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Sechs Spiele ohne Sieg
Wieder verloren – aber GC hofft

30.09.2023; Zuerich; Fussball Super League - Grasshopper Club Zuerich - BSC Young Boys, Dirk Abels (GC)  nach dem Spiel enttaeuscht 
(Claudio Thoma/freshfocus)
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In der Pause dürfen sich die Grasshoppers mal selbst feiern. Die Senioren und die Rugby-Mannschaft des Clubs werden mit ihren Pokalen auf die Ehrenrunde geschickt und jubeln vor der Kurve, dazu läuft die neue GC-Hymne.

Heile Welt also in den Weiten dieses grossen Vereins. Nur in der Super League, dort läuft es gerade eher mittelmässig. Die Ehrenrunde bleibt ein einsames Highlight für die Fans im Stadion, ein Tor gibt es an diesem Abend gegen die Young Boys nämlich nicht zu bejubeln.

0:1 verliert GC im Letzigrund gegen den Meister. Die Geschichte dieser sechsten Partie hintereinander ohne Erfolg ist schnell erzählt. YB-Stürmer Cedric Itten erzielt in der 17. Minute ein wunderbares Tor, das ein Spiel wie dieses nicht verdient hat. Fast schon wie einst Zlatan Ibrahimovic versenkt er eine Flanke von Ulisses Garcia mit der Ferse.

Der Abschluss ist richtig gut, er wird aber auch nur möglich, weil die GC-Abwehrspieler jedem Trainer und jeder Trainerin Anschauungsmaterial liefern, wie man möglichst nicht verteidigen sollte. Joshua Laws und Kristers Tobers lassen Itten viel mehr Raum, als er für sein Kunststück eigentlich braucht.

Die restlichen Minuten könnte man sich sparen, sie sind so ermüdend, dass YB-Trainer Raphael Wicky hinterher fast schon abwehrend sagen muss: «Ich muss mich nicht dafür schämen, so zu spielen.» Heisst: Mehr Fussballkunst als bei diesem 1:0 Ittens ist nicht zu sehen und nicht zu erwarten, der löchrige Rasen trägt viel dazu bei. Wicky findet, «Spiel» sei das falsche Wort für das eben Geschehene, er redet von einem grossen Kampf.

Sein Team festigt mit dem Sieg den Platz an der Spitze der Super League. Und GC? Der Rekordmeister ist weiterhin im Tief und weist eine miserable Bilanz auf. Neun Spiele, sechs Niederlagen, fünf Punkte. Er kann froh sein, dass er nicht allein ist. Die zwei Aufsteiger aus Lausanne sind noch etwas schlechter dran, aber auch nur wegen der Tordifferenz.

Und doch – auf bescheidenem Niveau – stimmt es schon, was Verteidiger Ayumu Seko nach dieser Partie sagt: «Wir werden besser, Schritt für Schritt.» Dazu reicht ein Vergleich zum Spiel gegen St. Gallen vom letzten Samstag, dem spielerischen Tiefpunkt der bisherigen Saison. Nun, gegen YB, sind Ansätze durchaus erkennbar.

Die Grasshoppers bringen die Berner zwar nie ernsthaft in Bedrängnis und meist löschen sie das aufkeimende Feuer in ihren Angriffen gleich selbst, aber sie versuchen immerhin mitzuhalten. Am Ende haben sie mehr Abschlüsse als der Gegner und mehr Zweikämpfe gewonnen. Awer Mabil und Pascal Schürpf bringen zur Pause neuen Schwung. Das macht Mut. «Nächste Woche gewinnen wir», sagt Seko darum. Es steht die Reise nach Yverdon an.

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