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Spezielle Sportstätten
Ist das die ungewöhnlichste Badi der Welt? 

Das etwas andere 50-m-Becken steht in Lahti. Es lädt auch zum Fliegen ein.
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Brennt die Sonne wie dieser Tage auf uns nieder, ist Abkühlung gefragt. Das bringt uns umgehend zum Thema dieses Texts: Sportanlagen, die ziemlich speziell sind, allen voran die Badi im ­finnischen Lahti.

Eine Badi ist auch eine Skisprungschanze

Denn wer sich in Lahti (Finnland) im 50-m-Becken auf den Rücken legt, hat eine gewaltige Skisprunganlage mit drei Schanzen im Blick. Und weil die zwei kleinen auch im Sommer benutzt werden, kann man also im Wasser planschen und zuschauen, wie sie nebenan fliegen (und dann am Pool vorbeiflitzen). 

Den Skispringer fest im Blick: Badi in Lahti.
Wenn die Jahreszeiten verschmelzen: Skispringer und Badegäste vereint. 

Das Becken ist der Auslauf der Grossschanze, auf der im Winter das Weltcupspringen stattfindet. Ans Ende des Beckens hat die Stadt einen Kinderpool gebaut, daran schliessen die Liegeflächen an. Natürlich bekommt man zum Eintritt von sechs Euro (Kinder: drei Euro) auch Zugang zu den Saunen – und zum Kraftraum. Beides befindet sich im Bauch der Schanze.

Der Blick aus der Vogelperspektive. 

1973 integrierte die Stadt diese aussergewöhnliche Badi in die Schanzenanlage, weil die Wasserqualität des örtlichen Sees zu wünschen übrig liess. Wer wiederum in Badehose mal so richtig weit sehen will, kann auf den Turm der Grossschanze hoch, was eine Panoramasicht auf die 120’000-Einwohner-Stadt ermöglicht. So sieht das aus:

Lohnender Aufstieg: Die Aussicht vom Turm auf Lahti. 

Und noch ein Tipp für jene, die unbedingt mal in Lahti baden wollen: Die Umkleidekabinen befinden sich am Eingang, das Becken ist einige Gehminuten entfernt. Bei tieferen Temperaturen bringt der Gfrörli also besser einen Bademantel mit.

Skifahren auf dem Dach der Kehrichtverbrennungsanlage

Skifahren auf Kunstgrün – möglich in Kopenhagen.

Zu den originellsten Sportanlagen gehört auch der Copenhill in Kopenhagen. Denn das Dach der Kehrichtverbrennungsanlage ist Tummelplatz für Skifahrerinnen, Wanderer oder Fassadenkletterer. 

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2002 schlug der damals 27-jährige dänische Architekt Bjarke Ingels vor, auf einem Einkaufszentrum in Kopenhagen eine Skipiste zu bauen. 17 Jahre danach sah er seine Vision an anderer Stelle verwirklicht: Im November 2019 wurde auf dem Dach der Kehrichtverbrennungsanlage im Industriehafen eine 450-Meter-Skipiste eröffnet. 

Eine Stiftung steht hinter der Dach-Idee, die 14 Millionen Franken für den speziellen Bau kamen von der öffentlichen Hand und Privaten. Betrieben wird der Copenhill von einer privaten Firma. Die Basis für den Skispass bildet die Plastikunterlage eines italienischen Unternehmens. Gefahren wird mit der normalen Ausrüstung.

Wer mal kunstgraswedeln will: Ab nach Kopenhagen!

Allerdings rät der Betreiber, die Ski gut zu wachsen und allenfalls ein altes Paar zu verwenden, weil sich die Kanten rascher abnützen als im Schnee. Wer noch etwas Starthilfe braucht, kann auf die Skischule zurückgreifen, die auf dem Dach unterrichtet.

Der dänische Kletterer Mikkel Frederiksen am Copenhill.

Das Fahrgefühl wiederum sei, als würde man über eine harte Piste gleiten. Auch Snowboarder oder Telemarkfahrer sind zugelassen, vier Lifte, einer mit Bügel, drei mit Teppich, ziehen die Skifahrer bis zum Panoramameerblick auf 85 Meter hoch. Und wer sich partout nicht hochziehen lassen will, kann auch den Lift benützen – und zum Après-Ski die Rundumsicht geniessen. 

Rennen 680 Meter unter der Oberfläche

Neben Skisprungbadi und Kehrichtverbrennungsskipiste zählt diese Laufstrecke in Sondershausen nördlich von Erfurt (Thüringen) zu den unüblichen Sportstätten. Sie befindet sich nämlich 680 Meter unter Tag. Bis zum Ende der DDR war das Kaliwerk Glückauf ein Bergwerk. Inzwischen ist es ein Erlebnisbergwerk mit einem Untergrundlauf. 

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Er führt auf einer Rundstrecke über rund 10 Kilometer – samt Helmpflicht. Eine Lampe wird ebenfalls empfohlen, die Sicht ist eher bescheiden. Mittels Schachtlift gehts zum Start, 400 Teilnehmende sind zugelassen (und 100 Zuschauende). Die Strecke ist mit 300 Höhenmetern gespickt und Steigungen beziehungsweise Gefälle von bis zu 20 Prozent.

Der Kristalllauf ist also eher für Trainierte als Novizen, zumal auch die Temperaturen zwischen 21 und 31 Grad schwanken können – abhängig von Höhe und Frischluftzufuhr des jeweiligen Streckenabschnitts. Wer dabei sein will: Der nächste Kristalllauf soll am 22. Oktober stattfinden.   

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