Aufschlag beim StreamingdienstNetflix-Abos in der Schweiz werden teurer
Die Preise steigen zum Teil um mehr als 10 Prozent.
Zahlen gibt Netflix nur dosiert bekannt, ausser wenn es gewaltige Summen sind wie bei der koreanischen Serie «Squid Game». Mehr als 140 Millionen Leute haben insgesamt über 1,8 Milliarden Stunden damit verbracht, den Kandidaten eines tödlichen Kinderspielturniers zuzuschauen. Netflix ist gerade sehr stolz auf diesen kapitalismuskritischen Horror über Verzweifelte, die sich aus verschiedenen Gründen verschuldet haben.
Das hält den amerikanischen Streamingdienst aber natürlich nicht davon ab, die Abopreise zu erhöhen. Während in der Schweiz der Basis-Tarif gleich bleibt (11.90/Monat), steigen die Preise für die anderen Abos: Der Standard-Tarif kostet neu 18.90 statt 16.90 Franken, der Premium-Tarif 24.90 statt 21.90 Franken – das ist ein Anstieg von fast 15 Prozent.
Wer sich neu registriert, bezahlt ab sofort den neuen Preis, für bestehende Abonnentinnen und Abonnenten wird die Änderung in den nächsten Monaten eingeführt. «Wir ändern von Zeit zu Zeit unsere Preise, um das Angebot an Serien, Filmen und Shows kontinuierlich zu erweitern und zu verbessern, ebenso wie die Qualität auf unserem Service», sagt eine Netflix-Sprecherin. Netflix hat in der Schweiz zum letzten Mal 2019 die Preise erhöht. Länderspezifische Anpassungen gebe es immer wieder.
Neu ändert Netflix auch die Art, wie die Ranglisten der Titel erstellt werden: Basis ist neu die Gesamtzahl der Stunden, die eine Serie oder ein Film geschaut wird. Auf Top10.netflix.com sind so die erfolgreichsten englischsprachigen und nicht englischsprachigen Titel aufgeschlüsselt. Auf Platz 1 steht derzeit die Actionkomödie «Red Notice» mit gut 148 Millionen Stunden. Beliebteste Serie ist «Narcos: Mexico» mit insgesamt mehr als 50 Millionen Stunden.
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