inakzeptabel. «Wenn sie erreichen, dass keine militärische Hilfe mehr an die Ukraine geleistet wird, können sie einfach weitermachen, weil die Ukrainer sich nicht mehr verteidigen können», erklärte sie. Das könne eindeutig nicht funktionieren.«Die stärkste Sicherheitsgarantie, die es gibt, ist eine starke ukrainische Armee», sagte die frühere estnische Ministerpräsidentin. (SDA)

Nach Telefonat mit Trump: Russische Drohnenangriffe in der Nacht

Nach dem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin kam es zu weiteren Angriffen. Die russische Armee griff die Ukraine in der Nacht mit Schwärmen von Kampfdrohnen an. In der frontnahen Stadt Kupjansk im Gebiet Charkiw wurde laut Behördenangaben eine Frau getötet. Auch in der Hauptstadt Kyjiw gab es Luftalarm. Medien berichteten von Explosionen.

«Mit diesem nächtlichen Angriff zerstört Russland erneut unsere Energetik, unsere Infrastruktur, das normale Leben der Ukrainer», schrieb Wolodymyr Selenskyi auf der Plattform X. «Die Tatsache, dass diese Nacht keine Ausnahme bildet, belegt, dass man auf Putin weiter Druck zum Frieden ausüben muss.»

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Die US-Regierung müsse verstehen, dass Putin mit allen Mitteln versuche, die Ukraine unter Druck zu setzen, sagte Selenskyi. «Putin will mehrere Offensiven in Richtung Saporischschja, im Osten in Richtung Charkiw und Sumy durchführen. Und warum? Um maximalen Druck auf die Ukraine auszuüben und dann aus einer Position der Stärke heraus ein Ultimatum zu stellen.» (DPA)

Ukraine-Verhandlungen ab Sonntag in Jidda

Die Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sollen nach Angaben des US-Gesandten Steve Witkoff ab Sonntag in der saudi-arabischen Hafenstadt Jidda weitergehen. Es gebe noch einige Details auszuarbeiten, sagte Witkoff in einem Interview des US-Senders Fox News. Details zu dem geplanten Treffen nannte der Vertraute von US-Präsident Donald Trump nicht.

Trump: Putin hat keinen Stopp der Ukraine-Hilfen gefordert

Kremlchef Wladimir Putin hat in seinem Telefonat mit Donald Trump nach Bekunden des US-Präsidenten nicht verlangt, alle Hilfen für die Ukraine einzustellen. Im US-Sender Fox News antwortete Trump auf die Frage der Moderatorin, ob Putin einen sofortigen Stopp sämtlicher Hilfen für die Ukraine gefordert habe: «Nein, das hat er nicht. Wir haben nicht über Hilfen gesprochen.» Allerdings blieb unklar, auf welche Art von Unterstützung er sich dabei bezog – ob es also um militärische, finanzielle oder humanitäre Hilfe ging.

Der Kreml hatte nach dem Telefonat der beiden Präsidenten mitgeteilt, Putin habe in dem Gespräch eine Reihe von Forderungen der russischen Seite benannt. Unabdingbar sei etwa, dass der Westen keine weiteren Waffen und Geheimdienstinformationen mehr an die Ukraine liefere.

Selenskyj: Ukraine für Pause bei Attacken auf Energie

Die Ukraine kann sich nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen 30-tägigen Stopp für Luftangriffe auf russische Energieanlagen vorstellen – falls auch Moskau sich daran hält. Kiew brauche aber noch Informationen, worauf genau sich US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin bei ihrem Telefonat geeinigt hätten. Das sagte Selenskyj, der auf Reisen in Finnland ist, ukrainischen Medien.

Es dürfe nicht passieren, «dass Russland auf unsere Energetik schiesst, und wir schweigen. Wir werden antworten», sagte der Präsident dem Sender Suspilne zufolge.

Putin hat nach Kreml-Angaben einem US-Vorschlag zugestimmt, die gegenseitigen Angriffe auf Energieanlagen für 30 Tage auszusetzen. Trump und Putin erreichten aber keine Einigung auf eine bedingungslose Pause aller Kämpfe für 30 Tage. (DPA)

Scholz und Macron reagieren zurückhaltend auf die neuen Entwicklungen

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron haben zurückhaltend auf die ersten bekannten Ergebnisse des Telefonats von US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin reagiert. «Wir sind uns völlig einig: Das Ziel aller Bemühungen muss ein gerechter und dauerhafter Frieden für die Ukraine sein», sagte Scholz am Dienstagabend nach einem Treffen mit Macron im Kanzleramt. Man habe eben gemeinsam mit Selenskyi Kontakt gehabt und auch «mit den USA».

Die in Aussicht gestellte Waffenruhe für Angriffe auf Energie-Infrastruktur könne ein «erster wichtiger Schritt auf dem Weg sein», sagte Scholz. Das Gleiche gelte für die Aufnahme technischer Verhandlungen für eine Waffenruhe auf See. «Der nächste Schritt muss ein vollständiger Waffenstillstand für die Ukraine sein und das möglichst schnell», forderte Scholz.

