Kims MilitärtechnologieNordkorea präsentiert offenbar Kamikaze-Drohnen - dank russischer Hilfe?
Der nordkoreanische Diktator will die Flugabwehr des Landes modernisieren. Bei den Drohnen setzt er jetzt auch auf KI.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die neuste Militärtechnologie seiner Armee vorgestellt. Unter anderem handele es sich dabei um Kamikaze-Drohnen, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet seien, berichtete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA.
Das nordkoreanische Militär präsentierte demnach zudem erstmals ein Flugzeug, das als luftgestütztes Frühwarnsystem dient und möglicherweise die Flugabwehr des Landes modernisieren könnte. Laut Medienberichten könnte es sich um dabei um ein russisches Cargo-Flugzeug handeln, das von Nordkorea umgebaut wurde.
Zudem begutachtete Kim auch eine grosse Drohne, die in etwa dem US-Frühwarnflugzeug Boeing E-7 Wedgetail ähnelt, wie auf Fotos der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA zu sehen war, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Das Gerät sei in der Lage, mehrere Ziele zu verfolgen und Truppenbewegungen zu Lande und zu Wasser zu überwachen und verbessere die Möglichkeiten Nordkoreas, feindliche Bedrohungen auszuschalten, meldete KCNA.

Andere Bilder zeigten Drohnen, die sich auf Militärfahrzeuge stürzten und explodierten. Diese verfügen laut KCNA über nicht näher spezifizierte Fähigkeiten mit künstlichen Intelligenz. Kim sagte den Angaben, zufolge KI und Drohnen müssten bei der Weiterentwicklung der Streitkräfte oberste Priorität haben. Er genehmigte Pläne, die Produktion auszuweiten.
Als Kamikaze-Drohnen bezeichnet man unbemannte, mit Sprengladungen bestückte Fluggeräte. Diese werden auch im Ukraine-Krieg flächendeckend eingesetzt, wo Russland Unterstützung von Nordkorea bekommt.
Seit Herbst hatte Nordkorea laut Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes rund 11’000 Soldaten in die russische Grenzregion Kursk entsandt. Am Donnerstag hiess es vom südkoreanischen Generalstab, dass Nordkorea im Januar und Februar wohl eine zweite Truppenentsendung im Umfang von mindestens 3’000 weiteren Soldaten vorgenommen habe. Zusätzlich liefert Nordkorea auch Munition und Waffen im grossen Stil nach Russland, darunter Kurzstreckenraketen, Panzerhaubitzen und Raketenwerfer.
Experten vermuten, dass Nordkorea im Gegenzug für die militärische Unterstützung von Russland nicht nur Geldlieferungen und Sicherheitsgarantien, sondern möglicherweise auch Militärtechnologie erhalten könnte.
DPA
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