Skibidi-Toilet-VideosDie Killer-Toiletten greifen an – und Millionen schauen zu
«Skibidi Toilet» ist eine der erfolgreichsten Youtube-Serien aller Zeiten. Besonders Kinder lieben sie. Ihr Macher steht vor einem Rätsel.

Seine Videos werden milliardenfach aufgerufen, aber der Erfinder kann sich den Erfolg nicht erklären. «Ich habe keine Ahnung», sagt Alexey Gerasimov, der Erfinder von «Skibidi Toilets». In der Youtube-Webvideoserie macht sich eine Gruppe von Menschen, die in Toiletten hausen, auf den Weg, die Weltherrschaft an sich zu reissen. Sie kämpfen gegen Figuren, die Überwachungskameras, Fernseher und Lautsprecher statt Köpfe haben. Gesprochen wird nicht, dafür dröhnt immer mal wieder ein Remix von Biser Kings «Dom Dom Yes Yes», das auf Tiktok durch andere virale Hits bekannt wurde.
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Wer eine tiefere Bedeutung sucht, wird enttäuscht. «Das Ursprungsvideo mit der singenden Toilette war eigentlich nur ein Lückenfüllervideo, weil ich gerade nichts anderes hatte, was ich veröffentlichen konnte», erklärte Gerasimov gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Georgier, der sich auf Youtube DaFuq!?Boom! nennt, hat seinen riesigen Erfolg offenbar zu einem grossen Teil Kindern zu verdanken. Laut Daten der Plattform «Kaspersky Safe Kids» war «Skibidi Toilet» 2023 der gefragteste Youtube-Inhalt bei jüngeren Kindern. Die Cartoon-Serie machte rund zehn Prozent der gesamten Youtube-Anfragen von 7- bis 13-jährigen Kindern aus.
Die Videos sind maximal eine Minute lang und im Hochkantformat. Das heisst, man kann sie rasch hintereinander auf dem Smartphone schauen. «Skibidi Toilet» gilt als die erste weltweit bekannte Erzählserie, die voll auf Kurzvideos setzt – und ihren Erfolg der Generation Alpha (Jahrgänge ab 2010) verdankt. Da die Machart der Videos an alte Computerspiele erinnert und Gerasimov Referenzen an Hits wie «Fortnite» eingebaut hat, gehören aber auch viele Erwachsene zu den Fans.
Auch wenn Gerasimov offenbar nicht so genau weiss, was seine 38 Millionen Follower auf Youtube an der Serie so toll finden, reich wurde er mit ihr trotzdem. Selbst konservativ geschätzt haben ihm seine Killer-Toiletten mehrere Millionen eingebracht. Mittlerweile gibt es auch ein eigenes Skibidi-Computerspiel und anderes Merchandising. Zum Beispiel Plüschfiguren der Toilettenköpfe.
TA
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