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Schliessung der Post Kilchberg auf unbestimmt verschoben

Erfolglose Suche nach Partnern für Postagentur: Eigentlich hätte die Poststelle in Kilchberg bereits 2017 geschlossen werden sollen.
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Es waren keine guten Nachrichten, welche die Post im Herbst 2016 verkündete: Die Postfiliale an der Bahnhofstrasse in Kilchberg arbeite nicht mehr wirtschaftlich. Zu wenige Briefe und Pakete würden versandt, zu wenig Bargeldgeschäfte am Schalter abgewickelt. Die Post teilte damals mit, es dränge sich eine neue Lösung auf.

Bis heute ist die Poststelle aber unverändert offen.Im Vordergrund stand und steht gemäss Post die Suche nach einem Partner, der für die Post eine Agentur betreibt. Also ein Geschäft mit Publikumsverkehr, der auch einen Schalter betreibt, an dem die wichtigsten Post­geschäfte abgewickelt werden können. Offenbar gestaltet sich die Suche nach einem solchen Partner schwierig.

Betroffene Poststellen rund um den Zürichsee und im Linthgebiet.

Läden haben zu wenig Platz

Weder der Käseladen, die Bäckerei noch die Apotheke kommen als Standort für die Postagentur infrage, wie die drei Inhaber auf Anfrage der ZSZ sagen. Markus Werner, Kommunikationsbeauftragter der Post, bestätigt seinerseits, einige potenzielle Partner hätten absagen müssen, weil sie «verschiedene Anforderungen nicht erfüllen» könnten. Mangelnder Platz erweise sich dabei als Hauptproblem. «Bei einem möglichen Partner muss ins­besondere ausreichend Platz für den Einbau des Postmoduls vorhanden sein», sagt Werner.

Bleibt beim Bahnhof noch die Option Coop. Der Grossverteiler betreibt an der Bahnhofstrasse 11 zurzeit eine kleine Filiale, kämpft dort aber mit Platzproblemen. Und ist bestrebt, mittelfristig auf dem gemeindeeigenen Areal vis-à-vis eine grössere Filiale zu erstellen. Der entsprechende pri­vate Gestaltungsplan liegt seit wenigen Tagen auf. Wäre es also eine ­Option für die Post, die künftige Agentur gleich im neuen Coop einzuplanen?

Markus Werner winkt ab. Die Post arbeite zwar an mehreren Standorten erfolgreich mit Coop zusammen, unter anderem in der Stadt Zürich. Da das Coop-Projekt in Kilchberg jedoch noch am Anfang des Planungsprozesses stehe, sei schwer abschätzbar, wann die neue Coop-Filiale realisiert werden könne. Coop selbst ging zu einem früheren Zeitpunkt nicht von einer Eröffnung vor 2022 aus. Werner sagt daher: «Unser Ziel ist es, in Kilchberg möglichst rasch eine Lösung zu finden.» Es stünden daher andere Lösungen im Vordergrund.

«Post muss im Zentrum sein»

Gemeindepräsident Martin Berger (ohne Partei) sagt seinerseits, der Gemeinderat sei in Verbindung mit der Post. Die Verhandlungen seien nicht einfach. «Wir haben klare Vorstellungen. Eine Postagentur ist für uns akzep­tabel, aber sie muss bei den Einkaufsläden im Dorfzentrum sein.»

Da zurzeit kein externer Inter­essent beim Bahnhof in Aussicht steht, dürfte ein anderer Lösungsansatz in den Vordergrund ­rücken: dass die Post versucht, einen Partner in ihre Räumlichkeiten zu holen. Wobei wiederum die Grösse der Knackpunkt sein dürfte. Erstreckt sich doch die gesamte Fläche über drei Stockwerke. Postsprecher Markus Werner bestätigt hierzu wiederum nur, die Option, einen Partner in die Poststelle zu holen, bestehe.

Wie es mit der Post Kilchberg weitergeht, ist also offen. Zurzeit bleibt den Kilchbergern nichts anderes übrig, als Markus Werner von der Post Glauben zu schenken, wenn er sagt: «Bis der Entscheid gefällt ist, wie es mit der Post Kilchberg weitergeht, bleibt die Poststelle unverändert offen.»