Auftritt am M4Music-Festival in ZürichKritik an Absage für konservative Musikerin
Nachdem der Auftritt der Sängerin Bernarda Brunovic am Musikfestival M4Music abgesagt wurde, befasste sich die Zürcher Regierung damit. Die SVP und die Fraktion Mitte/EVP kritisieren den Vorfall.

Der abgesagte Auftritt der christlich-konservativen Sängerin Bernarda Brunovic am Musikfestival M4Music sorgte im Zürcher Gemeinderat für Kritik.
Brunovic war in den Fokus linksradikaler Drohungen geraten, weil sie 2022 am «Marsch fürs Läbe» in Zürich-Oerlikon aufgetreten war, einer Veranstaltung von Abtreibungsgegnern. Darauf sagte das M4Music-Festival ihren Auftritt wegen befürchteter Störaktionen ab. Im Gemeinderat kritisierte die SVP am Mittwoch in einer Fraktionserklärung, dass der Stadtrat «erneut vor der linksextremen Antifa eingeknickt» sei. Die Sängerin sei das neueste Opfer der «linken Meinungsdiktatur».
Die Stadtzürcher Sicherheitsvorsteherin sei nicht mehr im Stande gewesen, die Grundrechte sicherzustellen. Offenbar habe mit der aktuellen Stadtregierung nicht mehr der Staat das Gewaltmonopol, «sondern wer immer Gewalt und Drohungen gegen Andersdenkende anwenden will».
Auch die Fraktion Mitte/EVP kritisierte in einer Fraktionserklärung den Vorfall. Beschämend sei vor allem auch der Umstand, dass offenbar die Stadtpolizei Zürich vom Auftritt abgeraten habe, weil die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne. «Wenn die Stadt nicht mehr in der Lage ist, den nötigen Schutz für die friedliche Durchführung von harmlosen Kulturveranstaltungen sicherzustellen, haben wir ein massives Problem in unserer Stadt», heisst es in der Mitte-EVP-Fraktionserklärung.
mth
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