Neuer Club in der StadtDie legendäre Felsenbar schliesst in Chur und zügelt nach Zürich
Fast 100 Jahre gab es die Bar in der Bündner Hauptstadt. Jetzt wechselt sie den Kanton. Dafür verantwortlich ist ein Churer Gesetz – und ein bekannter Zürcher Partyveranstalter.
«Vu Chur für Chur» – das war der Slogan der Felsenbar in Chur. Den ältesten Club der Stadt gibt es mit Unterbrüchen seit 1922. Das Schild mit dem roten Schriftzug fällt auf, wenn man in die Lenzerheide fährt. Nächte mit elektronischer Musik, Beerpong-Turniere, Tanznächte ab 40, Nachtseminar-Partys für Studenten und der «Schnegga-Obig» mit Drinks für fünf Franken fanden in den letzten Jahren statt.
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Damit soll bald Schluss sein. «Die Felsenbar soll die erste Bündner Anlaufstelle in Zürich werden», sagte Clubbetreiber Marco Diener der «Südostschweiz».
Marco Diener ist in Zürich kein Unbekannter. Er veranstaltet die Partyreihe Terrazza und organisiert unter anderem ein Musikfestival im Horse Park in Dielsdorf. Ausserdem führte er im Kreis 5 den Technoclub Space Monki. Diesen musste er 2021 während der Pandemie jedoch schliessen, weil es mit dem Vermieter der Liegenschaft keine Einigung bezüglich der Miete gab.
Im gleichen Jahr übernahm Diener, der in Chur aufwuchs, die Felsenbar. «Ich habe im Corona-Break Zeit gehabt, mich kreativ neu zu entfalten», sagte er der «Südostschweiz». Dabei habe er festgestellt, wo seine Wurzeln seien.
Nur zwei Jahre später zieht es Marco Diener nun wieder nach Zürich zurück. Als Grund für die Schliessung des Clubs in Chur nennt er die Sperrstunde. Im Welschdörfli, dem Ausgehviertel der Bündner Hauptstadt, dürfen Lokale abgesehen von Ausnahmebewilligungen am Wochenende nur bis drei Uhr geöffnet haben. Ein Clubleben könne so nicht stattfinden, sagt Diener. Er wolle die Felsenbar in Zürich zu neuem Leben erwecken. Ein passendes Lokal habe er jedoch noch nicht gefunden.
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