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Gründer des WEF in Davos
Klaus Schwab plant seinen Rücktritt

Klaus Schwab spricht auf dem jährlichen Weltwirtschaftsforum 2025 in Davos vor einem Podium mit dem Schriftzug ’Annual Meeting Davos 2025’.
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Klaus Schwab, der Gründer des Weltwirtschaftsforums, wolle den «Prozess seines Rücktritts» als Vorsitzender des Stiftungsrats einleiten, schreibt er in einem Brief an die Mitglieder des Kuratoriums, welcher der «Financial Times» vorliegt. Schwab nannte keinen genauen Zeitpunkt für seinen Austritt aus der Organisation. Das WEF erklärte jedoch gegenüber der Zeitung, dass der Prozess bis Januar 2027 abgeschlossen sein solle.

Nach den Turbulenzen der letzten Monate sei es nun wichtig, den Sinn für die Mission des WEF wiederzufinden, schreibt Schwab im Brief weiter. Welche Turbulenzen gemeint sind, geht aus dem Schreiben nicht hervor.

Diskriminierungs­vorwürfe gegen Schwab und das WEF

Der Schritt erfolgt jedoch nur wenige Wochen nachdem die Organisation nach einer Untersuchung wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz eine Umstrukturierung versprochen hatte. Eine ehemalige Mitarbeiterin hatte vor einem Jahr dem Forum und seinem Gründer vorgeworfen, dass sie bei ihrer Arbeit diskriminiert worden sei. Das WEF wies stets alle Vorwürfe zurück. Im März wurde die Klage zudem vor einem New Yorker Gericht zurückgezogen.

Die Untersuchung ergab jedoch, dass es «Führungs- und Managementprobleme gibt (…) die nicht den Standards entsprechen». In einer Mitteilung an die Sponsoren im vergangenen Monat erklärte Børge Brende, der Präsident des WEF, dass die Organisation ihren Verhaltenskodex «überprüfe und verbessere».

Wer Schwabs Sitz im Stiftungsrat übernimmt, ist noch nicht bekannt. Der 87-Jährige sagte, er werde dem Kuratorium zu gegebener Zeit seinen Nachfolger vorschlagen. Der deutsche Ökonom trat im vergangenen Jahr als geschäftsführender Vorsitzender des Forums zurück und wurde durch Brende ersetzt, der den Vorsitz und die Geschäftsführung des WEF übernahm.