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Fabrikareal Uetikon
Die Vorbereitungen für die Hightechpumpe laufen

Diese Visualisierung zeigt, wie der Arbeitsponton für die Seegrundsanierung aussehen wird. 
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150 Jahre industrielle Nutzung des Uetiker Fabrikareals haben auch auf dem Seegrund ihre Spuren hinterlassen. Hier lagern nämlich insbesondere wegen der Düngerproduktion zahlreiche Stoffe, die nicht dorthin gehören: von Arsen über Blei bis zu radioaktiven Materialien.

Die Folge davon: Bevor an Land ein neuer Ortsteil sowie die Kantonsschule gebaut werden können, muss der Seegrund saniert werden. Dafür eingesetzt werden Hightechgeräte. Im Wasser sind dies ein Arbeitsponton und ein Sanierungskasten. Eine Spezialpumpe soll in bis zu 30 Metern Tiefe die belasteten Sedimente abtragen. Diese werden dann als Schlamm-Wasser-Gemisch an Land gebracht und in einer temporären Halle aufbereitet. Im Blockwurf, den Steinen direkt am Ufer, entfernen hingegen Taucher mit einer sogenannten Sauglanze die Schadstoffe.

Gebäude muss weichen

Doch bevor die Pumpe in Aktion treten kann, sind noch einige Vorbereitungen vonnöten. Ab dem kommenden Montag, 1. November, wird mit dem Rückbau des sogenannten Gebäudes 442B in Ufernähe begonnen, wie die kantonale Baudirektion mitteilt. Dadurch soll Platz für die temporäre Halle geschaffen werden, in der die Sedimente aufbereitet werden.

Die Sanierung des Seegrunds erfolgt durch das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) gemeinsam mit der Zeochem AG (ehemals Chemie Uetikon AG). Als Totalunternehmer fungiert die ARGE Marti Uetikon, federführend ist dabei die Marti Infra AG aus dem Kanton Bern. Diese war schon für die Sanierung von Teerölablagerungen vor Thalwil 2009 verantwortlich.

2022 tritt Pumpe in Aktion

Die Kosten der Sanierung trägt zu 80 Prozent die Zeochem AG und zu 20 Prozent der Kanton. Für die Gemeinden Uetikon und Meilen, wo sich ebenfalls ein kleiner Teil der Kontamination befindet, entstehen keine Kosten.

Mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten soll im nächsten Frühling im östlichen Teil des betroffenen Gebietes begonnen werden. Im Winter 2022/23 wird dann im Hafen mithilfe eines Saugbaggers gearbeitet. Der Abschluss der Arbeiten ist auf den Frühling 2023 geplant.