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FCZ gewinnt den Klassiker
Die einen haben die grossen Chancen – die anderen werden Cupsiegerinnen

Chiara Buecher vom FC Zürich Frauen jubelt nach ihrem Tor zum 0:1 im Schweizer Cup Frauenfinale 2025 gegen FC Basel Frauen, während Sabina Jackson und Coumba Sow vom FC Basel enttäuscht sind.

Es dauert lange in diesem Cupfinal, bis der Ball erstmals den Weg ins Goal findet. Es dauert bis zur 80. Minute. FCZ-Spielerin Chiara Bücher entwischt der Basler Abwehr, nimmt den perfekten Pass von Martina Cavar an und lupft den Ball an Anna Klink vorbei ins Zürcher Glück.

Keine zwei Zeigerumdrehungen später steht mit Qendresa Krasniqi eine Baslerin ganz allein im FCZ-Strafraum – und vergibt diese grosse Möglichkeit. Kurz darauf wird sie ausgewechselt, setzt sich auf die Bank und kann die Tränen nicht zurückhalten. Nein, ihre nassen Augen kommen nicht nur von dieser einen vergebenen Grosschance – denn schon ganz zu Beginn könnte, ja müsste die Baslerin ihr Team in Führung bringen.

Nach weniger als einer Minute steht sie allein rund zwei Meter vor dem FCZ-Goal, müsste die Hereingabe von Ivana Rudelic nur noch einschieben, doch sie verstolpert den Ball, der langsam ins Aus kullert.

Die 30-Jährige, ihre vergebenen Chancen und ihre Tränen stehen sinnbildlich für den Auftritt der Frauen des FC Basel, die diesen Cupfinal im Zürcher Letzigrund gegen den FC Zürich 0:1 verlieren. Ein weiteres Mal gehen die Zürcherinnen in einem Direktduell als Siegerinnen vom Feld, gewinnen den Cup zum 16. Mal und sind damit alleinige Rekordhalterinnen.

Nicht nur Krasniqi betreibt Chancenwucher

Seit September 2010 trafen die beiden Clubs laut der Statistik des «Kicker» vor diesem Final 43-mal aufeinander: 28-mal siegten die Zürcherinnen, nur viermal die Baslerinnen – und es scheint fast, als sei diese ernüchternde Bilanz auch an diesem Samstagnachmittag noch tief in den Köpfen der Baslerinnen verankert.

Kaum anders sind diese vielen vergebenen Möglichkeiten des FCB zu erklären – denn es ist bei weitem nicht nur Krasniqi, die Chancenwucher betreibt.

So scheitern auch Rudelic oder Milena Nikolic aus bester Lage, Coumba Sow findet, nachdem sie FCZ-Goalie Noemi Benz umdribbelt, keine Mitspielerin im Zentrum, und auch beim Anrennen zum Schluss will der Ball einfach nicht ins Goal.

Die Zürcherinnen, die nach rund 30 Minuten Zugang zum Spiel finden, machen es in Sachen Effizienz eindeutig besser und zeigen zudem einen sehr couragierten und kämpferischen Auftritt. Ihr Sieg in diesem unterhaltsamen Spiel basiert auf viel Kampf, Wille und einem aufopfernden Kollektiv, das bis zuletzt an sich glaubt. Zudem zeigen sie in diesem Spiel, dem 8664 Fans – was Cuprekord bedeutet – beiwohnen, eine der besten Leistungen in der bisherigen Saison. Und so ist dieser Sieg trotz weniger Grosschancen auch kein unverdienter.

FC Basel

FC Basel

0 : 1
FC Zürich

FC Zürich

Die Ausgangslage – ein ungleiches Duell?

28 Siege FCZ, 4 Siege FCB – ein Rückblick in vergangene Austragungen des Klassikers spricht eine klare Sprache. Auch in der aktuellen Meisterschaftssaison entschied das Team beide Duelle für sich, der letzte Basler Vollerfolg liegt Jahre zurück. Man kommt zum Fazit: Treffen Basel und Zürich aufeinander, lacht fast immer der FCZ.

«Müssen Sie das so direkt ansprechen?» Das sagte FCB-Trainerin Kim Kulig, hingewiesen auf die ungleiche Bilanz. Warum ihr Team den Fluch heute durchbrechen soll, erklärt Sie in unserer Final-Vorschau.

Was der Basler Anhängerschaft indes hoffnungsvoll stimmen dürfte? Ein Blick auf die Tabelle. Während Rotblau auf dem zweiten Rang punktgleich mit Leader Servette thront, stehen die Zürcherinnen auf Platz 5. In zwei Wochen starten die Playoffs.

Herzlich Willkommen!

Es ist soweit: Heute um 15 Uhr duellieren sich der FC Basel und der FC Zürich im Letzigrund um den Cupsieg. Alle wichtigen Informationen zur Partie finden Sie hier im Liveticker. Ich wünsche Ihnen viel Lesevergnügen!