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Fussball 2. Liga
Ein umstrittenes Tor entscheidet den Spitzenkampf

FC Staefa-Spieler Jens Saethre im Duell mit Abdulah Al Abbadie von FC Herrliberg in gelbem Trikot, während eines Fussballspiels am 22.09.2024. Zuschauer und Werbung im Hintergrund.
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In Kürze:
  • Der FC Stäfa bezwingt den SC Veltheim dank eines umstrittenen Treffers.
  • Ein Schuss von Jens Saethre führt zu kontroversen Diskussionen.
  • Die Gäste aus Winterthur scheitern in der Nachspielzeit am Stäfner Goalie.
  • Vier Mannschaften liegen innerhalb von zwei Punkten an der Tabellenspitze.

Beide Teams stiegen mit einem etwas mulmigen Gefühl in den Spitzenkampf. Der FC Stäfa, damals Leader der 2.-Liga-Gruppe 1, hatte vor einer Woche beim Tabellenletzten FC Töss 0:1 verloren. Und der SC Veltheim scheiterte am Donnerstag im Viertelfinal des Regionalcups gegen Unterstrass im Elfmeterschiessen. Zuvor war ihm ein Tor wegen Offsides aberkannt worden. Die Winterthurer glaubten indes, dass es ein regulärer Treffer gewesen sei.

Von Verunsicherung war beim Spitzenkampf in Stäfa jedoch nichts zu sehen. Der Seeclub übernahm sofort die Initiative. In der 10. Minute schoss Veltheims Captain Bruno Michienzi den Ball knapp über die Latte. Eine Minute später tat es ihm der Stäfner Basil Kelterborn gleich.

Gegensätzliche Aussagen

In der 16. Minute ereignete sich die Szene, die für viel Gesprächsstoff sorgte. Jens Saethre erhielt sechs Meter vor dem Tor seitlich den Ball. Der Stürmer der Gastgeber drosch diesen an den Innenpfosten. Von dort flog das Leder zu Veltheims Goalie Pascal Bretscher.

Für viele neutrale Zuschauer war es ein Schuss an die Innenkante des Pfostens, bei dem der Ball anschliessend ins Spielfeld zurückflog. Der Schiedsrichter, der mitten im Strafraum stand, war sich unschlüssig und fragte den Linienrichter, der sich deutlich weiter weg vom Geschehen aufhielt. Der Linienrichter entschied auf Tor.

Jens Saethre sagte nach Spielende, dass Goalie Bretscher den Ball hinter der Linie berührt habe. Der Schlussmann der Winterthurer dagegen beteuerte, dass ihm das Leder vor der Linie in die Arme geflogen sei.

Stäfa konnte es egal sein, wo genau sich der Ball befand. Tor ist, wenn der Schiedsrichter den Treffer gibt. Der Unparteiische darf allerdings nur auf Tor entscheiden, wenn sich der Ball «mit vollem Durchmesser» über der Linie befindet. Eigenartig in Stäfa war, dass der Schiedsrichter, der gut stand, diese wichtige Szene in der 16. Minute nicht genau sah.

Offener Schlagabtausch

Nach dem Rückstand suchte Veltheim noch vor der Pause den Ausgleich. Dies eröffnete Stäfa, das gerne und gut mit langen Bällen agiert, Raum für Konter. Es gab Chancen hüben wie drüben.

Nach dem Seitenwechsel strebte Stäfa vehement das 2:0 an. Unter der Regie des 21-jährigen Spielmachers Cyril Revel und mit einer geschlossenen Teamleistung kam der Gastgeber zu mehreren Chancen. Die Veltemer suchten ihr Heil in Kontern. In der 91. Minute hatte Ramon Cecchini das 1:1 auf dem Fuss, doch Stäfas Goalie Dennis Brecher lenkte der Ball um den Pfosten.

Stäfa-Trainer Jonas Elmer lobte sein Team für dessen «Einsatzbereitschaft und Disziplin». Veltheims Coach Richard Oswald kritisierte die Platzverhältnisse: «Wenn der Rasen dermassen holprig ist, muss man in Stäfa auf dem Kunstrasen spielen.»

Nach dieser 15. Runde liegen vier Teams innerhalb von zwei Punkten an der Spitze der Tabelle: Herrliberg führt vor Stäfa, Seuzach und Veltheim. Und am kommenden Samstag folgt bereits der nächste Spitzenkampf: Seuzach empfängt Stäfa.