Klimastreik in ZürichSie gehen wegen des Katastrophensommers auf die Strasse
Trotz bestem Wetter hielt sich die Zahl der Teilnehmenden an der Zürcher Klimademo am Freitagabend in Grenzen.
Anlässlich des globalen Klimastreiks haben sich am Freitagabend bei Sommerwetter schätzungsweise bis zu 2000 Menschen in Zürich versammelt. Die bewilligte Kundgebung startete am Limmatquai zwischen Central und Rudolf-Brun-Brücke und führte über die Bahnhofstrasse Richtung Helvetiaplatz.
Familien mit Kindern, ältere Leute, Jugendliche – Menschen aus allen Generationen waren da: Mitglieder der grünen Partei oder Aktivistinnen der Velodemo. «Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!», skandierten sie. Sie folgten dem Aufruf der Gruppierung Klimastreik Zürich. Klimademos fanden am Freitag auf der ganzen Welt statt. Dies unter anderem als Reaktion auf den «Katastrophensommer» mit Extremwetterereignissen wie der Flutkatastrophe in Libyen.
Die Aktivistinnen und Aktivisten forderten zudem, dass der Verbrauch von fossilen Brennstoffen gestoppt wird und keine neuen fossilen Kraftwerke mehr gebaut werden.
Der letzte globale Klimastreik hatte in Zürich im März Tausende Menschen auf die Strasse gelockt. Trotz bestem Wetter blieb die ganz grosse Teilnehmerzahl am Freitag aus. Schweizweit nahmen etwa 6500 Leute an insgesamt acht Demo-Standorten teil. Die Klimademo in Zürich soll die vorerst letzte gewesen sein.
Wie Cyrill Hermann vom Zürcher Klimastreik dieser Redaktion sagte, sind Demos zurzeit wenig zielführend. In den kommenden Monaten soll dafür ein «Klima-Aktionsplan» mit konkreten Forderungen für Zürich und die ganze Schweiz im Zentrum stehen.
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