AboVerkehrsunfall am Escher-Wyss-PlatzIm Quartier trauern die Menschen um den toten Kindergärtler und kritisieren die Stadt
Die Polizei hat beim tödlichen Unfall drei Fahrzeuge im Visier. Anwohner verängstigt der gefährliche Schulweg schon lange. Sie verstehen nicht, warum die Politik untätig bleibt.
Die Stelle, wo des verstorbenen Knaben gedacht wird, liegt eingekesselt zwischen Tramlinie, Strasse und Veloweg. Am Mittwochmorgen ist hier bei einem Verkehrsunfall ein fünfjähriger Bub ums Leben gekommen.
Kerzen stehen am Donnerstag an der verkehrsreichen Stelle. Dazwischen ein Plüschaffe, ein Papierflieger, eine Spiderman-Figur. Alle paar Minuten kommen Menschen vorbei, zu zweit, allein. Sie zünden Kerzen an, die nicht alle brennen wollen, der Wind bläst zu stark. Eine Anwohnerin versucht, ein Licht anzuzünden, sie kannte den Buben vom Sehen und wohnte in seiner Nähe.
Fünf Minuten vom Unfallort entfernt, vor der Schule Schütze, dem Kindergarten des Fünfjährigen, klingelt die Schulglocke, ein Care-Team wurde aufgeboten. Es ist Mittag, der zweitletzte Tag vor den Weihnachtsferien. Am Mittwochabend hat der Schulleiter die Eltern der Schülerinnen und Schüler per E-Mail über den Todesfall informiert. «Wir fühlen mit der Familie und stehen mit den Eltern in Kontakt», heisst es darin.
Die bisherigen polizeilichen Ermittlungen führten am selben Tag zu einem Lastwagen und zwei Personenwagen. Deren mögliche Verwicklung in den Unfall wird geprüft.