Dorfleben Wädenswil-HorgenSG Wädenswil-Horgen kämpft vergeblich
Den Seebuben fehlen bei der Begegnung in Winterthur die zündenden Ideen. Technische Fehler und Ungenauigkeiten prägen das Spiel.

Die SG Yellow/Pfadi Espoirs, die unlängst gleich mit neun Spielern mit Erfahrung in der Quickline Handball League in ihrem Heimspiel antraten, waren der SG Wädenswil-Horgen in allen Lagen überlegen. Mit ihrem offenen Deckungssystem kauften sie den Gästen den Schneid ab. Die etwas unerfahrenen Schiris hatten Mühe, ihre Linie zu finden, verhängten Strafen gleich reihenweise, neun gegen das Heimteam und fünf gegen die Gäste.
Leider half das der SG Wädenswil-Horgen aber wenig, im Angriff lief nichts zusammen, die numerische Überlegenheit wurde meist durch technische Fehler zunichte gemacht und die Wege der Rückraumschützen wurden vom Gegner zugestellt.
Der Auftritt in Winterthur erinnerte so gar nicht an die zweite Halbzeit beim letzten Spiel in der Waldegg. In der Deckung wurde kein Weg gefunden, um das Tempospiel der SG Yellow/Pfadi Spieler zu unterbrechen. Auch die Abwehrschwächen auf den Aussenpositionen wurden vom Gegner gnadenlos ausgenutzt. Nur allein Bauman am linken Flügel erzielte zehn Treffer.
Hoffnung in der 25. Spielminute
Mit einem sehenswerten Drehball brachte der von seiner Verletzung genesene Björn Buob die Seebuben das erste Mal 10:9 in Führung. Lange stand es danach 11:11, doch ausgerechnet SG Neuzugang Shcherbak, der ohne Glück agierte, leistete sich zwei fatale Fehlzuspiele, welche die fast fehlerfrei auftretenden Flügelangreifer des Heimteams ausnutzten, so dass die Winterthurer zur Pause 13:11 führten.
Nur drei Minuten nach Wiederbeginn war das Spiel praktisch entschieden. Vom hohen Tempo überfordert, mussten die Gäste zusehen, wie das Farmteam von Pfadi den Abstand auf 16:11 erhöhte. Leider scheiterten, bei neun zugesprochenen Strafwürfen für die SG, vier verschiedene Spieler je einmal am Torhüter – oder sie warfen neben das Gehäuse. Das Schlussresultat von 30:25 widerspiegelt den Stand der beiden Teams deutlich. Realistisch betrachtet muss die SG Wädenswil-Horgen alles daran setzten, gegen die in Reichweite platzierten Teams zu punkten. Es bleibt aber ein Tanz auf dem Seil, weshalb das Team die Unterstützung von den Rängen dringend braucht – wie in Winterthur. Immerhin kam ein Drittel der Zuschauerinnen und Zuschauer vom Zürichsee.
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