Kolumne «Ertappt»Rentner setzt sich benebelt hinters Steuer
Ein fast 90-Jähriger ist Auto gefahren, obwohl er zuvor Schlafmittel eingenommen hatte. Selbst mehrere Unfälle zwischen der Forch und Zollikon vermochten ihn nicht zu stoppen.
Eine Spur der Verwüstung – das hat vor einiger Zeit ein fast 90-Jähriger hinterlassen, der von der Forch Richtung Zollikon unterwegs war. Der Rentner hatte offenbar Schlafprobleme und nahm mitten in der Nacht ein Schlafmittel zu sich. Als er am Morgen aufstand, sich ins Auto setzte und losfuhr, wirkte das Mittel immer noch. Der Fahrer kam immer wieder von der Strasse ab. Mehrmals touchierte er auf seiner Fahrt den Randstein, bis ihm der Reifen platzte.
Der Mann fuhr aber unbeirrt weiter. In Zollikon geriet er schliesslich auf der Zumikerstrasse erneut aus der Fahrspur und krachte in einen Lieferwagen, der am Strassenrand parkiert hatte. Selbst dies vermochte den Senior aber nicht zu stoppen: Unbeirrt setzte er die Fahrt in seinem mittlerweile äusserst holprig gewordenen Gefährt fort.
Das kommt ihn nun teuer zu stehen. Die Staatsanwaltschaft hat ihn kürzlich wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, wegen Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges und wegen pflichtwidrigen Verhaltens nach einem Unfall verurteilt. Er erhielt eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 120 Franken sowie eine Busse von 1000 Franken. Inwiefern ihm dieses Urteil nun den Schlaf raubt, ist nicht bekannt.
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