Francesca JonesTennis-Spielerin kollabiert mitten im Spiel und wird abtransportiert
Francesca Jones erlitt auf dem Court einen Zusammenbruch und musste ihre Partie abbrechen. Die dünne Luft in Bogotà habe zum Kollaps beigetragen, so die 24-jährige Britin.

Die Tennis-Spielerin Francesca Jones wurde mit dem Ektrodaktylie-Ektodermal-Dysplasie-Syndrom (EEC-Syndrom) geboren. Dieser Gendefekt beeinflusst das Wachstum von Händen und Füssen. Deshalb fehlt der heute 24-jährige Britin an jeder Hand ein Finger und insgesamt drei Zehen. Das alles hat die im nordenglischen Bradford geborene Jones jedoch nicht davon abgehalten, Tennis-Profi zu werden – auch wenn ihr davon abgeraten worden war.
Die aktuelle Weltnummer 129 hat bisher sieben Turniere auf der unterklassigen ITF-Tour gewinnen können. Kürzlich machte sie aber wegen eines beunruhigenden Vorfalls auf sich aufmerksam: Sie brach bei einem Turnier in Kolumbien während eines Spiels zusammen.
Francesca Jones gab nicht zum ersten Mal auf
Im Spiel gegen Julia Riera am Colsanitas Cup, ein WTA 250-Turnier, in Bogotá wollte Jones im dritten Satz beim Stand von 3:5 aus ihrer Sicht servieren, als sie zu Boden fiel und sich an den Kopf fasste. Sie wurde noch auf dem Platz behandelt und mit einem Rollstuhl vom Platz geführt – unter Applaus von Zuschauerinnen und Zuschauer.
Das Turnier schrieb in einer Mitteilung: «Aufgrund eines körperlichen Problems hat Francesca Jones ihr Match gegen Julia Riera beim Stand von 6:2 5:7 5:3 zugunsten der Argentinierin aufgegeben. Wir wünschen der britischen Tennis-Spielerin eine baldige Genesung.»
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Für Jones ist es bereits das 19. Mal, dass sie ein Spiel hat abbrechen müssen, in diesem Jahr war es das zweite Mal. Zuerst war nicht bekannt, weshalb Jones kollabierte, das sollten genauere Untersuchungen zeigen. Bogotá befindet sich auf 2640 Metern über Meer, die dünne Luft könnte ihren Teil zum Kollaps beigetragen haben, wurde gemutmasst.
Jones meldete sich kurze Zeit später via Instagram und bestätigte den Verdacht mit der dünnen Luft. Sie habe sich nach dem Event in Brasilien vom Sonntag nicht richtig erholen und den anderen klimatischen Umständen anpassen können, schreibt sie.
Ihre Sicht sei während des Spiels immer verschwommener geworden, was bis zum Kollaps geführt habe. Ohne etwelche Krampferscheinungen, so die Britin weiter. Ihr Herz habe einfach zu viel arbeiten müssen, stellten die Ärzte fest, ein bleibender Schaden bliebe aber nicht zurück, endet Jones ihre Mitteilung.
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