Beide Politiker betonten die anhaltende europäische Unterstützung für die überfallene Ukraine. «Wir stehen immer auf der Seite des Friedens», so Macron. Ziel müsse ein «solider und haltbarer Frieden» für die Ukraine sein. «Das geht nicht, ohne dass die Ukraine einen Platz am Verhandlungstisch hat.» (SZ)

Trump wertet Gespräch mit Putin als Erfolg

US-Präsident Donald Trump hat das Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin als Erfolg gewertet. Das Gespräch sei «sehr gut und produktiv» gewesen, schrieb Trump im Anschluss auf der Online-Plattform Truth Social. Die beiden hätten sich auf eine sofortige Waffenruhe mit Blick auf die Energieinfrastruktur der Ukraine geeinigt, «mit der Übereinkunft, dass wir schnell auf eine vollständige Waffenruhe und letztlich auf ein Ende dieses schrecklichen Krieges zwischen Russland und der Ukraine hinarbeiten werden».

Der Republikaner schrieb weiter, er habe mit dem Kremlchef «viele Elemente eines Friedensvertrags erörtert». Sowohl Putin als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wollten ein Ende des Krieges. «Dieser Prozess ist nun in vollem Gange, und wir werden ihn hoffentlich zum Wohle der Menschheit zu Ende führen. (DPA)

Putin will Angriffe auf ukrainische Infrastruktur für 30 Tage aussetzen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einem US-Vorschlag zugestimmt, 30 Tage lang alle Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine einzustellen, wenn Kiew dies auch tut. Das teilte der Kreml nach einem Telefonat Putins mit US-Präsident Donald Trump mit. Allerdings konnten sich Trump und Putin in ihrem Gespräch den Stellungnahmen beider Regierung zufolge nicht auf eine allgemeine Waffenruhe im Ukraine-Krieg einigen. Verhandlungen darüber sollen nach Angaben des Weissen Hauses sofort im Nahen Osten beginnen.

Trump und Putin haben sich dem Weissen Haus zufolge darauf verständigt, dass «der Weg zum Frieden» mit der Energieinfrastruktur beginnen müsse. Es seien ausserdem Verhandlungen über eine Waffenruhe im Schwarzen Meer geplant, die schliesslich in einer vollständigen Einstellung der Kampfhandlungen münden solle.

Nach Kreml-Angaben gab Putin seinem Militär den Befehl zu einem Stopp der Angriffe auf ukrainische Energieanlagen. Es gab aber keine Angaben, ab wann dies gelten soll. Aus der Ukraine gab es dazu keine Reaktion. Der Kremlchef kündigte an, dass Russland und die Ukraine am Mittwoch je 175 Kriegsgefangene austauschen wollten. Ausserdem entlasse Moskau als Geste guten Willens 23 schwer verletzte ukrainische Soldaten in die Heimat. Zu diesem Aspekt äusserte sich das Weisse Haus bislang nicht. (DPA)

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Telefonat zwischen Trump und Putin beendet

US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben zum zweiten Mal seit dem Amtsantritt des Amerikaners im Januar miteinander telefoniert. Kremlsprecher Dmitri Peskow teilte in Moskau mit, das Telefonat sei beendet. Vorher hatte einer der stellvertretenden Stabschefs im Weissen Haus, Dan Scavino, auf X berichtet, das Gespräch verlaufe gut. Zunächst wurde über die Inhalte noch nichts bekannt.

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Zuletzt hatten Trump und Putin am 12. Februar miteinander gesprochen. Während des Wahlkampfs hatte Trump seine guten Beziehungen zum Kremlchef betont. Der US-Präsident fordert eine schnelle Beendigung des Kriegs – wobei sein Druck bislang vor allem auf die angegriffene Ukraine gerichtet war. Trump gibt sich überzeugt, dass eine Waffenruhe und ein schneller Frieden möglich sind. Auf einen von der Ukraine akzeptierten US-Vorschlag für einen 30-tägigen Stopp der Kampfhandlungen hat sich Putin aber bisher nicht eingelassen. (DPA)

Die Welt wartet auf Trumps Telefonat mit Putin. Das gibt es zu verhandeln

30 Tage Waffenruhe – nun ist Russland am Zug

Kreml: Putins Gespräch mit Trump ist von 14 bis 16 Uhr geplant

Das Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin soll nach Angaben aus dem Kreml am Nachmittag stattfinden. Das Gespräch sei zwischen 16 und 18 Uhr Moskauer Zeit (14 und 16 Uhr MEZ) geplant, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Allerdings sei dies kein starrer Zeitrahmen. «Die Staatsführer werden so lange reden, wie sie es für nötig halten», betonte er.

Nach Angaben Peskows sind zwei Themen bestimmend: die Normalisierung der russisch-amerikanischen Beziehungen und die Suche nach einer friedlichen Lösung des Kriegs in der Ukraine. Der Kreml bestätigte dabei die Aussagen Trumps über eine Annäherung der Positionen. Allerdings gebe es noch viele offene Fragen, die beide Präsidenten miteinander besprechen müssten, so Peskow. Das geplante Telefonat zwischen den beiden Staatschefs ist das zweite seit der erneuten Amtseinführung Trumps. Das erste fand im Februar statt. Trump hatte sich im Wahlkampf seiner guten Beziehungen zu Putin gerühmt und erklärt, den von Russland begonnenen Angriffskrieg innerhalb von 24 Stunden beenden zu können.

Inzwischen hat er diese Aussage als Zuspitzung seiner Forderung nach einer schnellen Beendigung des Kriegs bezeichnet, wozu er in den vergangenen Wochen vor allem Druck auf die angegriffene Ukraine ausgeübt hat. Trump zeigte sich davon überzeugt, dass eine Waffenruhe und anschliessend ein schneller Frieden zu erreichen ist.

DPA

DPA/SDA/Redaktion Tamedia