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Auseinandersetzung im Strassenverkehr
Acht Jahre Freiheitsstrafe nach Messerstichen auf Motorradfahrer

Der Blick in den Gang eines Zellentrakts im Polizei- und Justizzentrum Zuerich (PJZ), waehrend des Testbetriebs des Gefaengnis Zuerich West (GZW), am Freitag, 25. Maerz 2022 in Zuerich. Das Gefeangnis Zuerich West testet waehrend vier Tagen den Betrieb der Abteilung Vorlaeufige Festnahme mit freiwilligen Insassen vor dem Start des Regelbetriebs am 4. April 2022. (KEYSTONE/Michael Buholzer)
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Das Bundesgericht hat die Verurteilung eines Mannes zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren wegen versuchter, vorsätzlicher Tötung bestätigt. Er stach nach einer belanglosen Auseinandersetzung im Strassenverkehr einen Motorradfahrer an einer Tankstelle in Adliswil ZH nieder.

Die acht Zentimeter lange Klinge des Klappmessers des Täters drang durch die Motorradjacke und den Nierengurt des Opfers und verursachte eine sechs Zentimeter tiefe Verletzung in der linken Flanke. Dies geht aus einem am Donnerstag publizierten Urteil des Bundesgerichts hervor.

Es teilt deshalb die Sicht des Zürcher Obergerichts, wonach der Täter im April 2020 mit voller Wucht auf den Motorradfahrer einstach. Die Aufnahmen der Überwachungskamera zeigten zudem, dass er mehrere Stichbewegungen machte und erst vom Opfer abliess und davon fuhr, als dieses hinfiel.

Keine Kontrolle

Der Beschwerdeführer verübte mehrere Stichbewegungen, traf aber nur ein Mal. Diese Verletzung sei zwar nicht lebensgefährlich gewesen, schreibt das Bundesgericht. Dies sei jedoch dem Zufall zu verdanken. Im dynamischen Geschehen habe der Täter keine Kontrolle darüber gehabt, wo er sein Gegenüber treffen würde. Insofern habe das Obergericht von einem Tötungsvorsatz ausgehen dürfen.

Die diesbezügliche Rüge hat das höchste Schweizer Gericht ebenso abgewiesen, wie alle weiteren auch. So erachtet es den von der Vorinstanz festgestellten Ablauf der Geschehnisse als korrekt und ebenso die Strafzumessung.

SDA/sme