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Nach schwerem Sturz
Für Brignone ist sogar Olympia in Gefahr

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Federica Brignone wurde nach ihrem schweren Sturz im Riesenslalom bei den nationalen Meisterschaften am Donnerstag bereits operiert. Dabei wurde klar, dass sie sich neben mehreren Brüchen des Schienbeinplateaus und des Wadenbeinkopfes am linken Knie auch noch das Kreuzband gerissen hat. Gemäss dem italienischen Wintersportverband (FISI) werde man die Kreuzbandverletzung in den nächsten Wochen genauer betrachten. Brignones Reha soll aber dennoch bald beginnen.

Die Gesamtweltcupsiegerin des abgelaufenen Winters lag nach dem 1. Lauf klar in Führung. Im 2. Durchgang hängte die 34-Jährige bei einem Tor ein und kam zu Fall, verlor die Kontrolle, stürzte und überschlug sich dabei heftig, wie auf Filmaufnahmen zu sehen ist.

«Im glücklichsten Moment meiner Karriere hätte das wirklich nicht sein müssen», sagte Brignone, die im abgelaufenen Winter den Gesamtweltcup und WM-Gold im Riesenslalom gewonnen hatte. «Jetzt muss ich mich einer neuen Herausforderung stellen, in der ich wie immer alles reinlegen werden.»

Arzt spricht über schwere Verletzung

Wegen der komplexen Verletzung ist unklar, wie lange die grosse Rivalin von Lara Gut-Behrami ausfallen wird. «Ein Bruch, bei dem der Knochen an mehreren Stellen bricht und auch das Band betroffen ist, ist natürlich schwerwiegender als ein komplizierter Bruch. Auch weil in diesem Bereich das Gelenk auf den Knorpel übergeht», wird Loris Perticarini, Arzt im Spital Turin, in der Gazzetta dello Sport zitiert.

Bei Brignone komme hinzu, dass sie nicht wie ein normaler Mensch nach drei bis vier Monaten wieder laufen könne, sondern, dass sie eine Spitzensportlerin sei. «Wir sprechen hier von einer Weltmeisterin, die Höchstleistungen erbringen muss. Unter anderem müssen das Schienbeinplateau und der Wadenbeinkopf beim Skifahren die Richtungsänderungen der Kurven aushalten. Damit dauert die Genesung länger», sagt Perticarini.

Weiter gibt der Arzt auch einen Einblick, wie die Verletzung behandelt wird. «Eine Platte mit Schrauben wird in den Knochen eingesetzt, um den verletzten Bereich zu stabilisieren. Aber es gibt keine Ruhigstellung mit einem Gips. Es hängt auch davon ab, wie sehr der Knochen heilen will, um dann mit der Reha beginnen zu können».

Brignone wird sicher ein halbes Jahr ausfallen. Eventuell gar bis zu zehn Monate. Ob die Italienerin also rechtzeitig zu den Olympischen Heim-Winterspielen im Februar 2026 fit wird, steht in den Sternen.

heg