Skrupelloser AnglerSein Abendessen vegetierte im Eimer
Ein 40-Jähriger fischte vor Horgen im Zürichsee. Doch die Frische der Fische war ihm wichtiger als deren Wohlergehen.

Wenn von Tierquälerei die Rede ist, denkt man zumeist erst an Haustiere wie Hunde oder Katzen. Doch auch Hobbyfischer können zu Tierquälern werden. So wie ein 40-jähriger Mann, der im November des letzten Jahres mit seinem Motorboot auf dem Zürichsee unterwegs war.
Vor Horgen warf er seine Angel aus, um einen lukrativen Fang für sein Abendessen zu machen, wie aus einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis hervorgeht. Tatsächlich bissen drei Trüschen an. Um die Fische möglichst lange frisch zu halten, setzte er sie noch lebendig direkt in den mit Frischwasser gefüllten Fischkasten ein.
Doch schon der Fang hatte die Fische überlastet, sodass sie in einen reaktionsträgen oder fast schon bewusstlosen Zustand gerieten. Nach kurzer Zeit trieben sie, ohne sich zu bewegen, auf dem Rücken. Einen der Fische hatte der Mann offenbar so schnell aus der Tiefe gezogen, dass ihm die Schwimmblase aus dem Maul ragte.
Als er die Fische gefangen hatte, hätte er überprüfen müssen, ob die Fische leiden. Weil sie dies taten, hätte er sie direkt töten müssen. Doch durch sein Verhalten setzte er die Tiere körperlicher Überanstrengung und unnötigen Qualen aus.
Die Staatsanwaltschaft bestrafte ihn deshalb mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Franken. Das entspricht 900 Franken. Bezahlen muss er die Strafe nur, wenn er sich in den nächsten zwei Jahren nochmals etwas zuschulden kommen lässt. Zudem muss er eine Busse von 300 Franken bezahlen.
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