Grosser Preis des Schweizer WeinsZwei Weine von der Goldküste zählen zu den Besten
Am Wochenende wurde der Grand Prix du Vin Suisse verliehen. Zwei Winzer vom Zürichsee konnten eine Auszeichnung mit nach Hause nehmen.

Einmal mehr versammelte sich die Schweizer Weinszene am Wochenende im Kursaal Bern, um dem Grand Prix du Vin Suisse beizuwohnen. Wie der Verband Vinea und die Zeitschrift «Vinum» – welche die Preisverleihung organisieren – mitteilen, seien zur 18. Ausgabe des «wichtigsten Wettbewerbs für Schweizer Weine» fast 3000 Weine zur Bewertung eingereicht worden.
Genau 45 davon wurden in den 15 Kategorien des Wettbewerbs mit einer Medaille ausgezeichnet. Erwartungsgemäss dominierten die Kantone Wallis und Waadt in den meisten Rubriken, wobei die beiden Nachbarkantone zusammen auch etwa zwei Drittel der eingesandten Weine stellten. Dennoch gelang es zwei Winzern vom Zürichsee – als einzige Weinbauern im Kanton –, eine Medaille abzustauben.
Winzer aus Stäfa und Meilen
Dies unter anderem in der Rubrik Müller-Thurgau, auch Riesling-Sylvaner genannt: Hier erreichte das Weingut Bachmann aus Stäfa dieses Jahr die Bronzemedaille. Der «animierende und klar strukturierte Seewein», urteilte die Jury, entwickle «im Gaumen einen erfrischend geradlinigen Zug». Zudem zeichne ihn ein «ausgeprägter Charakter» aus.
Aber auch in der Kategorie Rosés und Federweisse stammt einer der besten Tropfen des Jahres aus Reben an der Goldküste: Der Weinbau Schwarzenbach aus Meilen räumte in der Kategorie ebenfalls den dritten Platz ab. Am Gaumen finde «eine gelbe Steinobstparade statt, die stoffig und dicht daherkommt», bilanzierten die Experten. Viel Saft und viel Spass würden diesen Wein auszeichnen. Letztes Jahr gelang es dem Familienbetrieb übrigens, eine Silbermedaille nach Hause zu bringen.
Der wohl prestigeträchtigste Titel «Weingut des Jahres» ging dieses Jahr erneut an die Kellerei Leukersonne in Susten im Oberwallis. Dies stellte ein Novum in der fast 20-jährigen Geschichte des Weinwettbewerbs dar: Noch nie war es einem Weingut gelungen, diesen Titel zu verteidigen.
Fehler gefunden?Jetzt melden.